Melanzani und Orange. Nein, der Titel bezieht sich nicht auf die gleichnamigen Nahrungsmittel, sondern auf den künftigen neuen Markenauftritt von Ubuntu.
Melanzani ist der österreichische Name für Aubergine und das teilweise auberginefarbene Aussehen von Ubuntu ab 10.04 soll die Ausrichtung auf Firmenkunden repräsentieren. Der orangefarbene Teil soll die Ubuntu- und Open-Source-Gemeinde (Neudeutsch: Community) darstellen, durch den Ubuntu erst lebendig wird.
Zumindest ist das die Begründung von Mark Shuttleworth in seinem Blog: Light: the new look of Ubuntu.
Zu diesem Thema gibt es noch hunderte Artikel und Blogbeiträge im WWW, die man sich über die Suchmaschine seiner Wahl oder über Online-Technikmagazine oder -Zeitungsausgaben leicht zusammensuchen kann. Zum Teil wird recht heftig über das neue Aussehen von Ubuntu diskutiert. Vorweg kann man beruhigen: Die Bildschirmfotos mit den Schließen/Maximieren/Minimieren-Knöpfen am linken Beginn der Titelleiste wie bei Mac werden nicht kommen. Die Fensterbefehle stehen nun doch per Voreinstellung linksbündig. Über das GNOME-Konfigurationswerkzeug kann man das aber wieder ändern.
Ich werde erst mit dem Erscheinen von Ubuntu 10.04 Ende April ein abschließendes Urteil abgeben können. Jedoch wurde schon seit Jahren versprochen, dass Ubuntu eine optische Generalüberholung bekommen solle; das wurde endlich umgesetzt. Was ich so in Kommentaren gelesen habe, gefällt vor allem Windows-Nutzern das neue Aussehen von Ubuntu. Und allen bisherigen Nutzern, denen es nicht gefällt, ist mit einem Umstellen auf andere oder bisher verwendete Themes geholfen. So oder so, es soll vor allem neue Nutzer und nicht bestehende Linuxer ansprechen, damit Linux weiter vom überholten Image wegkommt, es sei stilitisch und von der Benutzbarkeit her schlechter als seine 2 großen prorietären Mitspieler.
Das braun-orange Theme, das Ubuntu von Anbeginn begleitet hat, ist damit Geschichte.
Es sind wirklich gute Zeiten für neutrale Standards im Allgemeinen und Webstandards im Besonderen angebrochen, wenn man in Fachzeitschriften wie “Austromatisierung” (z.B. Ausgabe 1/2010) von Produkten wie “atvise” lesen kann.
Mit “atvise” kann man Prozessabläufe und -daten visualisieren und abrufen kann man das Ganze über einen x-beliebigen Webbrowser, egal ob auf dem iPhone, auf dem Windows-Rechner oder über den Linux-Laptop. Denn das System basiert auf Webstandards: HTML, JavaScript, SVG. Sogar der Internet Explorer wird durch Tricks unterstützt (obwohl der Internet Explorer von Microsoft als Einziger diese Webstandards nur unzureichend unterstützt).
Es zeigt sich wieder einmal, dass hauptsächlich junge Firmen innovative und zukunftsträchtige Ideen umsetzen können. Alteingesessene Konzerne hätten sowas mit Silverlight, Flash oder gar ActiveX lösen wollen, wobei man dann wahrscheinlich auch noch auf den Windows Internet Explorer als Anzeigegerät beschränkt gewesen wäre.
PS: Mit Webstandards zwar nichts zu tun aber ebenso als “innovativ” beschreibbar ist die Offenlegung des Quelltextes von Ethernet Powerlink. Das ist ein außergewöhnlicher Schritt in der Industriewelt, in der die meisten nichts kennen außer auf Microsoft-Technologie aufbauende geschlossene Software.
In künftigen Versionen von Firefox werden bestimmte Bereiche des Browsers in separate Prozesse ausgelagert. Etwas ausführlicher beschrieben hat das Kadir letzten Dezember. Jedoch geht es im Prinzip darum, Plugins, die Firefox-Oberfläche und die einzelnen Webseiten in einzelnen Betriebssystem-Prozessen zu führen, damit sie sich nicht mehr gegenseitig beeinflussen und behindern können. Plugins sollen beispielsweise nicht mehr den ganzen Browser zum Abstürzen bringen und das Laden von Webseiten soll die Browseroberfläche nicht mehr einfrieren lassen.
