Beiträge der Kategorie „E-Mail“

Thunderbird 3 geplant

Mittwoch, 30. Januar 2008 um 01:22 von Thomas S

Nun endlich ist es soweit. David Ascher, Chef der neuen selbständigen Mozilla-Ableger-Organisation für das Mail-Programm Thunderbird, hat sich mehrere Monate lang eingearbeitet, um herauszufinden, wo es bei Thunderbird hakt, welche Leute engagiert werden können und welchen Weg das Programm in Zukunft einschlagen soll.

Endlich hat Ascher in einem Newsgroup-Beitrag einen groben Zeitplan veröffentlicht und eine neue Webseite für die Grundrichtung der Entwicklung von Thunderbird 3 im Mozilla-Wiki eingerichtet. Damit sollte nun zumindest jene Zweifler beruhigt sein, die am Ende der Weiterentwicklung von Thunderbird (unter der Regie von Mozilla) gedacht hatten.

Was sind die Ziele von Thunderbird 3?

  • Thunderbird muss mit der Weiterentwicklung der Mozilla-Plattform (Gecko usw.) mithalten
  • Verbreitungsgrad von Thunderbird steigern
  • Kalender-Erweiterung Lightning fix integrieren
  • Online- und Offline-Kommunikation integrieren
  • Serverlosen Instant Messenger von retroshare.sf.nett integrieren
  • Benutzerfreundlichkeit der Suchfunktion in Mails verbessern
  • Thunderbird 3 wird auf Gecko 1.9 aufsetzen

Keine Ziele

  • Thunderbird 3 wird nicht die letzte Version des Open Source-Mail-Programmes sein.
  • Nicht alle wünschenswerten Fehlerbehebungen und Funktionsverbesserungen können eingearbeitet werden. Manches muss in einen längeren Zeitplan eingeplant werden und z.B. auf Thunderbird 4 warten.

Wie Thunderbird 3 mehr Nutzer ansprechen könnte

  • Neues Design der Benutzeroberfläche
  • Einfachere Konfiguration von E-Mail-Konten (z.B. der Nutzer soll beim Anlegen eines neuen Accounts nur noch seinen Namen und die E-Mail-Adresse eingeben und Thunderbird sieht in einer Online-Datenbank nach, welche weiteren Daten notwendig sind - POP3/IMAP-, SMTP-Angaben usw. - und vervollständigt es selbständig)
  • Integration von Lightning 1.0, möglicherweise mit GData-Provider
  • Schnelleres Durchsuchen von Mailinhalten
  • Serverlosen Instant Messenger von retroshare.sf.nett integrieren
  • Verbessertes Adressbuch
  • Unterstützung von GMail-IMAP
  • Ausgewählte zusätzliche Verbesserungen wie z.B. die Verarbeitung von winmail.dat-Anhängen (Vorschläge einreichen!)
  • Behebung von wichtigen Fehlern (Vorschläge einreichen!)

Wie Thunderbird 3 mehr Entwickler ansprechen könnte

  • Erleichterungen für die Entwicklung von Thunderbird-Erweiterungen mit STEEL und besseren API-Dokumentation
  • Umwandlung des derzeitigen Adressbuch-Formats in eine SQLite-Datenbank
  • Umwandlung des derzeitigen Mail-Speicherformats Mork in eine SQLite-Datenbank
  • Aufräumarbeiten im Code und in der XUL-Ebene
  • Unterstützung für Roaming (Synchonisation)
  • Festlegung einer von zwei Varianten, Tabs in Thunderbird anzuwenden

Zeitplan

Die erste Alpha-Version soll noch im 1. Quartal 2008 erscheinen. Beta-Versionen ohne Kalender-Erweiterung im 2. Quartal, mit Kalender-Erweiterung im 3. Quartal. Möglicherweise (für die Öffentlichkeit) funktionstüchtige Thunderbird 3-Versionen solles im 4. Quartal geben. Wer weiß, wenn die Entwicklung wider Erwarten rasant schneller wird, könnte es Ende 2008 einen neuen Thunderbird 3 geben.

PS: Alle diese Angaben sind noch mit Vorsicht zu genießen, da es sich um eine frühe Entwicklungsphase handelt und noch vieles umgekrempelt werden kann.

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Spicebird - vielleicht der neue Bruder von Thunderbird

Dienstag, 15. Januar 2008 um 20:16 von Thomas S

Wenn alles gut geht, kann Spicebird das Thunderbird-Pendant zu dem werden, was Outlook zu Outlook Express/Windows Mail ist: ein PIM.

Spicebird wird von indischen Entwicklern von Synovel programmiert auf Basis des Codes der Mozilla-Programme Thunderbird und Lightning. Es soll Mail-, Aufgaben- und Adressverwaltung sowie eine Kalenderfunktion bieten und auch als Chatprogramm mit dem Jabber-Protokoll dienen.

Derzeit liegt Spicebird in Version 0.4 öffentlich vor und kann getestet werden. Beim eigenen Ausprobieren erscheint mir Spicebird als in einer frühen Alpha-Phase (obwohl es als Beta bezeichnet wird). Noch ist viel zu tun bei der Optik, der Bedienung und den Funktionalitäten. Und es ist noch ein weiter Weg bis zu Version 1.0, die auch Unterstützung für Microsoft Exchange bieten soll. Als Alpha-Software macht Spicebird aber bereits einen vielversprechenden Eindruck.

Weitere Eindrücke können bei diversen Blog-Beiträgen nachgelesen werden.

Bei Spicebird zeigt sich das Gute an Open Source und Freier Software: Man kann von der Arbeit anderer profitieren und seine Arbeit darauf aufbauen und muss nicht alles wieder von Anfang an neu programmieren. So kann auch ein relativ kleines Team ein verbessertes Produkt aus einem bereits bestehenden entwickeln.

Pflegen die Entwickler von Spicebird andersrum ihre neuen Codes auch in Gecko, Thunderbird und Sunbird/Lightning ein (sofern das möglich und von der Community erwünscht ist), profitiert die Mozilla-Community auch von Spicebird und zusätzlich haben die Spicebird-Entwickler in Zukunft weniger Arbeit, wenn Sie aus aktuelleren Mozilla-Trunkbuilds neue Spicebird-Versionen generieren.

