Delimon WebsiteTransparenz mit CSS

SeaMonkey 1.0

Mittwoch, 8. Februar 2006 um 19:00 von Thomas S

Ich habe mir mal SeaMonkey angeschaut. Vorweg: Die Mozilla Suite habe ich nie begutachtet und Netscape praktisch nicht genutzt (ich hass(t)e Netscape als Programm, weil es hässlich und schwerfällig war und ist).

Was mir bei SeaMonkey 1.0 sofort zugesagt hat, waren die vielen Zusatzeinstellungen, die man in SeaMonkey bei den Einstellungen machen kann und in Fx/Tb nicht zu finden sind (Jaja, ich weiß, Firefox/Thunderbird soll schlank sein und schlank bleiben.):

  • Eine Startseite kann man getrennt festlegen für einen Browserstart, ein neues Tab und ein neues Fenster.
  • Die erweiterten Einstellungen zum Autovervollständigen sind sehr hübsch. In Firefox vermisse ich die Funktion Während der Eingabe beste Übereinstimmungen automatisch vervollständigen. Damit sind sie einen Schritt weiter als bei Mozilla Corp.
  • Man kann eine Standardsuchmaschine festlegen. Es reicht zwar meist die Funktion im Firefox, dass die zuletzt benutzte Suchmaschine beim Neustart wieder aufgerufen wird, aber eine Standardsuchmaschine, die immer bei Neustart erscheint, wäre auch eine gute Option.
  • Man kann Roaming-Profile einrichten. (Bräuchte ich persönlich zwar nicht, aber nett, dass man sowas auch in Fx haben könnte.)
  • Mausrad-Einstellungen: Wie viele Zeilen gescrollt oder ob eine andere Aktion ausgeführt werden soll.
  • Die System-Einstellungen, eine Liste, welche Dateitypen automatisch vom Browser geöffnet werden sollen, sind nützlich.
  • Die Einstellung der Wiederholfrequenz von animierten Grafiken ist eine niedliche Funktion. ;)

Andere positive Unterschiede:

  • Das integrierte Online-/Offline-Bildchen in der Statusleiste unten gefällt mir. Damit man auf den ersten Blick sieht, ob man online oder offline ist und nicht erst ins Manü Datei schauen muss.
  • Wo finde ich im Firefox die Site-Navigationsleiste, die mit den LINK-Elementen umgehen kann?
  • Der Download-Manager scheint mehr Funktionen zu haben.
  • Die Meldungen der Fehlerseiten sind ausführlicher.
  • Die Symbolleiste (außer in der Browser-Komponente) im Modern-Theme ist recht hübsch gemacht mit dem Bildchen immer ganz links.

Ansonsten gefällt mir eine Suite nicht. Netscape habe ich verabscheut und mit Opera (OperaMail) keine guten Erfahrungen gemacht. Ich benutze lieber 2 eigenständige Programme. Außerdem ist die Aufmachung (das Design) von Fx/Tb ansprechender und die überarbeiteten Einstellungen-Menüs in den 1.5er-Versionen besser und übersichtlicher als in SeaMonkey.

Alles in allem ist SeaMonkey ein Projekt für Vergangenheitsvernarrte. Das sieht man schon am Classic-Design und an den uralten Icons in den Titelleisten. Ich weiß nicht, welche Vorteile dieses Projekt der Mozilla-Community bringen soll (außer ein Konkurrenzprodukt zu Opera zu haben und die Suite-Liebhaber zufriedenzustellen, die aber auch Netscape benutzen könnten).

Trotz der Kritik: SeaMonkey besitzt die gleiche Gecko-Engine (1.8) wie die aktuellen Fx-/Tb-Versionen. Technisch spricht nichts gegen die Verwendung und Verbreitung von SeaMonkey. In Bezug auf die Updateinterveralle wird es hoffentlich besser sein als Netscape. Und noch ein Vorteil: Das Projekt wird von einem Österreicher mitgestaltet. Die hervorragende Übersetzung ist ebenfalls von ihm. :)

PS: Da stellt sich die Frage, wieso sich Firefox und SeaMonkey nicht besser absprechen mit den Bezeichnungen, speziell bei den Übersetzungen.

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5 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben

  • 1. Horst Scheuer  |  8. Februar 2006 at 20:24

    Auch ich habe SeaMonkey für einige Tage auf der Platte gehabt. Ich habe ihn aber schnell wieder gelöscht, da ich geschokt von dem Aussehen war. Meiner Meinung nach passt da nichts zusammen. Es gibt da zwar ein neues Logo, doch der Rest ist noch recht altertümlich.

  • 2. SilentWarrior  |  8. Februar 2006 at 20:30

    Ging mir genau wie Horst – das neue Logo ist hübsch, also dachte ich mir: Probier’s halt mal aus, kann ja nicht schaden.

    Aber dann bei Programmstart – igitt! Wo sind wir denn? Im 1995? Meine Güte, sowas hässliches hab ich noch selten gesehen. Warum benutzen die denn nicht die gleichen Icons wie der Fx? Sollte ja sonst wohl genug Unterschiede geben, durch die sich SeaMonkey (positiv oder negativ) vom Fx abhebt.

  • 3. Chris  |  6. September 2006 at 16:47

    hmm … aber man kann sich ja themes für seamonkey ziehen. es gibt fast die gleichen wie für firefox.

  • 4. Anonymous  |  1. Januar 2007 at 13:27

    Das Design ist wirklich alles andere als ansprechend, doch sollte sich das doch über diverse Themes regeln lassen.

    Ansonsten spricht wirklich nichts gegen die Verwendung von SeaMonkey.

  • 5. cheeky  |  31. Januar 2007 at 15:36

    Gerade das Design von Seamonkey gefällt mir besser als dieses schreckliche bunte Design von Firefox, welches an ein Kinderprogramm erinnert.

    Zwar kann man sich auch Foxscape installieren, aber Seamonkey kann man wesentlich besser konfigurieren als Firefox.

    Deshalb kommt bei mir nur noch Seamonkey auf die Platte.

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