Beiträge der Kategorie „Webstandards“

Das Babel der Webstandards-Kompatibilität

Donnerstag, 24. Januar 2008 um 01:03 von Thomas S

Heute habe ich bei A List Apart und Heise eine Nachricht gelesen, die mir persönlich überhaupt nicht zusagt - ja, die ich gar vehement ablehne, auch nachdem ich mir die positiven Stellungnahmen dazu zu Gemüte geführt habe.

Um was geht es? Um ein neues META-Tag im Kopfbereich eines Website-Quelltextes, das den Browser dazu bringen soll, die Webseite in einem bestimmten Browser und mit einer bestimmten Browser-Version in einer bestimmten Weise anzuzeigen.

Haben Sie zum Beispiel eine Website für ein Firmen-Intranet geschrieben und auf die Technik zu Zeiten von Internet Explorer 6 und Firefox 1 ausgelegt, können Sie mit <meta http-equiv="X-UA-Compatible" content="IE=6;FF=1" /> bestimmen, dass IE und Firefox nur jene Webstandards anwenden, die zu jener Zeit aktuell waren, und nicht zum Beispiel die fehlerbereinigten CSS-Befehle verwendet werden, die es seit IE 7 gibt, durch die die Website falsch dargestellt werden könnte. (Dieses Beispiel ist theoretischer Natur, da diese Funktion nicht rückwirkend für alte Browser-Versionen eingesetzt werden kann, die es vor der Implementation des Meta-Tags in den Browser gab.) Natürlich geht das nur, wenn die Browser das neue Meta-Tag unterstützen.

Die Frage ist erstmal, ob das noch jemand unterstützen wird außer Microsoft. Mozilla? Opera? Apple? Dann gäbe es neben CSS-Hacks und Conditional Comments für den Internet Explorer auch noch als dritte Eigen(un)art diese Meta-Browser-Weichen.

Und falls doch alle Browser-Hersteller mitziehen werden, sehe ich eine unwiederrufliche Zersplitterung des Webs, in dem man noch in 30 Jahren Webseiten finden wird, die auf den IE 8 optimiert worden sind. Welcher Browser wird in 30 Jahren noch die Rendering Engine des IE 8 implementieren, bloss um Rückwärtskompatibilität zu gewährleisten?

Eigentlich war es bisher immer so, dass sich HTML-Elemente und CSS-Eigenschaften erst allgemein durchgesetzt haben, als die große Mehrheit der Browserbenutzer Browser nutzte, die diese neuen Techniken beherrschten. Was zu wenig unterstützt wurde, wurde nicht angenommen. Das führte die letzten Jahre zwar zum Stillstand (aufgrund des IE 6), ändert sich aber nun mit dem IE 7 und irgendwann IE 8, bald Opera 9.5 und bald Firefox 3 und so weiter. Wen interessiert schon, dass der Netscape 1 noch keine Tabellen beherrschte? Heute nutzt sie jeder.

Was wird aus dem Vorsatz der Unveränderlichkeit der HTML-Elemente und CSS-Eigenschaften, wenn dieses Browser-Meta-Tag eingeführt wird? Können Elemente dann ihre Eigenschaft wechseln, wenn man eh entscheiden kann, ob <span> heute ein Inline-Element ohne Formatierung ist und beim IE 10 und HTML 6 dann doch ein Inline-Element mit speziellen Eigenschaften wird? Die Aufhebung der Unveränderlichkeit (die in Grundzügen schon in HTML 5 geschieht) führt auf lange Sicht zu totalem Chaos (und wer kann schon sagen, was in 20 Jahren passieren wird).