Dieselbe Hoffnung auf Code-Beiträge externer Entwickler hegt die Mozilla-Community auch beim Eudora-Projekt “Penelope”, das Thunderbird das Aussehen und die Funktionalität von Eudora (einem eingestellten Closed Source-E-Mail-Programm) bieten soll. Noch sind die Eudora-Entwickler aber noch nicht so weit, dass sie Neuerungen in den Mozilla-Code integrieren können; aber in der Zukunft ist das vorgesehen.

Lassen wir uns überraschen, wie rasch und in welche Richtung sich Spicebird entwickelt. Um ähnliche Funktionalität zu bieten wie Outlook, ist hie und da noch sehr viel Arbeit zu leisten. Der Aufwand wird sich aber lohnen, damit endlich ein plattformübergreifendes OpenSource-PIM vorhanden sein wird. (Hoffentlich wollen die Synovel-Entwickler in die Outlook-Richtung vorstoßen - was immer noch eine Open Source-Marktlücke ist, zumindest unter Windows. Gewiss ist ihre Intention ja auch nicht.)

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Umstieg auf neue Software (oder: Schulung für alle)

Montag, 29. Oktober 2007 um 22:05 von Thomas S

Seit Jahren habe ich darauf hingearbeitet. Zuerst kam die Umstellung auf Firefox 1.0. Dann folgte der Schwenk von MS Office XP auf OpenOffice.org 2.0. Dann wagte ich die Migration von MS Outlook XP auf Thunderbird 1.5 (später mit der Kalendererweiterung Lightning vervollständigt). Schließlich ersetzte ich all meine proprietäre Software unter Windows durch Gegenstücke aus der Welt der freien Software (FOSS).

Was habe ich daraus gelernt? Es gibt Gutes und Schlechtes über FOSS-Produkte zu sagen, aber sie funktionieren.

Der schwierigste Schritt ist, seinen inneren Schweinehund zu überwinden, etwas zu wagen und neue Software auszuprobieren. Darum habe ich relativ spät mein E-Mail-Programm gewechselt, in der Arbeit überhaupt erst seit kurzem.

Im nächsten Schritt muss man seine erlernten Arbeitsweisen - wie etwas zu funktionieren hat - und seine gewohnten Vorstellungen - was alles zu funktionieren hat - anpassen. Das mag schmerzhaft sein. Aber genau so wie man die vorherigen Programme mit der Zeit zu beherrschen gelernt hat, wird man auch die neuen nach einer Weile beherrschen.

Ich würde sowieso jedem einen Betriebssystem- und Office-Grundkurs empfehlen. Ich kenne praktisch niemanden, der mit beidem wirklich professionell umgehen kann. Jeder Chef und jeder Kollege setzt voraus, dass man ein Windows und ein MS Office bedienen kann. Dem ist aber nicht so. Ich brauche nur den Sekretärinnen über die Schulter zu schauen, und mir wird übel, wenn ich deren chaotisches Arbeiten beobachte. Dabei müssten die es am besten können! Von anderen Kollegen ganz zu schweigen, die schon fragen müssen, wie man die Ordneransicht umschaltet, oder die sofort nervös werden, wenn Symbole anders aussehen (ein typisches Ergebnis, wenn Leute nicht geschult werden und sich notdürftig selbst helfen). Alter spielt übrigens keine Rolle. Junge wie alte Leute können gleich schlecht mit Software umgehen. Mit dem Alter wird nur die Lernkurve etwas langsamer.

Darum, egal ob man bei Microsoft verharrt oder auf Linux und OpenOffice.org umsteigt, rate ich jedem zu einer Schulung. Mein Vater macht gerade eine, und das Arbeiten mit dem Rechner beginnt ihm nun erst richtig Spaß zu machen.

Aber ich bin abgeschweift.

Worauf habe ich Jahre hingearbeitet und nun endlich Zeit gefunden?

Auf meinen Umstieg auf die GNU/Linux-Distribution Ubuntu 7.10. Dazu komme ich im nächsten Artikel.

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Mein Thunderbird 2.0

Sonntag, 13. Mai 2007 um 22:34 von Thomas S

Schneller als erwartet wurde Mozilla Thunderbird 2.0 nach nur einem Release Candidate veröffentlicht. Quasi damit überrumpelt, habe ich meine Meinung aufgegeben, erst in einer der nachfolgenden Bugfix-Releases 2.0.0.x von 1.5 auf 2.0 zu migrieren, und habe sofort losgelegt. Natürlich kam vor allen anderen Schritten erst einmal ein Backup aller alter Daten und die Suche nach der Kompatibilität meiner Erweiterungen. Das habe ich auch gleich zum Anlass genommen, meine Erweiterungsliste gehörig auszumisten. Erstaunlicherweise waren alle Erweiterungen, die ich brauchte, schon für 2.0 einsatzbereit. Sehr erfreulich (ansonsten hätte ich mit dem Nightly Tester Tool nachgeholfen, außer ein Erweiterungsautor hätte auf seiner Website explizit angegeben, dass die aktuelle Version auf keinen Fall 2.0-kompatibel wäre).

Die negativen meiner ersten (visuellen) Eindrücke habe ich bereits zu Zeiten der ersten Beta-Version kundgetan.

Bei den positiven Seiten von Thunderbird verweise ich der Kürze wegen auf die Liste der Neuerungen/Veränderungen. Sie - und das, was ich bei Software sowieso am meisten mag: Fehlerbereinigungen, Fehlerbereinigungen, Fehlerbereinigungen - machen Thunderbird 2.0 zu einem attraktiveren Produkt als seine Vorgänger.

Positiv hervorzuheben ist noch, dass die Komprimierung ab einer einzustellenden Speicherplatzgröße nun automatisch erfolgt. Dass dies nicht automatisiert war, war bisher eine Gefahr für unerfahrene Nutzer, die ohne zu komprimieren sonst Unmengen an Datenmüll ansammeln könn(t)en.

Anmerkung zu einigen Erweiterungen

Wichtig und beachten sollte man bei Wörterbüchern, dass nur jene installiert werden sollten, die sich auf erweiterungen.de oder (am schnellsten aktuell gehalten) addons.mozilla.org befinden. Denn diese Wörterbücher installieren sich als Erweiterung ins Benutzerprofil und nicht mehr wie die alten Wörterbücher von Thunderbird 1.5 ins Programmverzeichnis. Zusätzlich sind die neuen Wörterbücher mit Firefox 2 kompatibel und aktualisieren sich automatisch über den Addons-Manager

Extra hervorzuheben sind die großen Verbesserungen in der Benutzerfreundlichkeit und die einfachere Bedienbarkeit der Erweiterung Enigmail 0.95 für Thunderbird 2.0 im Vergleich zu den älteren Versionen von Enigmail (bis zu 0.94.x) für Thunderbird 1.5. Damit wird es für Anfänger noch leichter, mit OpenPGP und verschlüsselten Mails zu arbeiten. (Was jedem zu empfehlen ist.) Ich bedanke mich herzlich beim Entwicklerteam von Enigmail!