Einen ersten Schritt in diese Richtung dieses Projekts, das Electrolysis oder (typisch amerikanisch) kurz e10s genannt wird, haben die Mozilla-Entwickler gemacht und es in einer Vorschauversion mit Gecko 1.9.3a2 veröffentlicht. Dieser erste Schritt betrifft Plugins wie z.B. Flash. Flash ist einer DER Hauptgründe für einen Absturz von Firefox. Also haben sich die Entwickler dazu entschlossen, dieses Problem als erstes anzugehen. Demzufolge heißt der erste Schritt von e10s auch Out-of-process plugins (OOPP).
OOPP soll in nicht zu ferner Zukunft auch Nutzern von Firefox 3.6 zugute kommen, indem es als 3.6.x zusätzlich zu den üblichen Sicherheitsverbesserungen veröffentlicht werden soll. Stürzt Flash ab, muss dann nur noch die betreffende Webseite neu geladen und das Plugin damit neu gestartet werden und fertig. Kein Fluchen oder Jammern mehr.
Wer mehr darüber und über neue Funktionen für Webentwickler lesen will und die Testversion ausprobieren möchte, erfährt auf hacks.mozilla.org bzw. (bebildert) im Mozilla Developer Center mehr.
Tester sind sehr willkommen. Aber bitte nicht für Produktivumgebungen nutzen! Testversionen könnten z.B. Lesezeichen und persönliche Einstellungen verlieren.
Mit jeder neuen Version von OpenOffice.org wird die Benutzerfreundlichkeit erhöht. Eine unrühmliche Ausnahme stellt die 3.1er-Reihe dar, die mehrere neue Probleme schaffte – unter anderem ungewolltes Zum-Cursor-zurückspringen oder dass Dialogfenster im Hintergrund geöffnet werden.
So sind auch in OOo 3.2 wieder einige Probleme aus meiner Usability-Liste behoben worden. Die Behebung der Problem geschah nicht wegen meiner Liste, aber wenn man bei wirklich offensichtlichen Problemen die Werbetrommel ausreichend rührt, schauen manchmal ein paar Entwickler oder Verantwortliche auf das Problem und versuchen es zu beheben.
Um die Akzeptanz bei Umsteigern weiter zu erhöhen und bisherigen Nutzern ein effektiveres Umgehen mit dem Programm zu ermöglichen, müssen noch einige Hürden genommen werden. Darum habe ich eine Liste von 10 von mir frei zusammengesuchten Problemen erstellt, die ich 2010 gern gelöst sehen würde. Und die Hoffnung stirbt zuletzt.
- Easier Cropping and rotating of images (Writer)
- Compare Document doesn’t compare tables (Writer)
- Show quantity of selected cells in the “Name Box” of the Formula Bar (Calc)
- Find & Replace: keep the “More Options” dialog open when item is selected (Calc, planned for 3.3)
- Calc loses selected range in a sheet when going to another sheet (Calc)
- “Restart Numbering” on first list item not preserved (Writer)
- Jumping when selecting image (Writer)
- Editing document with pictures and frames is jumpy (Writer)
- Deleting graphics makes display jump (Writer)
- MSInteroperability-18: watermarks (Writer)
Falls jemand diese Probleme ebenfalls behoben haben möchte, bitte ich dafür im Issue-Eintrag seine Stimme abzugeben (auf “Vote for this issue” klicken) oder in Mailinglisten oder sonstwo Entwickler direkt und konstruktiv darauf anzusprechen.
Habt ihr euch so eine Liste? Oder welche Issues würdet ihr einsetzen statt meiner?
Zu OpenOffice.org 3.0 und 3.1 habe ich ausführlichere Artikel geschrieben. Diesmal verweise ich vorzugsweise auf die bebilderte offizielle Seite Neue Funktionen in OpenOffice.org 3.2.
Auch andere haben darüber berichtet: Golem, LinuxCommunity (auch hier), Linux-Magazin, Pro-Linux.de, UbuntuUsers.de, Ubuntu-Center, derStandard.at oder Heise.
Schön zu sehen ist, dass auch einige Punkte in 3.2 behoben wurden, die in der von mir gepflegten Usability-Liste stehen.