Die dauernde, fortschreitende Weiterentwicklung des Webs und dessen Techniken, von der Aaron Gustafson bei A List Apart spricht, wird technisch gesehen zwar nicht aufgehalten, aber wenn die Webentwickler anfangen, dieses neue Meta-Tag einzusetzen und ab Veröffentlichung des IE 8 auch anzuwenden (und zwar mit dem Eintrag “IE=8″, da dann immer noch die Mehrheit der Webbenutzer den IE verwenden werden), werden alle diese Webseiten aufhören, ihren Betrachtern die neuesten Techniken zu bieten, die zur Verfügung stehen. Das ist dann Stillstand. Bis alle Funktionen von CSS 2.1 + Module von CSS 3 und HTML 5 in Browsern implementiert sind, werden alle Webentwickler auf HTML 4 und dem derzeitigen CSS 2.1-Stand optimieren und keiner wird sich weiterbilden wollen, “da HTML 4 mit ein bisschen CSS ja funktioniert”. So wird das noch lange Jahre weitergehen.

Gut. Vielleicht irre ich mich. Aber je mehr Möglichkeiten man Leuten bietet, desto mehr verkomplizieren sie die Angelegenheit.

Wieso soll das Web bis in alle Ewigkeit büßen für die Schwäche der alten (bisherigen) IE-Rendering Engine? Wer vor 3 Jahren auf Firefox 1 optimiert hat, bekommt auch mit Firefox 3 noch eine richtige Webseite vorgesetzt. Sagen wir den Webentwicklern doch einfach: „Hört auf auf den IE zu optimieren, baut Seiten mit Hilfe von Browsern, die am aktuellsten Webstandards-technischen Stand sind und korrigiert die IE-Fehler mit Conditional Comments.” Und auf unvermeidliche Darstellungsfehler durch den IE 8 muss man sich halt vorbereiten. Sagen Webstandards-Unterstützer nicht dauernd, Webseiten sind keine gedruckten Plakate, sondern dynamisch und nicht immer und überall gleich aussehend? Gilt das nun nicht mehr?

Weitere (meist) negative Meinungen:

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Acid 3-Test

Montag, 14. Januar 2008 um 22:14 von Thomas S

Safari, Konqueror und Opera bestehen den berühmt-berüchtigten Acid 2-Test schon eine ganze Weile. Firefox 3 wird ihn ebenfalls bestehen und tut dies in der Entwicklerversion schon seit über 1 Jahr (siehe mein Beitrag dazu im Dezember 2006: Gecko 1.9 besteht den Acid2-Test). Vor kurzem haben auch die Entwickler des Windows Internet Explorers bekannt gegeben, dass die nächste Version (Internet Explorer 8) den Acid 2-Test bestehen wird.

Nun, da alle größeren Browser den 2. Test bestehen oder in der nächsten veröffentlichten Version bestehen werden, feilen die Entwickler der vorigen Tests an Acid 3. Er soll Web 2.0-Techniken prüfen und nicht mehr statische HTML- und CSS-Techniken wie Acid 2.

Ian Hixie ruft in seinem Blogbeitrag The competition for you to come up with the best test for Acid3 zum Testen des noch unfertigen Acid 3-Tests mit diversen Browsern.

Mit meinem aktuellen Browser Mozilla/5.0 (X11; U; Linux i686; de; rv:1.8.1.11) Gecko/20071204 Ubuntu/7.10 (gutsy) Firefox/2.0.0.11 ging der Test bei Nr. 64 schief und blieb stehen.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf den fertigen Acid 3-Test, wie die aktuellen Browser (inklusive Firefox 3) abschneiden werden und wie lange es diesmal dauern wird, bis alle großen Browser Acid 3 bestehen. Die Jagd möge beginnen!

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Webstandard-Adventskalender 2007

Donnerstag, 29. November 2007 um 21:19 von Thomas S

Ab Samstag ist es wieder soweit: Der Adventskalender 2007 der Webkrauts öffnet sein erstes Türchen mit insgesamt 24 Artikeln zum Thema Webstandards und Webtechniken.

Der Adventskalender ist jedem, der sich mit dem Web beschäftigt, sehr ans Herz gelegt. Ebenso empfehlenswert sind die Artikel der Kalender des Jahres 2006 und 2005.