Aufgegeben habe ich unter anderem die Erweiterung ContactSidebar. Früher habe ich mich zwar mokiert über das Fehlen der Adressen-Anzeige unterhalb der Ordnerleiste in der Hauptansicht des Programms. Zwischenzeitlich habe ich aber erkannt, dass diese Adressen dort völlig sinnlos sind und nur Platz verschwenden. Beim Schreiben von Mails kann man in Thunderbird sowieso die Adressenliste mit einem Knopfdruck aktivieren und damit arbeiten. Man braucht sie nicht auch noch im Hauptfenster.

Erstmals ausprobiert habe ich Lightning, da die Entwicklung in den letzten Monaten stark an Geschwindigkeit zugenommen hat (Dank der Beteiligung von Sun Microsystems, das für die weitere Zukunft plant, Thunderbird und Lightning/Calendar mit OpenOffice.org zu bündeln, um besser mit Microsoft Office und Outlook konkurrieren zu können). Den Platz, den ich durch das Weglassen von ContactSidebar gewonnen habe, habe ich nun wieder durch Lightning verloren.

Erweiterungsliste

Attachment Sizes

Zeigt bei Anhängen die Dateigröße hinter dem Dateinamen an. Leider schneidet die Erweiterung die Dateinamen ab, um Platz für die Dateigröße zu haben, was der Leserlichkeit und Übersichtlichkeit schadet, wenn man mehrere Anhänge hat, die lange und ähnliche Namen besitzen.

AutoMsgSelect

Zeigt die neueste Nachricht in jedem Ordner an. Dies ist zwar sicherheitstechnisch nicht sinnvoll (weil sofort die neueste Mail im Vorschaufenster angezeigt wird und dadurch Schadcode im HTML-Quelltext ausgeführt werden kann), aber es ist zumindest für mich irritierend, dass keine Mail angezeigt wird, wenn ich auf einen Ordner klicke. Leider ist die Erweiterung nur bis Thunderbird 1.5 freigegeben, weshalb ich sie händisch mit Version 2.0 kompatibel machen musste (es haben sich derzeit noch keine negativen Auswirkungen gezeigt; Thunderbird 1.5 und 2.0 sind sich unter der Haube noch sehr ähnlich).

Buttons!

Ermöglicht mir neue Schaltflächen zum bequemen Ab- und Anstellen von HTML-Mails und Erlauben/Verbieten des Herunterladens von Bildern aus dem Internet.

Contacts Add BCC button

Fügt eine “BCC”-Schaltfläche bei der Kontakt-Sidebar des Verfassen-Fensters hinzu.

Deutsches Wörterbuch, erweitert für Österreich


Display Mail User Agent Extension

Unverzichtbare Erweiterung seit Anbeginn. :) Nähere Erklärung siehe Artikel Thunderbird 1.5. Danke dem Autor für seine Mühe!

Enigmail


Extension Manager Extended

Zeigt mehr Informationen über die Erweiterung im Addons-Manager und ermöglicht das Springen ins Erweiterungsverzeichnis. Damit erspart man sich das händische Durchsuchen der Verzeichnisse nach der gesuchten Erweiterung.

Folderpane Tools

Damit können die E-Mail-Konten beliebig gereiht und ein Startordner angegeben werden. Das erspart das Anzeigen der Thunderbird-Startseite (und das Laden derselben aus dem Internet).

Lightning


MagicSLR

Erweitert die Symbolleiste um mehrere Schaltflächen zum Senden und Abrufen von E-Mails.

Minimize to Tray

Zum Minimieren des Programm-Fensters in den Infobereich der Taskleiste. Das spart Platz.

Nightly Tester Tools

Eigentlich installiere ich diese Erweiterung nur, um verschiedene Angaben zum Programm und zum Profil in die Titelleiste von Thunderbird zu bringen. Damit weiß ich sofort, mit welcher Programmversion und mit welchem Profil ich gerade arbeite.

Bildschirmfotos


Foto von Thunderbird 2.0


Foto von Thunderbird 2.0 mit der Erweiterung Lightning (Kalenderfunktion)


Foto von Thunderbird 2.0 mit geöffnetem Mail-Fenster inklusive Adressbuch


Foto von Thunderbird 2.0 mit geöffneter Lightning-Monatsübersicht

PS: Dies ist ein Fortsetzungsartikel von Thunderbird 1.5 vom Januar 2006.

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Thunderbird 2 Beta 1

Montag, 15. Januar 2007 um 21:30 von Thomas S

Ich konnte mir nicht verkneifen, die 1. Beta-Version von Thunderbird 2 zu testen.

Vorab:

  • Beta-Versionen sind nicht für den produktiven Einsatz gedacht und Nutzer sollten wirklich erst fertige Versionen (nicht mal Releasekandidaten) verwenden!
  • Es zahlt sich immer aus, auf die neueste Version zu wechseln, auch wenn viele Leute wieder schreien werden: Ich sehe da nicht die großen Neuerungen, um mir einen Umstieg schmackhaft zu machen. Das Gute ist oftmals nämlich, dass man die großen Veränderungen *nicht* sehen kann, da sie unter der Haube passieren: Stabilitätsverbesserung, Fehlerbereinigung, Schnelligkeit, Zuverlässigkeit. Thunderbird 2 bringt all dies im Vergleich zur jetzigen Version 1.5. (Ok, ich verschiebe diese Behauptung vorsorglich auf Tb 2.0.0.1, wenn die gröbsten neuen Fehler nach der Veröffentlichung behoben wurden.)

Ich verwende und mag Thunderbird in der aktuellen Fassung, aber die Entwicklung geht meines Erachtens viel zu langsam im Vergleich zu Firefox. Darum gibt es nicht allzu viele große Neuerungen neben den vielen kleinen (meist nicht sichtbaren) Verbesserungen:

  • Gruppierung/Sortierung von Mails mit Tags möglich und dadurch auch leichtere Suche,
  • Vor- und Zurückfunktion,
  • Ansicht der Ordner ist individuell anpassbar,
  • Mails können „Konversationen” zugeordnet werden und können damit zusammen gelesen werden, auch wenn sie in verschiedenen Ordnern liegen,
  • verbesserte Benachrichtigung bei ankommenden Mails,
  • Ordner-Tooltipps,
  • automatische Erkennung des Online-Status,
  • verbesserter Addons-Manager für Erweiterungen, Wörterbüchern und Themes wie in Firefox 2,
  • überarbeitete Benutzeroberfläche samt neu strukturierten Einstellungen und neuen Schaltflächen.