Beim Arbeiten merke ich vor allem deutliche Geschwindigkeitszuwächse und das Ende der nervenden Zurück-zum-Cursor-Sprünge beim Scrollen.
Für 3.3 sind auch schon Neuerungen geplant. Die größten werden sicher die ersten Ableitungen aus dem Projekt Renaissance und der überarbeitete und verbesserte Druckdialog sein, der nun auch eine Vorschau der Seiten anzeigt.
Nach über 4 Jahren habe ich wieder ein großes Update gemacht. Wordpress ist nun am aktuellen Stand und der deswegen nötige Wechsel auf den neuen Server von all-inkl.com mit einer aktuelleren MySQL-Version verlief absolut problemlos. Dankeschön den Mitarbeitern der Neue Medien Münnich!
Mit der überarbeiteten Ajax-Oberfläche komme ich überraschend gut klar; ein Indiz für eine gute Benutzerfreundlichkeit. Akismet, das Antispam-Plugin musste natürlich sofort aktiviert werden. Nach anderen nützlichen Plugins muss ich erst suchen. Wenn jemand einen Tipp hat, nur heraus damit!
Den Wechsel habe ich auch gleich dazu genutzt, dem Blog ein modereres Aussehen zu verpassen. Ich hoffe, die Lesbarkeit ist mit dem dunklen Hintergrund auch bei allen Eventualitäten gegeben.
Einen ersten Nachteil im neuen Wordpress habe ich bereits gefunden: Die nützliche Vorschaufunktion unterhalb des Textfeldes, in dem man den Artikel schreibt, ist verschwunden und wurde durch eine Schaltfläche ersetzt, die eine neue Seite mit der Vorschau öffnet(!) – igitt, was für ein Rückschritt in die 90er.
SUMO ist nicht nur hilfreich, anscheinend ist es auch schmackhaft:

Manche werden mich für völlig deppert halten, aber ich gebe es zu: Ich mag das derzeitige Wetter!
Seit zwei Wochen (oder mehr?) hat es fast durchgehend zwischen -5 und -10 Grad Celsius und alle paar Tage oder Nächte schneit es mehrere Zentimeter (vorgestern musste ich abends und morgens je eine Handbreite Schnee vom Auto fegen).
Was daran schön ist? Erstens ist es nicht feucht. Das heißt, die Autos vereisen nicht wirklich und die Straßen und Wege sind keine Schlittschuhbahnen. Der Schnee ist leicht und trocken. Das macht das Schneeschaufeln wenigstens zu keinem Kraftakt. Und zweitens ist es richtig winterlich: Alles ist weiß bedeckt, wenn man mal von den braunen, gesalzenen Suppen namens Hauptstraßen absieht. So was wünscht man sich meist in der Adventszeit. Und drittens, nicht zu vergessen, versinkt Österreich nicht gleich im völligen Chaos wie andere Teile Europas, wenn es mal ein paar Zentimeter mehr schneit.
Deshalb: Bleibt cool, erfreut euch am Winter. Bald ist sowieso wieder alles weggschmolzen.
Worum es geht
Im weltweiten Netz wird derzeit an vielen Stellen über das Thema Codecs für HTML5-Vodeos diskutiert. Einige Leute unterstellen Mozilla, stur* oder blöd** zu sein. Andere meinen, Google würde mit der Forcierung von H.264 die Freiheit des Internets mit Lizenzen und Patenten untergraben.
* stur, weil sich Mozilla weigere, den angeblich besseren Codec zu implementieren
** blöd, weil Mozilla doch bitteschön die Codecs des Betriebssystems nutzen solle
Mozilla, Opera und Wikimedia unterstützen Ogg/Theora und wollen das Internet und dessen Inhalte lizenz- und patentfrei halten. Auch um den Preis, dass die Nutzer von Opera und Gecko-Browsern die HTML5-Videoplattform von YouTube in ihrer derzeitigen Form nicht nutzen können. (Übrigens: Auch Chromium-Nutzer sind dort ausgeschlossen!) Das ruft natürlich Unmut hervor und führt dazu, dass viel FUD verbreitet wird.
UnFUDing
Mozilla Firefox 3.6 verwendet den verbesserten Theora-Codec in der Version 1.1, weshalb das Argument, H.264 sei so viel besser für Nutzer und Anbieter, nicht mehr gelten kann. Ein Vergleich von YouTubes H.264 und Ogg/Theora zeigt, dass der Normalverbraucher objektiv gesehen kein Format bevorzugen kann nur allein wegen der Qualität.