Auf zu den Webkrauts:
http://www.webkrauts.de/

Banner: 1. bis 24. Dezember 2007: Adventskalender der Webkrauts

Weitere Infos zum Kalender:
Offizielle Pressemitteilung
Ankündigung im Blog von Jens Grochtdreis

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Die Zukunft von HTML und XHTML

Sonntag, 25. März 2007 um 16:23 von Thomas S

Es ist gar noch nicht lange her, als Tim Berners-Lee das Wiederaufleben der HTML-Arbeitsgruppe des W3C verkündete. Das wäre an sich eine freudige Nachricht, wenn es da nicht schon seit Ewigkeiten die XHTML-Arbeitsgruppe gäbe, bei der jedoch Fortschritte nur mit der zeitlichen Lupe festzustellen sind.

Wer sich mit einem Vergleich von (X)HTML 5 und XHTML 2 über mögliche kommende Neuerungen informieren will, dem sei die Übersetzung des XHTML.com-Artikels (X)HTML 5 und XHTML 2 im Vergleich von Jens Meiert empfohlen.

Mehr zum Thema:

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Gecko 1.9 besteht den Acid2-Test

Samstag, 9. Dezember 2006 um 01:12 von Thomas S

Gecko 1.9 (aus dem nächstes Jahr Firefox 3 entstehen wird) besteht nun in regulären Nightly-Trunk-Builds namens Minefield den Acid2-Test, den auch schon Opera und andere kleine Browser bestehen.

Acid2-Smiley bei webstandards.org

Bildschirmfoto von Minefield mit vollständig und richtig dargestelltem Acid2-Smiley

Die genaue Build-Bezeichnung lautet Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.9a1) Gecko/20061208 Minefield/3.0a1 ID:2006120804 [cairo]. Das MozillaZine-Thema zu diesem Build findet man unter The Official Win32 20061208 [Trunk] build is out.

Bugzilla-Einträge dazu:

Firefox-Browser.de-Forumseinträge dazu:

David Baron hat über ein Jahr daran gearbeitet. Am Ende wurden daraus 201 geänderte Dateien, 8726 neue Zeilen und 18253 gelöschte Zeilen. Glückwunsch zu diesem erfolgreichen Kraftakt. Aber noch ist die Arbeit nicht vollendet. Nun folgen die ganzen Fehlerbereinigungen, die Tester der Nightly-Builds melden können. Mit Gecko 1.9 Alpha 2, das im Jänner 2007 erscheinen soll, kann dann ganz offiziell mit einer Alpha-Version getestet werden.

Zum Abschluss:
Ars Technica hat einen ausführlicheren Artikel (in englischer Sprache) über die neuesten Entwicklungen für Firefox 3 geschrieben: A first look at Firefox 3.0

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IE7: Sachen zum Lachen

Freitag, 24. November 2006 um 16:16 von Thomas S

Warnung: Dieser Artikel ist subjektiv gefärbt. Für optimales Lesevergnügen, speziell von IE-Nutzern, empfehle ich den Objektivitätsmodus einzuschalten und meine herablassenden Untertöne zu überlesen.

Bis vor einer Weile dachte ich noch, der IE7 wäre optisch ein überzeugendes Produkt, das in Zukunft viele vom Umstieg auf andere Browser abhalten wird oder das eine Reihe von Leuten wieder zurückholen wird in die Arme der Internet Explorer-Benutzerschaft. Denn mit überzeugender Optik hat Microsoft noch jedem technisch überlegenden Konkurrenten das Handwerk gelegt.

Eins

Damals testete ich eine Standalone-Version des IE7 und dachte noch an ein paar künstlerische Zaubergriffe von Microsoft. Nun aber sehe ich das Endprodukt, und das sieht alles andere als so toll aus, wenn man eine Bewertung aller Browser machen würde. Vor allem im klassischen XP-Theme ist das Ergebnis eher peinlich.

Das war schon mal die erste Schmunzelei.