Es gibt detailliertere Aufzählungen, was es Neues geben wird mit Tb2. Die detaillierteste findet man auf Rumbling Edge.

Hier nun ein paar Anmerkungen, die mir negativ ins Auge gesprungen sind. Um den Artikel möglichst kurz zu halten, lasse ich andere Kommentare zu positiven oder neueren Aspekten beiseite. (Denn die Neuerungen sind wahrlich ein Segen und werde ich besprechen, wenn Tb2 offiziell veröffentlicht worden ist.)

Oberfläche

Zuerst zum wahrhaft Oberflächlichen: die Benutzeroberfläche. Die neu gestalteten Schaltfläche empfinde ich zwar als hübsch aber zu blass. Bei Firefox 2 passen sie zur neugestalteten Tab-Leiste, in Thunderbird 2 passen sie weniger, wenn nicht auch an der übrigen Oberfläche etwas verändert wird – was ja noch passieren kann.

Menüleiste:
Menüleiste in Thunderbird 2

Einstellungen

Die Einstellungen wurden völlig überarbeitet. Manche für Unwissende nicht notwendige Einstellungsdialoge wurden entfernt und sind nur noch über about:config erreichbar wie z.B. die De-/Aktivierung von JavaScript (per Voreinstellung in meiner Testinstallation aktiviert – ein Fehler?).

Gut ist, dass für die Junk-Einstellungen nun kein Extradialog über das Menü Extras mehr vorhanden ist. Es gibt nur noch globale Einstellungen (engl. Options) und Konto-Einstellungen (engl. Account Settings). (Nebenbei: Es gibt auch Vorschläge zum Vereinigen dieser beiden großen Einstellungsblöcke, was ich prinzipell begrüße.)

Aufgeräumteres Extras-Menü:
Extras-Menü in Thunderbird 2

Schlecht ist, dass es nun Junk-Einstellungen in den Einstellungen wie auch in den Konto-Einsellungen gibt. Hoffentlich verwirrt das niemanden (wenn es auch gut ist, dass der Junk-Filter nun besser konfigurierbar ist und man ihn für einzelne Konten an- und abschalten kann).

Globale Junk-Einstellungen:
Junk-Einstellungen in den Optionen

Überhaupt erscheinen mit die Einstellungen zunehmend „microsoftiziert”. Zum Beispiel befinden sich die Einstellungen für Lesebestätigungen in Extras (1) > Einstellungen (2) > Erweitert (3) > Allgemein (4) > Lesebestätigungen (5) > Lesebestätigungen-Dialogfenster (6). Das ist schon wie bei Outlook, wo man sich auch durch ein halbes Dutzend Ebenen klicken muss, um zum Ziel zu gelangen. Das selbe gilt für die Offline-Einstellungen oder für die erweiterten Konto-Einstellungen. Für bessere Übersicht sollte Thunderbird ruhig mehr Register/Tabs zulassen und dafür an Extra-Dialogfeldern, die über die Einstellungen zusätlich aufklappen, sparen.

Microsoftsche Verschachtelungen:
Beispiel wie Einstellungen unnötig verschachtelt sind

Dabei könnte man auch gleich diese unnötigen Ordner-Eigenschaften in ein übersichtliches Einstellungsfenster verlegen, die man immer noch mit einem Rechtklick auf jeden Ordner einzeln öffnen muss.

Ordnereigenschaften:
Dialogfeld der Ordnereigenschaften

PS: Dieser Artikel entstand kurz nach Erscheinen von Thunderbird 2 Beta 1, kann also schon veraltet sein. Ich hatte aber keine Zeit, ihn früher online zu stellen.

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Zentrale Öffentlichkeitsarbeit fehlt bei Mozilla

Dienstag, 9. Januar 2007 um 23:44 von Thomas S

Firefox und Mozilla fehlt es nicht an Marketing. Was ihnen fehlt ist wirksame, zentrale Öffentlichkeitsarbeit.

Zum Beispiel gab es bei Firefox 1.5.0.8 viel Wirbel um das Verhalten des Passwort-Managers, das bei bestimmten Websites wie myspace.com zum Phishen von Passwörtern ausgenutzt werden kann. In allen Online-Medien und unzähligen Foren wurde darüber diskutiert. Und was tut Mozilla? Außer wenigen Kommentaren von führenden Entwicklern im entsprechenden Bugzilla-Eintrag gab es keine wirkliche Stellungnahme für die Masse zu diesem Verhalten. Es gab keinen Pressemitteilung oder sonstige Stellungnahme führender Köpfe von Mozilla. Es gab keinen Fahrplan, wann man dieses Verhalten ändern wolle, oder ähnliches. Egal wie gefährlich oder ungefährlich dieses Verhalten auch in Wirklichkeit sein mag - abseits aller Hysterie in den Online-Medien -, so hat Mozilla und Open Source insgesamt einen Ruf zu verlieren. Und zwar einen guten Ruf! Noch. Es wäre wirklich wünschenswert, wenn es eine Webseite oder ein Blog, eine zentrale Anlaufstelle der Mozilla Corporation gäbe, wo genau solche Dinge, die die Online-Öffentlichkeit (zu recht) beschäftigen, angesprochen und mit einem Fahrplan zur Lösung versehen werden. Außer dass es Bugzilla gibt und Sicherheitslücken auf der Mozilla-Website dokumentiert werden, ist bei Mozilla öffentlichkeitswirksam kein großer Unterschied zu Microsoft festzustellen. Das Wichtige wird intern besprochen (Mike Connor hat es angesprochen in Bugzilla). Benutzer müssen bisher ohne weitere Informationen abwarten, bis eine neue Version bereit steht. Wäre nicht diese riesige Community, die andauernd aufklärt und sich an vorderster Front Gerüchten und Falschmeldungen entgegenstellt, wäre der Ruf Mozillas schon längst den letzten Gang die Toilette hinunter angetreten.