Würde Google nur ein Jahr Entwicklung und Geld in Ogg/Theora investieren, wie es in der Vergangenheit Wikimedia und Mozilla bei Theora 1.1 getan haben, wären wahrscheinlich auch die letzten Reste Zweifels ausgeräumt.
Vielleicht will aber Google die aktuelle Verwirrung nur nutzen, um einen eigenen Codec zu präsentieren, der die zerstrittenen Lager gleichermaßen zufrieden stellt. Nach dem Motto: Wenn die einen H.264 nicht wollen und die anderen Ogg/Theora nicht, bieten wir (Google) euch den goldenen Gral für alle – sofern zu 100% keine Patente vermutet/verwendet und keinerlei Lizenzgebühren verlangt werden.
Und was ist mit Nokias Argument gegen Theora, dass noch unbekannte “U-Boot-Patente” auftauchen könnten, die alle Nutzer und Anbieter aus heiterem Himmel mit Geldforderungen überschütten würden? Irgendwie erinnert mich das an Microsofts nie enden wollende Behauptung, dass der Linux-Kernel mehrere Microsoft-Patente verletzten würde. Gesagt, welche das wären, oder dagegen etwas getan hat Microsoft aber nie. Wird es nicht langsam zu spät dafür?
Viel diskutiert und erklärt bei Mozilla
Da Mozilla einerseits eine Verantwortung gegenüber seinen Nutzern hat, ihnen das bestmögliche Interneterlebnis zu bieten, andererseits Mozilla aber in seinen Statuten festgelegt hat, dass die Förderung und Verteidigung eines freien Internets allen anderen Interessen voransteht, müssen die Mozilla-Verantwortlichen und wichtige Gecko-Entwickler erklären, wieso sie handeln, wie sie handeln, und sie verteidigen sich gegen Anschuldigungen. Hier auszugsweise einige Verweise:
- Debating Ogg Theora and H.264
- HTML5 video and H.264 – what history tells us and why we’re standing with the web
- Video, Freedom And Mozilla
- LCA
- ActiveX All Over Again
- H.264 Licensing And Free Software
- HTML5 Video und H.264
Warum der Video-Codec in den Browser soll
- Nicht alle Betriebssysteme haben den Codec installiert (z.B. Windows XP-Nutzer gehen leer aus) oder haben den selben Codec installiert.
- Sicherheitslücken können am schnellsten geschlossen werden, wenn sie die Browserhersteller selbst schließen und nicht warten müssen, bis sich die Nutzer dazu bequemen, auch ihre Codecs zu aktualisieren (was z.B. unter Windows nicht automatisiert passiert).
Warum Ogg/Theora (oder ein anderer lizenz- und patentfreier Videocodec) die einzig richtige Wahl für Mozilla ist
- Mike Shaver hat es vor einem Jahr in seinem Blog so formuliert:
Our commitment to the success of open video on the web requires that we select codecs for Firefox that are usable by everyone, without restriction or licensing fee. To that end, we’ve chosen Theora as the format for Firefox 3.5.
- Mozilla wird nicht (freiwillig) für H.264 Lizenzgebühren zahlen, auch wenn es theoretisch leistbar wäre. Denn auch wenn die offiziellen Firefox-Versionen damit “geschützt” wären, wären es nicht die Ersteller von Videos oder Produkte, die von Firefox/Gecko abgeleitet sind, oder Linux-Distributionen.
- H.264 ist nicht wirklich kostenlos für jeden. Irgend jemand in der Kette vom Videosoftwarehersteller und Browserhersteller bis hinunter zum Videoersteller und Endbenutzer muss Lizenzgebühren zahlen. Siehe Robert O’Callahans Kommentar H.264 Licensing And Free Software.
- Es existieren bereits Implementierungen von H.264 in freier Software. Aber die befinden sich gesetzlich gesehen in einer Grauzone und sind für Mozilla (und andere Firmen/Organisationen) nicht verwendbar.