Zwei

Die nächste ist die Platzierung der Symbolemente. Es ist schon sehr verwunderlich, dass man Aktualisieren und Stopp weit weg von Vor und Zurück zwischen Adresszeile und Suchleistegesetzt hat. Die Gedrängtheit in der darunter liegenen Symbolleiste ist noch seltsamer. Da tummeln sich die Lesezeichen-/Favoritenverwaltung, alle Registerkarten mitsamt Vorschau sowie alle Menüeinträge, für die es früher die Menüleiste gegeben hat. Prost Mahlzeit.

Drei

Die Zoom-Funktion ist wirklich witzig (oder lächerlich), denn sie zoomt wirklich alles, auch die Seitenbreite und die Scrollbalken. Vertikale Horizontale Scrollleisten und das hin- und herscrollen (nicht rauf- und runterscollen) werden die nächsten Jahre einen Boom erleben mit dem IE7. Wenn das nicht die Freunde eingefärbter Scrollleisten freut. Sogar meine Website oesterchat.com bekommt beim Zoomen vertikale Scrollbalken, obwohl die Maximalbreite des Inhalts noch lange nicht an den Fensterrand trifft.

Dem Problem mit dem Seitenzoom hat man sich bei den Webkrauts schon gewidmet: Seitenzoom - Ärger vorprogrammiert.

Vier

Die Internetoptionen sind noch immer verschachtelt, verkorkst, klein und unübersichtlich wie schon Mitte der Neunziger. Wenn man etwas sucht, findet man es meist in einem Untermenü eines Untermenüs einer Registerkarte der Internetoptionen. Aber man ist das ja aus anderen Optionenmenüs von Windows gewöhnt.

Fünf

Zur Webstandards-Unterstützung habe mich früher schon geäußert. Alles in allem ist es sehr erfreulich, dass die gröbsten CSS-Fehler bereinigt und ein paar neue Funktionen hinzugefügt wurden (transparente PNG-Bilder, position:fixed und min-width/max-width seien hervorgehoben), trotzdem weist der IE7 immer noch die größten Mängel aller bekannteren Browser auf. Das ist weiterhin ein Armugszeugnis für die milliardenschwere Entwicklerfirma und sollte jeden Webentwickler und Freund von Webstandards abhalten, seine Werbung für andere (”alternative”) Browser aufzugeben.

(Eigentlich ist dieser Punkt nichts zum Lachen sondern zum Weinen. Aber wer nicht mehr lachen kann, hat sowieso schon verloren.)

Sechs

Wenn wir schon bei Webstandards angelangt sind, kann man auch gleich ein Beispiel nennen, an dem man sieht, wie weit die Entwickler bei Microsoft noch entfernt sind – Hilfe von Webstandards.org für Microsoft hin oder her. Dies ist dann die letzte Lachnummer für heute.

Öffne eine neue Registerkarte im Offlinebetrieb, wenn nur eine leere Seite als Startseite angegeben ist, und betrachte den Quelltext der erscheinenden Seite. Sie nennt sich “Registerbrowsen” (hust) mit der Überschrift “Sie haben eine neue Registerkarte geöffnet.” Das haben wir wirklich, und diese Seite sieht optisch sehr hübsch aus. Aber der Quelltext offenbart den schlimmsten Webstandards-Horror.
Für dieses simple Dokument in HTML 4.01 Transitional werden JavaScripte und Layouttabellen verwendet, dass sich die Balken biegen, jede Ausgabezeile hat sein eigenes ID- oder Class-Attribut und sogar eine Mischung aus HTML- und XHTML-Schreibweise kommt vor. Das, meine Damen und Herren, ist wahrlich ein Armutszeugnis, das sich gewaschen hat.

Achja, neben Webstandards hat Microsoft auch anderweitig Probleme: Zum Beispiel wird auf der Seite, auf der man Suchmaschinen seiner Suchleiste hinzufügen kann (Link), der alte und vielgerügte Satz: „Klicken Sie hier, um mehr darüber zu erfahren.” verwendet, wobei die ersten 3 Wörter natürlich den Hyperlink darstellen …

Ausblick

Dieses Jahr wurde ich geblendet von der Zusammenarbeit Microsofts mit Webstandards.org und dem Hinzufügen einiger weniger, aber wichtiger CSS-Befehle. In älteren Beiträgen kann man meine Hoffnung auf Besserung in Zukunft beim IE-Entwicklerteam nachlesen. Mit ein paar Notreparaturen hat sich aber nichts geändert, wenn man die Sache näher betrachtet. Das IE-Team muss seinen Willen erst noch beweisen mit IE8. Dort zählt dann die Ausrede nicht mehr, dass sie zuerst Arbeiten an der Benutzeroberfläche durchführen müssen, anstatt die (schwierigeren) Reparaturen am Innenleben des IE zu machen.