Das selbe Problem bestand Zeitgleich mit Thunderbird. Durch einen Fehler konnten Mails bestimmter Mailprogramme verschwinden. Komprimierte man dann, wurden diese verschwundenen Mails gelöscht. Wo finden sich außer in Bugzilla öffentliche und aufklärende Stellungnahmen der Mozilla Corporation zu diesem Thema? Irgendwie erscheint das von offizieller Seite totgeschwiegen. Auch David Bienvenu scheint im entsprechenden Bug schon genervt zu sein von Anwendern, die Fragen zur weiteren Handhabung haben. Aber wo sollen Sie die auch sonst Informationen bekommen? Es ist klar, dass nicht sofort der ganze Release- und QA-Prozess wegen sowas über Bord geworfen werden kann (z.B. um eine Version 1.5.0.8a kurzfristig herauszubringen statt der für Wochen vorausgeplanten Version 1.5.0.9). Aber die Sicherheit, Privatsphäre und Daten der Benutzer müssen Softwareherstellern heilig sein! Auch wenn das nur ein Problem einer Minderheit ist, so will man doch ein Produkt liefern, das möglichst zuverlässig und sicher arbeitet. Mails dürfen niemals verschwinden in einem Mailprogramm! Das Verhalten der Mozilla Corporation war hier wieder äußerst fragwürdig.

Dieses Verhalten ist aber symptomatisch für Mozilla. Die Gründung der Corporation hat diesbezüglich keinen Deut Besserung gezeigt.

Der Referer-Fehler beim Aufrufen von Feeds (eine Lücke für die Privatsphäre; Bugzilla-Eintrag) und ähnliches wurden genauso mit Nichtkommentieren gestraft wie die oben beschriebenen zwei Fälle. Das macht sich auf Dauer nicht gut. Mit der zunehmenden Verbreitung von Firefox und anderen Mozilla-Programmen werden die Ansprüche höher. Ist Mozilla dafür gerüstet?

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Thunderbird mit msg-Dateien im Firmeneinsatz?

Sonntag, 26. November 2006 um 15:14 von Thomas S

Gibt es denn kein Plugin, Add-on oder was auch immer, mit dem man msg-Dateien von Microsoft Office Outlook in Thunderbird zumindest öffnen kann? Das fehlt noch für den Firmeneinsatz, wo hauptsächlich Mails im proprietären Outlook-Format abgespeichert werden. Dann könnte ich dem PIM-Monster Outlook auch dort endlich abschwören.

Müsste doch ähnlich möglich sein, sowas zu programmieren, wie bei doc und Co. in OpenOffice.org?

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Da tut sich was mit Mozilla Thunderbird

Mittwoch, 11. Oktober 2006 um 23:24 von Thomas S

Vor kurzem wurde verkündet, dass das OpenOffice.org-Team irgendwann Thunderbird und Lightning in das Office-Paket integrieren wollen (was wohl mit einer Entwicklungsunterstützung einher gehen wird, da besonders Lightning noch in einer sehr frühen Phase steckt).

Nun ist zu lesen, dass Eudora seinen eigenen Mailclient einstellen und seine Arbeit in das Penelope-Projekt stecken wird. Das heißt: Der Thunderbird-Quelltext wird eudorisiert und mit Programmerweiterungen gespickt. Wenn die Programmierer was Feines produzieren, wird das sicherlich für Thunderbird selbst auch interessant und nützlich werden.

Es tut sich also etwas bei Mozilla Thunderbird. Wenn auch mehr indirekt als direkt. Von Thunderbird selbst hört man ja eher weniger. Die Entwicklung ging leider bisher nur in sehr kleinen Schritten voran.

PS am 12.10.2006: Sunbird und Lightning sind gestern endlich in Version 0.3 erschienen. :)

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Wird Thunderbird vernachlässigt?

Freitag, 19. Mai 2006 um 00:31 von Thomas S

Ich habe das Gefühl, Thunderbird wird innerhalb der Mozilla-Stiftung nicht genug Aufmerksamkeit zuteil. Zu Firefox gibt es regelmäßige Informationen und Informationsaktualisierungen im Wiki, in den Weblogs der Entwickler, in den wöchentlichen Meetings … aber zu Thunderbird gibt es nur wenig zu finden.

Genau so wie ich die Weiterentwicklung von Firefox beobachte, würde ich das auch bei Thunderbird machen. Nur, wo gibt es regelmäßig aktualisierte Infos? Entwicklungsfortschritte usw.?

Als Anfang des Jahres die Ideensammlung für neue Thunderbird 2.0-Funktionen begann, war ich noch zuversichtlich. Auf den Wiki-Seiten zu Thunderbird gibt es jedoch nicht viel zu finden seitdem. Was zu finden ist, ist die äußerst kurze Liste an Neuerungen, die für Tb2.0 geplant ist:

  • Tools for organizing and managing e-mail
    • Custom Folder Pane Views such as favorites, unread and recently used.
    • Message Tagging
    • Tabbed Messages
  • Be Informative
    • New Mail Alert Improvements
    • Folder Summary Popups
  • Help Fight Junk Mail
    • Improve the current bayesian based algorithm
    • Token Store Pruning / Aging
  • Improved Phishing Support

Quelle: http://wiki.mozilla.org/Thunderbird2

Das mögen alles ganz nützliche Funktion(serweiterung)en sein, aber erstens sind sie nicht sehr weitreichend, dass sie meiner Meinung nach einen Versionssprung auf 2.0 rechtfertigen würden, und zweitens gibt es zur größten Neuerung – Tabbed Messages – gar keine aktuellen Informationen, seit ich auf The Rumbling Edge vor längerem gelesen habe, dass der Chefentwickler für diese Neuerung keine Zeit mehr hat, sich um Thunderbird zu kümmern (finde leider die Meldung auf die Schnelle nicht): Tabs in Thunderbird. Tabs (Registerkarten) in Thunderbird scheinen es wohl nicht in die Version 2.0 zu schaffen?!

Auch am Beispiel Scan.Coverty.com kann man sehen, dass sich bei Thunderbird herzlich wenig tut, während bei Firefox sichtbar gearbeitet wird. (Coverty durchsucht Open Source-Software nach Fehlern im Quelltext. Bei Thunderbird wurde noch kein einziger Fehler behoben, während sei kurzem bei Firefox rege gearbeitet wird.)

Wenn jemand neueste Nachrichten irgend welcher Art findet oder weiß, wo man sie finden könnte, bitte um eine kurze Mitteilung. :)

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Nachricht zurückrufen

Mittwoch, 15. Februar 2006 um 22:02 von Thomas S

Ein Arbeitskollege hat mich drauf aufmerksam gemacht, dass in einer regionalen Zeitung in der Rubrik Computer-Tipps ein Artikel steht über eine Funktion in Microsoft Outlook, mit deren Hilfe man bereits abgeschickte Mails wieder zurückrufen, verändern und nochmals abchicken kann – sofern der Empfänger diese Mail noch nicht gelesen hat.