- Auch Videoinhalte sollen wie HTML, CSS und JavaScript frei von jeglichen Lizenzen und Patenten sein, damit jeder Mensch ohne Einschränkung vom Web profitieren und daran teilnehmen kann. Wäre denn das Web heute so frei und vielfältig, wie es ist, wenn z.B. HTML lizenzpflichtig gewesen wäre? Christopher Blizzard hat dazu gesagt:
You must be able to implement and deliver that technology without requiring anyone’s permission or license. In reality this means that it should be available on a royalty-free basis and without encumbered documentation. … In the video world, there are some formats that fit the first quality: Some formats are documented, understood and even widely deployed. But more often than not they are subject to to per-unit royalties, large up-front fees and creating content in those formats (the encoders) are often so expensive as to be prohibitive to all but only the deepestpocketed corporations or well-funded startups. And there are very few video formats that meet the second. This is not the kind of decentralization that made the web thrive. It is quite the opposite. … In Firefox 3.5 we’re including support for the OGG container format with the Theora video and Vorbis audio codecs for the
<video>element. They represent one of the few combinations of formats that fits both the criteria above. They aren’t perfect formats, but they are certainly good enough for how video is used on the web today. And they are improving with time. … We hope that by releasing video from the plugin prison and letting it play nice with others we’ll be able to open up a new wave of creativity around video. - Theora erfüllt die Anforderungen der Lizenzbestimmungen des W3C. (Genaueres dazu im dritten Absatz von hjas Blog.)
- Flash ist auch proprietär, was spricht dann gegen H.264? Antwort: Flash ist nicht im Browser integriert und stellte bis jetzt die einzige Möglichkeit dar, gewisse Effekte und Videos im Web darzustellen. Mit HTML5 ändert sich das (Video-Element, Canvas, SVG, SMIL …). In Zukunft soll es besser laufen als bisher und man sollte die Abhängigkeit zu einem geschlossenen Format nicht auch noch für die Zukunft fest zementieren. Noch dazu ist Flash einer der Hauptgründe für Browserabstürze und Sicherheitslücken, die lange nicht geschlossen werden. Im Browser integrierte Komponenten können besser kontrolliert und abgesichert sowie Probleme schneller behoben werden.
- Was ist mit den Nachfolgern von H.264? Werden die auch so “günstig” sein? Man macht sich ja mit dem Codec nicht nur für die derzeitige Version abhängig, sondern auch für alle künftigen Versionen.
Meinung
Was ist eure Meinung zu dem Thema? Habt ihr weitere Argumente für und wider Ogg/Theora bzw. H.264?
Nachtrag 2010-02-18
Ruft mal die Seite http://translate.google.de/?hl=&ie=UTF-8&sl=en&tl=de#en|de|Why doesn’t Youtube HTML5 support Firefox? (dt.: Warum Untersetützt HTML5-Youtube nicht Firefox?) auf und seht euch die Übersetzung an. Google erlaubt sich dreiste Spielchen. ;-)
Ist Firefox 3.6 an Ihnen vorübergegangen? Zwischen massiven Sicherheitsproblemen mit dem Internet Explorer und dem Erscheinen von Chrome 4 ist Firefox 3.6 fast unscheinbar veröffentlicht worden. Das liegt sicher auch an dem kleinen Versionssprung. Der ist aber unbegründet, was die Arbeit unter der Haube angeht. Aufgrund der fast nicht existenten Änderungen an der Oberfläche ist der Sprung von .5 auf .6 für Endnutzer wohl doch begründet.
Jedenfalls gibt es viele unscheinbare Verbesserungen. Eine kleine Liste der Neuerungen wurde auf support.mozilla.com übersetzt.
Für mich ist besonders die höhere Reaktions- und Seitenladegeschwindigkeit ein Mehrwert sowie die Formular-Autovervollständigung, die nun wie die intelligente Adressleiste die aktuellsten und häufigsten Eingaben voranstellt und die Suche nach gespeicherten Eingaben wesentlich erleichtert.
Andere Meldungen:
- Firefox 3.6 is here!
- Firefox 3.6 Performance: Startup and Snappiness Improvements
- industry support for WOFF and Firefox 3.6
- Firefox 3.6 is out the door!
- Firefox 3.6, Mozilla.com and You
- Firefox 3.6 is here! Are your add-ons up to date?
- Firefox 3.6 is now available for download
Für das Web wichtig, wie ich finde, ist die Verfeinerung des Theora-Codecs, um freie OGG-Videos in besserer Qualität anzeigen zu können.