Man darf gespannt sein, ob IE7 den Abwärtstrend des Microsoft-Browsers stoppen kann. Dass man über dieses Teil und seine Auswirkungen lachen und weinen kann, ist sicher auch für die Zukunft garantiert.

Positives an der Oberfläche

Zum Abschluss nun noch Dinge, die mir am IE7 gefallen:

  • dass die Tabs “Registerkarten” heißen,
  • dass die Druck-/-vorschaufunktion sehr gut und komfortabel ausgeführt wurde,
  • dass es eine eingebaute Registerkartenübersicht gibt (obwohl sie nicht optimal ausgeführt wurde, da z.B. die Schließen-Schaltfläche nicht vom Vorschauinhalt optisch getrennt ist und man sich verklicken könnte)

und vor allem

  • dass neue Nutzer sanft in die neuen Themengebiete wie Registerkarten, Suchleiste und Feeds eingeführt werden.

Dieser letzte Punkt fehlt mir vor allem immer wieder bei Firefox. Je mehr Firefox auch von technisch Nichtversierten genutzt wird, um so mehr zeigt sich dieses Fehlen an Hilfeleistung. Ein paar spärlich bestückte Webseiten reichen da nicht aus. Da muss mehr im Browser selbst vorgeführt werden wie im IE7 mit dem Informationstext in neuen Registerkarten oder den Fragen beim ersten Browserstart (dies sollte beliebig wieder aufzurufen sein, um z.B. dem Onkel, dem man Firefox installiert hat, später noch die Möglichkeit zu geben, die Informationen in Ruhe zu lesen).

Bitte an IE6-Nutzer

Und eine Bitte an die IE6- und überhaupt alle Windows XP-Benutzer: Wechselt bitte auf den IE7, damit der noch größere, uralte Schrott namens IE6 möglichst bald in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. Andere Browser auszuprobieren ist natürlich weiterhin angeraten – besonders für ältere MS-Betriebssysteme.

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Webkrauts-Adventskalender im Dezember

Sonntag, 12. November 2006 um 01:56 von Thomas S

Bald ist Vorweihnachtszeit, und wie schon voriges Jahr präsentieren fleißige Webkrauts-Mitglieder einen Webstandards-Adventskalender mit allerlei nützlichen Informationen zum Thema Webdesign, Standards und Zugänglichkeit. Jeden Tag vom 1. bis zum 24. Dezember wird ein Artikel zu diesen Themenbereichen erscheinen.

Merkt euch also vor, im Dezember täglich bei den Webkrauts vorbeizuschauen!

Webkrauts! - Webstandards für ein besseres Web

PS: Natürlich gibt es auch vor (und nach) dem Dezember lesenswerte Artikel.

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CSS3-Wettbewerb

Samstag, 5. August 2006 um 16:14 von Thomas S

CSS3.info veranstaltet von 1. bis 31. August 2006 einen Wettbewerb. Teilnehmen kann jeder, der entweder einen Beitrag für die Website CSS3.info verfasst oder einen Patch für Webkit oder Mozilla schreibt, welcher neue CSS3-Funktionen in diese Browser integriert.

Zu gewinnen gibt es eine Reihe von Software-Lizenzen.
Mehr zu den Voraussetzungen, Terminen und Gewinnen gibt es auf CSS3.info:
The big Summer Holiday contest!

Ich hege zwar keine großen Hoffnungen auf CSS3-Patches für Mozilla (Gecko), aber so ein Wettbewerb ist auf alle Fälle eine gute Idee. Auf, auf, ihr Programmierer!