Wie das funktioniert?

  • Eine Nachricht im Ordner Gesendete Objekte öffnen.
  • Das Menü Aktionen aufrufen.
  • Den Menüpunkt Diese Nachricht zurückrufen anklicken.
  • Zum Menüpunkt Diese Nachricht erneut senden gehen, womit die Nachricht zum Bearbeiten geöffnet wird.
  • Fehler ausbessern. ;)
  • Nachricht nochmal senden.

Schlussfolgerung

Als erstes kam mir natürlich der Gedanke, dass man dort als Tipp Thunderbird empfehlen sollte. ;) Als zweites kam bei mir die Frage auf, wie sowas denn funktionieren kann? Ist die Mail erstmal in der Mailbox am Server des Empfängers, wie kann Outlook diese dann zurückpfeifen? Wäre interessant zu erfahren.

Außerdem wäre es eine gute Idee für eine Thunderbird-Erweiterung. :) Also ran an die Arbeit, wer Erweiterungen schreiben kann!

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Drucken bei Mozilla

Mittwoch, 25. Januar 2006 um 23:27 von Thomas S

Firefox und Thunderbird haben eine große Schwäche (nicht die einzige, aber eine herausragende in Bezug auf Benutzerfreundlicheit): das Drucken.

Für Firefox haben die Mozilla-Leute leider das schlechte Vorbild Internet Explorer 6 hergenommen. Von kleinen Bugs abgesehen - wie dass die Maus beim Scrollen des öfteren mal hängenbleibt und man sich mit den Scrollbalken behelfen muss - ist das Drucklayout nicht sehr flexibel.

  • Wo kann man einstellen, welchen Abstand die Kopf- und Fußzeilen zum Seitenrand haben sollen?
  • Wie kann man die Kopf- und Fußzeilen nach eigenen Wünschen zusammenstellen, zum Beispiel in der Mitte “Titel — URL”. Bisher kann man nur sagen: mittig “Titel”, rechts “URL”.
  • Dann werden lange URLs abgeschnitten. Dann verlieren sie aber ihren Zweck. Es kommt häufig vor, dass eine URL länger als 60 Zeichen ist. Da fehlt eine Einstellung, wo man einen Kopf-/Fußzeilen-Umbruch erzwingen kann bis maximal X Zeilen. Dann verringert sich zwar die Größe des darstellbaren Seiteninhalts, aber man hätte alle Informationen verfügbar.
  • Ich verabscheue zwar Frames, aber ich glaube mich zu erinnern, dass auch das Drucken von einzelnen Frames nicht ganz unproblematisch ist.

Bei Thunderbird wiegt die verstaubte Druckmöglichkeit schwerer als bei Firefox. Mails druckt man schließlich öfter aus als Webseiten. Wo man sonst viele Annehmlichkeiten von einem modernen Outlook hat - wie die 3-Spalten-ansicht -, so hinkt man beim Drucken noch hinterher. Allein was man grafisch alles machen könnte, wenn man nur die Möglichkeit hätte:

  • Kontoname anzeigen lassen,
  • Formatierung der Betreff-Zeile (Schriftart, Schriftgröße, fett, unterstrichen, …),
  • bessere Anpassungsmöglichkeiten der Kopf- und Fußzeilen (siehe Firefox),
  • optisch ansprechendere Einbindung von Anhängen beim Drucklayout (wen interessiert auf einem Ausdruck, welchen Content-Type und welche Content-Encoding eine angehängte Datei hat?)
  • sowie die Möglichkeit, Anhänge vor dem Text oder hinter dem Text anzeigen zu lassen.

Es mag für Firefox 2.0 und Thunderbird 2.0 wichtigere Pläne geben, als sich um den Druck zu kümmern. Aber die Nase vorn hat man in diesem Bereich der Anwendung nicht. Zugegeben, Opera ist auch nicht besser, aber das soll ja keine Ausrede sein.

PS: Ich bin mit Bugzilla nicht so vertraut. Sollte jemand einen Eintrag finden, wo Themen rund ums Drucken, wie oben beschrieben, angesprochen werden, bitte als Kommentar anheften. Ich werde dann für diesen stimmen und so meine Unterstützung für eine Verbesserung kundtun.

PPS am 27.01.2006: Firefox:Printing and Page Setup, Thoughts About a Print UI for Mozilla, Customizable print output

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Thunderbird Junk-Status „unbekannt“

Dienstag, 24. Januar 2006 um 21:33 von Thomas S

Es gibt in Mozilla Thunderbird für Junk (Spam-Mails) nicht nur den Status „Junk“ und „Kein Junk“, sondern auch „Unbekannt“. In diesem News-Thema habe ich das erste Mal davon erfahren. Nun habe ich mich auf die Suche gemacht, wie man diesen dritten Status anzeigen lassen kann. Im Thunderbird-Mail.de-Forum konnte man mir helfen, und ich wurde auf die Website von Ed Mullen verwiesen.

Dort wird einem kurz erklärt, wie man mit der Datei userChrome.css den „verlorenen“ Status sichtbar machen kann. Ich erspare mir hier nähere Details.

Was ich aber anbieten kann, wären neue beziehungsweise überarbeitete Bilder für den Junk-Status.

  • Status Junk für Junk-Mails (transparenter Hintergrund; Standardbild von Thunderbird)
  • Status Kein Junk für Nicht-Junk-Mails (transparenter Hintergrund; Standardbild von Thunderbird); wem es nicht gefällt, der kann das grüne Häkchen von Ed Mullen nehmen
  • Status Unbekannt für Mails, wo Thunderbird nicht weiß, ob es Junk ist oder nicht (transparenter Hintergrund)

Als CSS habe ich den Vorschlag von Ed Mullen 1 zu 1 übernommen.

Was soll das ganze nun?

Wenn man harmlose Mails explizit als „Kein Junk“ deklariert zusätzlich zur Markierung von Spam als Junk, wird der Filter in Mozilla Thunderbird besser und schneller trainiert. (Wobei ich nach über einer Woche fast keine falsch sortierten Mails mehr habe.)

Das wäre eigentlich eine hervorragende Idee für eine Erweiterung. Leider habe ich darin keine Erfahrung und keine Zeit, mich in das Thema reinzulesen.