Derzeit tobt ja eine Art Krieg zwischen Chrome, Youtube und Videmo, die lizenzpflichtige und patentbelastete Video-Codecs durchsetzen möchten, auf der einen und den Unterstützern von OGG (Mozilla, Wikipedia …) auf der anderen Seite. Robert O’Callahan von Mozilla hat aufklärende Blogbeiträge geschrieben, wieso Mozilla nur freie Codecs unterstützen will und die HTML5-Videos auf Youtube und Vimeo mit Firefox nicht abgespielt werden können/sollen: Video, Freedom And Mozilla, LCA, ActiveX All Over Again. Das Web hat schon einige Qualen durch proprietäre oder lizenzpflichtige Formate erdulden müssen: ActiveX, GIF, Flash. Eigentlich sollten wir daraus gelernt haben …
Ich habe Mozilla bereits vor einem dreiviertel Jahr über die betrügerische Seite mozilla.at in Kenntnis gesetzt. Zwischenzeitlich gab es dort andere Software im Angebot. Ich dachte, das Thema wäre für Firefox nun erledigt. Dem ist aber anscheinend immer noch nicht so, denn die Seite ist wieder mit Firefox auf Kundenfang und sogar die österreichische Tageszeitung derStandard.at berichtet darüber.
Mozilla geht schon lange gezielt gegen solche Betrügerseiten vor, die dem Ruf von Mozilla und freier Software allgemein schaden. Ich hoffe, die Rechtsabteilung verlangt die Übergabe der Domains an Mozilla und dass dies auch gelingt. Mozilla.de konnte auch erst nach langem von Mozilla übernommen werden.
In der Zwischenzeit kann man nur warnen: Holt euch Programme nur von der Seite des Originalherstellers! Und sagt und zeigt dies auch euren Freunden und Verwandten!
Viele freie Programme sind z.B. auf SourceForge beheimatet wie das FTP-Programm FileZilla oder das Programm PDFCreator zum erstellen von PDF-Dateien unter Windows. Andere Projekte haben ihre eigenen großen Portale wie OpenOffice.org, Gimp, Inkscape – oder Firefox und Thunderbird.
Im Zweifel kann man die Suchmaschine seiner Wahl befragen. Die Herstellerseiten werden meistens weit oben gelistet.
Wie alle bekannten Open-Source-Projekte hat neben Mozilla besonders auch OpenOffice.org mit Betrügern zu kämpfen. Auf der eigens erstellten Seite OpenOffice.org und Abofallen klären sie darüber auf. Wir können auch ihnen nur alle Gute im Kampf gegen diese Betrüger wünschen.
Heute Abend gab es im Technologiezentrum Attnang-Puchheim einen Vortrag mit dem Titel „Wie funktioniert Google?” von einem Professor der FH Hagenberg. Meine Freundin und ich waren dabei und waren überrascht von der Anzahl der anderen Gäste. Der Vortragsraum war voll gefüllt. Das Thema interessiert anscheinend die Leute, die von Anfang 20 bis ins Seniorenalter vertreten waren. Der Vortrag selbst war ganz gut gehalten. Alle Zuhörer haben die vollen zwei Stunden durchgehalten (inklusive Diskussionsrunde nach dem Vortrag).
Was mich vom Vortragenden aber irritiert hat, war das Unverständnis gegenüber Open-Source. Sichtbar hat sich diese Einstellung in einer Vortragsfolie offenbart, bei der es darum ging, dass es bei Google eigentlich lockerer zugeht, als man sich das bei Informatikern sonst vorstellen würde. Der eine Satz besagte, das Leben bei Google sei nicht so trist, wie das „die Medien oder LINUX-Gurus” behaupten.
Alleine schon dieser Satz, wie er formuliert und wie die Wörter dargestellt wurden, zeigt die Einstellung des Vortragenden. Linux-Gurus? Hä!? Aber gut. Den Satz selbst will ich nicht analysieren – er hatte nichts mit dem Vortragsthema an sich zu tun.
Schade fand ich dann seine Antwort auf meinen Kommentar in der Diskussionsrunde am Ende, dass in dem Vortrag als eines der Schlüsselelemente von Google die Erwähnung von Open-Source fehle. Er meinte dann sinngemäß, najaaa, man müsse bei Open-Source ein bisschen vorsichtig sein. Es sei nicht alles gut. Es könne anderen Firmen schade. Zum Beispiel hätten Entwicklerfirmen wie Borland durch die Offenheit von IBMs Eclipse gelitten usw.