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Achter Arbeitsentwurf von XHTML 2.0 fertig

Donnerstag, 27. Juli 2006 um 23:59 von Thomas S

Nach über einem Jahr seit dem letzten Arbeitsentwurf ist nun Nummer 8 veröffentlicht worden:

XHTML™ 2.0: W3C Working Draft 26 July 2006

Über die Änderungen zwischen Version 7 und 8 habe ich mich noch nicht informieren können, die dürften aber nicht so weltbewegend sein. XHTML 2.0 soll nun großteils abwärtskompatibel sein (was zu Beginn der XHTML 2-Entwicklung gar nicht der Fall war; was aber auch nötig sein wird, damit diese Spezifikation überhaupt die Chance hat, Bedeutung zu erlangen).

Zu XHTML2 & XForms gibt es eine Einführung von Steven Pemberton vom letzten Jahr.

Damit Leute später überhaupt XHTML 2.0 verwenden werden ist es entscheidend, dass es leicht zu verstehen ist. Wer einen Blick über die Spezifikationen von XPath, XLink, XForms und so weiter geworfen hat, wünschst sich mal wieder eine leicht zu lernende W3C-Empfehlung, die nicht nur für wenige Spezialisten geschrieben ist sondern für die breite Masse (auch der WYSIWYG-Hobbybastler).

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Windows XP mit CSS

Freitag, 14. Juli 2006 um 20:28 von Thomas S

Ja, mit CSS und tabellenlosem Design kann man hübsche Dinge machen.

The Windows XP CSS Demos

Nette Idee von Kevin Stone. (Gefunden über Web Devout.)

Zusatz am 15.07.2006: Über Labuschin habe ich auch noch das gefunden Playing With CSS: How To Create A Luna Windows Menu. Passt irgendwie zum Thema.

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Dubiose Werbefirmen

Donnerstag, 8. Juni 2006 um 21:52 von Thomas S

Mein Chef hat heute eine Werbefirma („Agentur für neue Medien, Informationstechnologie und Werbung“) zu einem Gespräch über bessere Suchmaschinenplatzierung für die Firmen-Website eingeladen. Der Chef war zwar nicht anwesend, dafür 2 Kollegen (Verkäufer) und meinereiner.

Vorstellig geworden ist der junge „geschäftsführende Gesellschafter“ dieser Werbefirma und hat lang und breit über Methoden für eine bessere Platzierung in Google (wohlgemerkt nur darin) berichtet. Da war schwammig von der Verbesserung einzelner Webseiten die Rede („Überschriften in HTML sind wichtig“, siehe Code-Beispiel weiter unten), vom Einfügen wichtiger Suchbegriff in eine Seite sowie von seltsamen Extraseiten(?!) für Suchmaschinen. Und Google Adwords wurde empfohlen und preislich mitveranschlagt.

Für Leute ohne webtechnisches Hintergrundwissen war der Vortrag sicher überzeugend. Auch preislich. Aber wenn man sich mit der Materie auskennt, wird man damit nicht glücklich. Ich habe mir danach erlaubt, die Website dieser Werbefirma anzusehen und ein paar Kundenauftritte – und meine schlimmsten Befürchtungen von vor dem Gespräch wurden von der beinharten Realität eingeholt und überholt.

Die Werbefirma missachtet jede Konvention guten Webdesigns, von Barrierearmut und Zugänglichkeit: 95% Flash-Seite, ohne JavaScript kann man das Flash gar nicht starten, die Startseite (die einzige HTML-Seite) ist mit Frames (samt inhaltslosen „blank“-Frames) vollgepflastert und ohne CSS gar nicht bedienbar, zudem springt die Flashseite als Popup auf. Ich konnte nur noch lachen vor Trauer.

Beispiel, wie Seitenteile von ominösen Werbefirmen aussehen können, die nachweislich begriffen haben, wie das Web und Suchmaschinen funktionieren:

<noframes>
<body>
<h1>XXXX - Agentur für neue Medien, Informationstechnologie und Werbung </h1>
<h1>Mail-Marketing </h1>
<h1>Webhosting Webdesign Content Management </h1>
<h1>E-Business </h1>
<h1>email-Marketing </h1>
</body>

Die Kundenauftritte sind angeblich mit einem CMS gemacht mit Namen metaXchange. So scheußlich wie der Quälcode dieses CMS ist auch das Aussehen: eingeengt in kleinen Rahmen (somit bekommt man hübsche zusätzliche Laufleisten im Inhaltsbereich), Frames lassen die URI nicht erkennen und Popups sind sowieso sehr beliebt, zum Beispiel bei Anfahrtsplänen. Sogar PHP-Fehlermeldungen erscheinen mal im Quelltext. Sehr hübsch anzusehen.

Nun gut.

Erstes Fazit (Nicht, dass ich es vorher nicht schon gewuss hätte, aber man braucht immer wieder eine Bestätigung.): Werbefirmen können per se kein HTML und CSS, verstehen nichts vom Wesen des Webs, von Barrierearmut und Zugänglichkeit und nichts von vernünftigem Einsatz moderner Technologien. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber in Oberösterreich gibt es solche Firmen meines Wissens nicht. Woodshed lässt grüßen.

Zweites Fazit: Dem Chef ausreden, dass es Suchmaschinenoptimierung gibt, ohne dass die Website an sich geändert (sprich: verbessert) wird. Leider gibt es derzeit Mangel im Geldbeutel für solche Ausgaben und Cheffe will schnelle Resultate (zumindest schneller und billiger, als ein Redesign samt neuem CMS möglich wäre). Meinen zwei Verkaufskollegen habe ich dies wenigstens schon vermitteln können.

Da lobe ich doch meine saubere Arbeitsweise, die handfeste Ergebnisse liefert, ohne auf Tricks oder mühsame Nachbearbeitung angewiesen ist: Semantik, Validität, gute und aussagekräftige Inhalte. Aber ich bin auch kein Werbefachmann.

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T3N Magazin

Donnerstag, 23. Februar 2006 um 20:15 von Thomas S

Über eine Suchmaschine habe ich einen Artikel über das T3N-Magazin gefunden.

Ich hörte da zum ersten Mal von diesem Magazin, aber schon der erste Absatz auf der Seite des Magazins war erbaulich:

Die erste Ausgabe des T3N Magazin ist inzwischen vollständig vergriffen. Am 6. März 2006 erscheint die mittlerweile dritte Ausgabe. T3N 01/2006 liegt eine CD-ROM bei, die VMware Player, Ubuntu Linux als virtuelle Maschine, eine Asterisk-Distribution, OTRS 2.0 (Trouble-Ticket-System), Firefox 1.5, Thunderbird 1.5 sowie ein TYPO3-Poster in DIN A0 als PDF-Datei enthält.

Mit Typo3 habe ich zwar noch nichts am Hut (die Website des Magazins selber wurde auch mit Typo3 erstellt, der Quelltext sieht aber fast so scheußlich aus wie mit Frontpage erstellt), aber Themen wie Open-Source-Marketing, XHTML2, Barrierefreie Websites (mit Typo3) lassen einen guten Inhalt erahnen.

Ich werde es (noch) nicht kaufen. Falls es wer vorhat oder bereits gekauft hat, bitte melden, ob es wirklich lesenswert ist. :)

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Staatsgalerie Stuttgart

Montag, 13. Februar 2006 um 22:20 von Thomas S

Durch Zufall findet man die interessantesten Webseiten. So auch vor wenigen Minuten. Da habe ich auf der Suche nach etwas die Staatsgalerie Stuttgart gefunden mit dieser Seite Webstandards und Browser und einem (aus meiner Sicht) wundervollen Text darin. Es wird erklärt, dass die Website auf Webstandards und Zugänglichkeit getrimmt ist und schließt ab mit dem Absatz, ich zitiere:

Standardkonforme Browser

Alle im Folgenden aufgeführten Browser halten sich mindestens weitestgehend an Standards. Unabhängig von unserer Site werden Ihre Webexkursionen auch an zahllosen anderen Stellen wesentlich vergnüglicher, wenn Sie sich einen dieser (ausnahmslos gratis erhältlichen) Browser gönnen:

Nur bedingt standardkonform:
Internet Explorer 5 und 6

Für den nach wie vor satten Marktanteil des Internet Explorers gibt es viele Gründe, aber ganz sicher keine qualitativen. Die CSS-Umsetzung ist mit zahllosen Fehlern behaftet, die »aktuelle« Version 6 bereinigt zwar Fehler der Version 5, wartet dafür aber wieder mit neuen auf. Da der Explorer zudem mit erheblichen Sicherheitslücken behaftet ist, spricht unter dem Strich eigentlich nichts für seinen Einsatz. Sofern Sie sich nach wie vor mit diesem traurigen Stück Software plagen, können wir Sie dahingehend beruhigen, als wir mit einer Reihe von »Browser-Hacks« die gröbsten Explorer-Fehler umgehen, und die Darstellung immer noch akzeptabel sein sollte.

Man findet doch immer wieder Seiten, die einen erfreuen und Trost geben in der Webentwickler-Wüste World Wide Web

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Transparenz mit CSS

Sonntag, 12. Februar 2006 um 00:49 von Thomas S

Ich surfte vorhin ein bisschem rum und kam auf die Seite von Jens Meiert. Dieser hat zu Weihnachten einen Artikel über CSS 3 geschrieben: CSS der Zukunft. Dort habe ich das erste Mal von der Möglichkeite gelesen, dass für Transparenz von Objekten im Gecko-Browsern der Befehl -moz-opacity vorhanden ist. Das wäre dann nach -moz-border-radius der 2. proprietäre Mozilla-Style-Befehl, den ich mir sehnlichst als CSS-Spezifikation wünsche. Und ich habe es gleich getestet. Auf der Startseite meiner persönlichen Website habe ich das Bild ein wenig transparent gemacht mit -moz-opacity: .65.

Wie gesagt, ich kann proprietären Code nicht leiden. Aber Mozilla macht es wenigstens auf eine vernünftigere Weise mit der Vorabeinbindung einer geplanten CSS-Spezifikation in genormter Weise (mit -moz-) und nicht wie Microsoft mit filter.

Anmerkung: Natürlich ist jede Einbindung von proprietären CSS-Angaben ohne Auswirkung auf Browser, die dies nicht verstehen! (Nichttransparenz schadet dem oben angesprochenen Bild nicht, Ecken statt Rundungen schaden auf futschy.oesterchat.com ebenfalls niemandem) Zugänglichkeit ist das erste Gebot einer Website.

Die Arbeit an der CSS-Spezifikation ist im CSS3 Color Module zu finden.

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BIK

Sonntag, 16. Oktober 2005 um 01:48 von Thomas S

Die Website www.bik-online.info habe ich heute zufällig gefunden und bin sehr erfreut darüber, dass es so etwas gibt. BIK steht für barrierefrei informieren und kommunizieren. Siehe auch www.bik-online.info/bik/index.php: Barrierefrei informieren und kommunizieren, Webangebote besser zugänglich machen und so die Arbeitsplatzchancen behinderter Menschen verbessern: darum geht es im Projekt BIK.

Am Interessantesten finde ich den Artikel über Online-Ausgaben von großen deutschen Zeitungen/Zeitschriften: der Zeitungentest. Sie zeigt leider, dass ein Großteil der Verleger den Nutzen von Barrierearmut noch nicht begriffen hat. Wobei das wiederum die allgemeine aktuelle Stimmung im World Wide Web widergibt. stern.de schneidet am besten ab, FAZ, bild.de und derstandard.at am schlechtesten. Persönlich hat es mich bei derstandard.at zum Beispiel nicht gewundert, da diese Website echt schrecklich ist.

Für die Zukunft werde ich diese Seite sicher vormerken und des öfteren besuchen.

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