Gut Filter!

PS am 30.01.2006: Ich weiß jetzt, wieso Mozilla entschieden hat, bei Thunderbird den Status „unbekannt“ nicht sichtbar gemacht hat: Erklärt man zu viele gute Mails als Kein Junk, nehmen die guten Mails in der Junk-Datenbank überhand und es schleicht sich mehr Spam in die Mailbox rein als vorher. Also am Besten so lassen, wie es ist. Außer es gibt triftige Gründe für das Sichtbarmachen des dritten Status.

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Thunderbird 1.5

Samstag, 14. Januar 2006 um 15:48 von Thomas S

Seit dem Vorabend zu Freitag, dem 13. Jänner 2006, ist es soweit. Ich löste meinen lang gehegten Vorsatz ein und habe mein Outlook von OfficeXP gegen Thunderbird 1.5 eingetauscht (wie in Fx 2 und Tbd 2 angekündigt).

Ich wartete so lange, weil ich denke, dass – wie bei Firefox – die Version 1.5 die eigentliche Version 1 des Programms hätte sein sollen: automatische Software-Updates, Bugfixing, bessere Zusammenarbeit mit externen Antiviren- und Antispam-Programmen und mehr. Aber gut Ding will Weile haben. (Eine Liste aller Neuerungen ist auf der Release Notes-Seite von mozilla.com oder auf thunderbird-mail.de zu finden.) Außerdem ist für mich ein Mailprogramm etwas heikler als ein Browser. Beim Browser kann man schlimmstenfalls seine Lesezeichen verlieren (und mit Firefox 1.5 ist nicht mal mehr das möglich). Mails zu verlieren ist weit schlimmer. Mit Pegasus und Opera-Mail habe ich schlechte Erfahrungen gemacht, was mich noch etwas vorsichtiger gemacht hat.

Aber nun kann ich sagen (und ich hoffe, das bleibt so): Ich bin vollends zufrieden und überzeugt von Thunderbird 1.5!

Ein paar Stunden Einarbeitungs- und Umbauzeit habe ich benötigt, bis ich Thunderbird dahin gebracht habe, wie ich es gewohnt bin. Vor allem gefreut habe ich mich auf den Junk-Filter, der nach 2 Tagen fast alles richtig macht. Herrlich, Spam nicht mehr händisch löschen zu müssen und auch keine guten Mails versehentlich dabei mitzulöschen! Die Filter sind auch eine wahre Freude und viel einfacher und besser zu konfigurieren als bei Outlook Express oder Outlook. (Nur kann man nachträglich keine automatischen Filter einstellen; automatische Filter funktionieren nur bei eingehenden Mails.)

Ein Wermutstropfen von Outlook-Konvertierern (ohne 2003 **): Bestehende HTML-Mails aus PST-Dateien werden in Nur-Text-Mails umgewandelt. Das ist etwas, das Thunderbird noch nicht problemlos kann. Aber alle Daten bleiben erhalten. Wer kein HTML-Mail-Fetischist ist (und ich bin auf gar keinen Fall so jemand), wird damit leben können.

Erweiterungen

Ohne Erweiterungen geht es natürlich nicht, dass man Thunderbird so hinbiegt, dass es in etwa dem entspricht, was man bisher gewohnt war. Bis jetzt habe ich 11 Erweiterungen installiert.

Auto Copy (Kopieren von markiertem Text), Mouse Gestures (Befehle mit Mausgesten) und ConQuery (Markierten Text über beliebige Suchmaschinen anfragen, z.B. in Online-Wörterbüchern) sind aus Firefox bekannt und durften in Thunderbird nicht fehlen.

AutoSave (Importieren und automatisches Speichern im Format *.eml) und Open Long Url (erlaubt es, mehrzeilige URLs zu öffnen) habe ich nicht widerstehen können, obwohl es weniger wichtige Erweiterungen für mich sind.

Contacts Sidebar hingegen war ein Muss. Mir ist schleierhaft, wieso in Thunderbird bis heute die Möglichkeit fehlt, sein Adressbuch in der Hauptansicht unterhalb der Mailordner anzeigen zu lassen, wie man es zum Beispiel aus Outlook Express so schön kennt.

Die Display Mail User Agent Extension ist für mich so etwas wie ein Bonus, dass ich Thunderbird benutze. Ich liebe diese Erweiterung. Sie tut zwar nichts außer anzuzeigen, mit welchem Programm eine Mail erstellt wurde, aber es ist eine nette, kleine Spielerei, auf die ich sehnsüchtig gewartet habe. :) (Die Liste der unterstützten Mailprogramme ist gewaltig.)

MagicSLR und Buttons! erweitert die leider spärliche Symbolauswahl für die Symbolleisten. MagicSLR verhilft einem zu Buttons, mit denen man alle Konten gleichzeitig abrufen kann. Buttons! hat eine Menge zu bieten; für mich waren die Buttons zum Ab- und Anstellen von HTML-Mails und zum Erlauben/Verbieten des Herunterladens von Bildern aus dem Internet wichtig. Beides ist zwar in den Einstellungen konfigurierbar, aber ich will die Möglichkeit haben, hin- und herzuschalten, wie es mir beliebt.

AccountEx befriedigt mein Sicherheitsgefühl. Damit kann man seine Einstellungen und Konten in einer externen Datei sichern und nach Bedarf wieder importieren.

MinimizeToTray verschafft mir etwas, das ich aus Outlook 2003 in der Arbeit gewohnt bin: Minimiert das Thunderbird-Fenster in den Infobereich der Windows-Taskleiste. Das spart Platz in der Taskleiste. Beim Browser dagegen will ich so etwas nicht, da ein Browser niemals im „Hintergrund“ laufen muss: Entweder man braucht ihn oder nicht und schließt ihn dann.

Ein paar Kleinigkeiten

Dass man Programme X nicht 100%-ig so hinbekommt, dass sie Programmen Z ähneln, ist natürlich logisch. Auch kriegt man nicht alles so hin, dass alles „passt“. Zum Beispiel wandert eine Mail, die versehentlich als Junk eingestuft, in den Junk-Ordner verschoben und dann händisch als Nicht-Junk definiert wurde, nicht automatisch zurück in den Ordner, aus dem es gekommen ist. Die Startseite kann man auch nicht oder fast nicht festlegen. Ich habe noch keine Probleme damit, aber falls das übliche Startfenster (Hauptansicht im Posteingang mit der Thunderbird-Startmeldung im Vorschaubereich) nicht mehr funktioniert, wirds blöd. Außerdem springt Thunderbird nicht immer zur neuesten Mail runter, wenn man einen Ordner anklickt. Das ist manchmal irritierend. Mir fehlt die Druckansicht Memoformat aus Outlook, die sehr schön ist und man den Profilnamen schön groß als Überschrift sehen kann, damit man weiß, wem dieser Ausdruck gehört. Die Umschaltung HTML-Mails auf Nur-Text-Mails funktioniert nur von HTML auf Text, nicht umgekehrt. Zum Glück gibts die Erweiterung Buttons!. Und wenn man auf Mail verfassen klickt und dabei die SHIFT-Taste gedrückt hält, öffnet sich das gegenteilige Format von dem, das man in den Einstellungen als Vorgabe definiert hat. Den Bug mit dem Importieren von HTML-Mails aus Outlook habe ich schon kundgetan, und das fehlende Symbol für Alle Konten abrufen/senden habe ich mit MagicSLR gelöst.

Das wars. Ich hoffe, Thunderbird wird mehr Verbreitung finden. Aber es ist doch wesentlich mehr Aufwand und birgt mehr Risiken als die Umstellung von einem Browser auf einen anderen.

PS: Enttäuscht bin ich etwas von der Politik der Mozilla Foundation, weil Thunderbird 1.5 überhaupt nicht beworben wird als neues, überarbeitetes, innovatives Produkt, auf das man schnell umsteigen sollte. Da steht nur der kleine Hinweis „New Thunderbird 1.5 available now“. Firefox 1.5 hingegen wird in großen Lettern angepriesen.

** Nachtrag 18.01.2006: Beim Import von HTML-Mails von Outlook 2003 nach Thunderbird 1.5 scheint es keine Probleme mehr zu geben.

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Fx 2 und Tbd 2

Samstag, 10. Dezember 2005 um 00:19 von Thomas S

Nachdem Firefox 1.5 vor fast 2 Wochen erschienen ist, laufen schon die Vorbereitungen für Firefox 2.0 „Bon Echo“. Im Mozilla Wiki findet bereits eine Ideensammlung für Firefox 2.0 statt, welche Änderungen und Neuerungen möglich sind und welche in spätere Versionen eingebaut werden könnten. Im Draft Plan gibt es bereits eine Reihung der verschiedenen Vorschläge von P1 bis P3, wobei nur P1 unbedingt in Fx 2.0 fertig eingebaut sein muss. Der Rest ist kein Muss, aber ein Schön-Wärs. Unter Muss fällt ein neues Lesezeichen-System, Verbesserungen bei den Tabs/Karteireitern, und endlich Optionen für die Suchleiste zum Entfernen und Verändern von Suchmaschineneinträgen. Bei den Schön-Wärs ist vor allem der integrierte SessionSaver interessant. Ich hoffe inständig, dass diese Erweiterung Eingang in den Standard-Funktionsumfang von Firefox findet. Die Projekt-Zeitlinie zeigt grob den geplanten Arbeitsverlauf von Dezember 2005 bis Juni/Juli 2006, dem Erscheinungsdatum von Firefox 2.0. Da keine großen Änderungen an Gecko 1.8 vorgenommen werden, ist der Temin hoffentlich besser haltbar als der von Firefox 1.1 -welches als Firefox 1.5 ein halbes Jahr verspätet veröffentlicht wurde.

Die nächste Version von Thunderbird befindet sich noch in hektischer Arbeit: 1.5 soll im Jänner erscheinen. Ich werde diese Version dann nutzen und mein Outlook verbannen, auch wenn ich die integrierte Kalenderfunktion vermissen werde. (Und ja, ich kenne Sunbird und die Kalender-Erweiterung, aber das sind Zusatzprogramme zu Tbd, die man eigenständig starten muss und in der Taskleiste als eigene Programme aufscheinen sieht. Sowas will ich nicht.) Für Thunderbird 2.0 gibt es natürlich auch schon einen Fahrplan! Dabei scheint es einige Verbesserungen für die Benutzerhandhabung zu geben (Tabs, bessere Benachrichtigung bei neuen Mails usw.). Die Ideensammlung ist bereits eröffnet.

PS: Scott Kveton stellt in seinem Blog die Behauptung auf, dass OpenOffice von Firefox lernen könnte. Und er stellt die Frage zurecht. In meinem Artikel über OpenOffice 2.0 habe ich auch schon die berechtigte Frage gestellt, was OOo denn Besseres zu bieten hätte, um einen Umstieg zu rechtfertigen?

PPS: Aktuelle Acid2-Browser-Ergebnisse gibt es bei Tiemen Schut. Bei Gecko 1.9 schaut es schon sehr gut aus, aber Konqueror, iCab und Opera sind schneller.

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Thunderbird VS Outlook Express

Sonntag, 27. November 2005 um 22:53 von Futschy

Wir kennen alle die eine Frage: „Warum Sex?“ Diese wird jetzt natürlich nicht beantwortet. Jedoch stellt sich seit heute für mich die Frage: „Warum Outlook Express?“ Bisher war dies für mich leicht zu beantworten, denn es ist schnell, man muss nicht viel einstellen, ist übersichtlich und kann genau das, was ein E-Mail-Programm können soll: Mails empfangen und senden. Die spartanische Ausstattung von Express war für mich immer der Trumpf gegenüber Outlook… Jedoch, dies änderte sich. Thunderbird ist der Beweis, dass es nun auch OpenSource-Projekten gelungen ist, auf sinnlose Spezialfunktionen, die keiner braucht oder kennt, zu verzichten. Ich wollte eigentlich nichts sagen, kann es nun aber doch nicht lassen: Thunderbird ist für Outlook … das was Firefox für IE ist … Outlook und IE ziehen beide magisch Viren und Antivirenprogramme an, wo ich noch nicht sicher bin, welches der beiden Gattungen den größeren Schaden an Outlook hinterlässt. Thunderbird hingegen führt klugerweise keine Viren aus und die großen Antiviren-Softwareentwickler versuchen diese nicht im E-Mail-Client zu vernichten. Bis auf das missglückte Adressbuch, welches meiner Meinung nach aus total unverständlichen Gründen nicht im Hauptseitenlayout eingebunden ist, muss ich gestehen, wenn ich die ProoBox mit OpenOffice, Firefox und Thunderbird bei der Installation eines Rechners ohnehin in der Hand halte: SORRY und BYE BYE Outlook!

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