Ich dachte mir dann nur: Vor 100 Jahren hätte ein Vertreter der Schmiedezunft auch gesagt, dass die Automobilindustrie die Pferdeschmieden in den Ruin treibe. – Na, und? Das ist Evolution! Das Thema habe ich in einem älteren Artikel über die Weiterentwicklung der Wertschöpfungsprozesse angeschnitten, der auf dem Artikel Interaktive Wertschöpfung – Produktion nach Open-Source-Prinzipien des OpenSource-Jahrbuchs 2007 beruht, das wiederum einen Auszug aus dem gleichnamigen Buch von Frank Piller, Ralf Reichwald und Christopher Ihl darstellt (auch als PDF zum Herunterladen verfügbar).
Solcherlei Lektüre wäre empfehlenswert, bevor man sich über das Thema Open-Source auslässt.
Letztes Wochenende war wieder die Premiere einer Aufführung der Kellerbühne Puchheim: des Broadway-Musicals Der kleine Horrorladen (Little Shop of Horrors).
Nach vielen Monaten des Arbeitens, Vorbereitens und Probens haben die Macher und Schauspieler des Stücks ihr Werk endlich vor Publikum spielen können. Nach der Reaktion des Publikums (volles Haus!) und den Anwesenden der Presse zu urteilen, hat sich die Mühe gelohnt, denn die Aufführung war grandios! Der Applaus und die Pfiffe wollten gar nicht mehr aufhören. :-)
Es war noch aus einem weiteren Grund eine Premiere. Glänzte die Hauptbühne der Kellerbühne Puchheim bisher durch Komödien wie jene Johann Nestroys oder leichten Kriminalstücken, ist “Der kleine Horrorladen” das erste Musical, das aufgeführt wird. Das Risiko hat sich gelohnt. Alle Schauspieler haben überzeugend und berührend gesungen, besonders die Hauptdarsteller (die Darsteller des Seymour, der Audrey und des wahnsinnigen Zahnarztes Orin Scrivello).
Besonders stolz bin ich auf meine Base Ursula und ihren Freund Robert, die diese Aufführung erst möglich gemacht haben. Ursula hat die Puppen der blutgierigen Pflanze “Audrey II” gestaltet (die wirklich toll aussehen!) und am Bühnenbild mitgearbeitet. Regie, das Drehbuch, die Auswahl der Besetzung und das Bühnenbilds stammen von Robert, der sich mit seinem Perfektionismus selbst übertroffen hat. Die Monate, die die beiden quasi in der Kellerbühne “gelebt” haben, haben sich gelohnt. Meinen herzlichsten Glückwunsch, euch beiden!
Wer also in der Nähe ist, sollte sich das Stück unbedingt ansehen.
Smartphones werden nun langsam auch für einen Mobiltelefon-Puristen wie mich interessant (derzeit nur telefonieren und SMSen, kein Web, kein MMS, keine Vertragsbindung, kein Mindestumsatz). Neben dem iPhone 3GS von Apple ist nun das Nexus One von Google eine Überlegung wert, in die moderne Welt der Daueronlinemobilität einzutauchen.
Besonders neugierig wäre ich auf Android 2.1, bei dem nun die Kinderkrankheiten der ersten Android-Mobiltelefone beseitigt sind. Nette Spielereien wie die Suche nach Bauwerken mittels Foto oder den Navigations-Funktionen machen dieses Open-Source-Betriebssystem interessant. Ich würde mir die gleichzeitige Anschaffung eines Navigationsgeräts für das Auto gern ersparen. (Ja, noch habe ich sowas nicht!)
Jetzt müssen nur noch die Tarife für die Nutzung von Smartphones sinken. Die derzeitigen monatlichen Preise sind ja eine Frechheit. Schauen wir mal, was 2010 bringt.
Schön langsam tritt das ein, was ich mir schon lange denke: Googles Chrome-Browser wird bei den Marktanteilen zum Hauptkonkurrenten von Mozilla Firefox. Bei derStandard.at sind erste Anzeichen bereits zu erkennen.
Getragen wird dieser Schub von Chrome sicher durch die viele Werbung, die Google dafür betreibt. Sei es in der hauseigenen Suchmaschine oder in klassischer Plakatwerbung, wie ich sie über Silvester in Amsterdam gesehen habe:


