Beiträge der Kategorie „Webstandards“

CSS: foreground

Mittwoch, 5. Oktober 2005 um 00:11 von Thomas S

Ich frage mich seit langem, wieso es kein foreground-Element in den CSS-Spezifikationen gibt. color wird beim W3C zwar Vordergrunfarbe genannt, gilt aber nur für Textinhalt.

Wo bleibt die alles befreiende Vordergrundfarbe, welche Textinhalte überlagert, als Gegenstück zur Hintergrundfarbe?!

Damit würden diese ganzen barrierevollen Image Replacement-Techniken überflüssig werden und man hätte viel mehr Freiraum beim Webdesign. Das wäre mal wieder eine tolle neue Eigenschaft (von anderen CSS3-Eigenschaften wie abgerundeten Ecken, mehrere Hintergrundbilder auf einmal und anderem abgesehn). Wo kann ich das vorbringen oder wurde das schon mal in Erwägung gezogen?

Nebenbei finde ich es immer bedrückend, dass bei den CSS-Spezifikationen jahrelang gar nix weitergeht. Was tun die Jungs? Wo ist das Problem? Nach monate- und jahrelangem Working Drafts sollte mal Schluss sein mit dem Diskutieren und Nägel mit Köpfen gemacht werden! Sonst verliert das W3C in diesem Bereich noch seine Bedeutung…

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10 Gründe, wieso sich Kunden nicht um Zugänglichkeit scheren

Dienstag, 20. September 2005 um 21:01 von Thomas S

Der Webentwickler Jens Grochtdreis hat in seinem Blog blog.grochtdreis.de einen nachdenklichen Artikel über Webstandards geschrieben, der einen sehr interessanten Link beinhaltet: 10 Gründe, wieso sich Kunden nicht um Zugänglichkeit (Barrierearmut) scheren.

Die 10 Gründe aufgelistet, warum Zugänglichkeit (Barrierearmut) sich so schleppend durchsetzt:

  • Grund 1: Niemand befolgt gesetzliche Regelungen
  • Grund 2: Man sieht den Nutzen nicht oder nicht unmittelbar
  • Grund 3: Zugänglichkeit wird als technisches Problem behandelt
  • Grund 4: Über Behinderungen denkt niemand gern nach
  • Grund 5: Man überarbeitet Websites meist nur und erfindet sie nicht neu
  • Grund 6: Es existieren keine Prüfwerkzeuge
  • Grund 7: Es wird als Behinderung beim Erarbeiten empfungen
  • Grund 8: Niemand beschwert sich
  • Grund 9: Kunden müssen mehr eingebunden werden
  • Grund 10: Es gibt keinen Vorkämpfer und wenig gute Software

Und was gibt der Autor Christian Heilmann für Lösungsvorschläge?

So what can we do?

Gently prod clients in the right direction. Here are some ideas:

  • Stop selling accessibility as a technical issue. Address it in the scoping and design phase rather than at delivery
  • Make sure you’ve got your facts straight before releasing another “accessibility” article or blog entry (rounded corners in CSS do not increase accessibility, really, they don’t!)
  • Make product presentations and assessments more fun by taking away the client’s mouse and changing monitor settings
  • If you want to support disabled users, don’t stop at one group. “Skip links” helps blind users and keyboard/switch access users alike, don’t hide them!
  • Send emails to companies every time it is hard for you to use their site. Point out that you will buy the product on their competitor’s site and why.
  • Step away from the visuals. Embrace Web design as a mixture of good content, proper structure and nice visuals. Start developing sites in the text editor, not in Illustrator.

Diese Anregungen sind hoffentlich eine Hilfe für Webentwickler und Leute, die Websites vermarkten müssen, auch wenn nichts wirklich Neues dabei ist. Punkt 3 bringt aber auch für mich eine neue Sichtweise des Problems. Es ist kein technisches Problem, aber die Problemlösungen sind technischer Natur, weshalb Webentwickler natürlich nur über die Technik reden. Dass Barrierearmut viele Menschen angeht, vom ganz normalen Greis über den Spezialfall einer seltenen Farbenblindheit bis hin zum körperlich Behinderten, und allen nützt, hat man im Hochbau auch erst nach Jahrzehnten und viel gesetzlichem Druck erkannt. Im World Wide Web wird es nicht viel anders sein.

Vor allem müssen die Kunden von Webentwicklern sensibilisiert werden. Und Punkt 8 müsste endlich durch viele Surfer verwirklicht werden! Ich schreibe zwar Webmastern, wenn mir etwas wirklich Grobes aufällt (würde ich ins Detail gehen, würden diese Mails 100%-ig sofort im Mistkübel verschwinden), aber da ich (noch) keine Behinderung habe, sehe ich das aus der technischen Perspektive. Was wiederum Punkt 3 betrifft…

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W3C-konforme Seiten / W3C compliant sites

Sonntag, 18. September 2005 um 18:40 von Thomas S

Heute habe ich meine persönliche Seite bei W3Csites.com angemeldet. Ich bin einer der wenigen Österreicher, die sich dort mit professionellen und Hobby-Webdesignern aus aller Welt zeigen.

Mein Profil bei W3Csites.com.

W3Csites.com ist eine Sammlung von Websites, die geschrieben wurden mit validem Quellcode in (hauptsächlich) XHTML, mit Bedacht auf Trennung von Struktur und Präsentation durch CSS und geschrieben mit Augenmerk auf Zugänglichkeit, ohne Tabellen und möglichst semantisch.

Es ist zu hoffen, dass sich dort mehr (und richtige) Webarbeiter aus dem deutschsprachigen Raum anmelden. Es gibt auch in unseren Breiten engagierte Leute, die schmarrnfrei Webseiten schreiben.

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Web browser standards support

Mittwoch, 14. September 2005 um 18:44 von Thomas S

Bereits vor einer ganzen Weile habe ich die ausführlichste und beste Übersichtsseite gefunden, auf der das Können (und Nichtkönnen) von (X)HTML/CSS/DOM der verbreitetsten Browser gegenüber gestellt wird. Web browser standards support heißt die Seite und wurde von Nanobot zusammengestellt. (Bereits erwähnt im Artikel Internet Explorer ist gefährlich.)

Standardmäßig werden die 3 geläufigsten Browser vergleichen: Internet Explorer 6, Firefox 1 und Opera 8.

Die Themengebiete umfassen HTML, XHTML 1.0-Anpassungen, XHTML 1.1-Anpassungen, CSS 2.1, mehrere CSS 3-Module, DOM Level 3, DOM Level 2 und ECMAScript (JavaScript).

Die Zusammenfassung am Ende zeigt, dass Firefox (Fx) und Opera (Op) rund 90% von (X)HTML darstellen können, IE rund 85%. Bei CSS sieht es allgemein shlechter aus: Fx und Op interpretieren 2 Drittel, der IE nur ein(!) Drittel. Da ist es schon ein Wunder, dass so viel funktioniert, wenn man mit CSS arbeitet. Anders herum gesehen muss man sagen, dass der IE das WWW behindert. Keine Frage. DOM verstehen Fx und Op zu 2 Drittel, der IE zu rund 50%. ECMAScript (JavaScript) hat es am leichtesten: 100% bei allen Dreien.

Vor kurzem habe ich im Forum Nanobox eine Neuerung entdeckt. Nanobot hat ein System gebaut, bei dem man Browser in beliebiger Reihenfolge gegenüberstellen kann. Die Erklärung dafür gibt es in diesem Forumsbeitrag (Change Log).

Die Liste umfasst bisher: IE3 (MSIE 3.0), IE4 (MSIE 4.0), IE5 (MSIE 5.0), IE55 (MSIE 5.5), IE6 (MSIE 6.0), IE7 (MSIE 7.0), NS72 (Netscape 7.2), FX1 (Firefox 1.0), FX15 (Firefox 1.5), OP5 (Opera 5.0), OP61 (Opera 6.1), OP75 (Opera 7.5), OP8 (Opera 8.0), KN34 (Konqueror 3.4).

Vollständig getestet wurden bis heute jedoch nur die 3 genannten Browser sowie Firefox 1.5. Als Beispiel könnt ihr diese Seite ansehen: Web browser standards support IE55|IE6|IE7|FX1|FX15|NS7_2|OP8.

Mit Interesse habe ich die Ergebnisse von Fx 1.5 verfolgt. Noch ist die Liste nicht gänzlich vollständig, aber es zeigt sich, dass es Verbesserungen bei HTML gibt, dass CSS nun genausogut wie bei Opera 8 oder besser verarbeitet werden kann und DOM Level 3 ohne Abschläge unterstützt wird (alle anderen Browser liegen weit zurück).

Wichtig finde ich auch die Entwicklung von Internet Explorer 7. HTML 4.01 dürfte beinahe zu 100% unterstützt werden, besser(!) als bei den anderen getesteten Browsern. Ich bin gespannt auf die CSS-Ergebnisse…

Aktualisierung am18.09.2005: Ich war zu voreilig. Die 100% bei IE7 stimmen (natürlich) nicht. In der Tabelle wurden nämlich bisher nur die “Y” (Ja) übernommen, die “N” (Nein) und “I” (teilweise) müssen aber erst noch abgearbeitet werden.

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Warum Webstandards (gut sind)?

Mittwoch, 7. September 2005 um 21:04 von Thomas S

Folgende Auflistung von Vorteilen von Webstandards habe ich vor Monaten in einem Blog-Kommentar gefunden. Webstandards werden ja noch immer von den meisten Leuten, die Webseiten produzieren, ignoriert, niedergemacht oder haben keine Ahnung, dass es sowas überhaupt git. Vielleicht hilft so eine kleine Liste als Anregung, um zu dem Thema weiter nachzuforschen?

Why Webstandards?

  • 1. Standards can lower costs by easing maintenance and bandwidth use.
  • a. Standards improve maintainability.
  • b. Page sizes are smaller, quicker to load.
  • c. Markup is minimal.
  • d. It is easier to read the source.
  • e. It is easier to make site wide changes.
  • f. Development time is usually much less than with non-standard methods.
  • g. Redesigns are simpler. You don’t have to go back to square one.
  • 2. Standards are search-engine-friendly.
  • 3. Standards help accessibility.
  • a. Pages are inherently more accessibility.
  • b. Any accessibility issues are easier to handle.
  • c. Assistive options like style switchers can be incorporated.
  • 4. Standards supports device independence.
  • a. Content is available to more browsers and devices.
  • b. Content is accessible to older user agents.
  • c. Standards aids in graceful degrade.
  • d. Pages look great in standards compliant browsers.
  • e. Printer specific options are possible without requiring new pages.
  • 5. Standards are forward compatible.

Quelle: The best thing about standards

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Bookmarksammlung fertig

Mittwoch, 7. September 2005 um 20:57 von Thomas S

Nach langem ist meine Sammlung von Lesezeichen (neudeutsch bekannt unter Bookmarks) für Webdesign und Webstandards endlich fertig geworden. Im Grunde war es als Online-Variante und Sicherung meiner Lesezeichen geplant. Man kann es aber natürlich auch zum Stöbern und Nachschlagen benutzen. Es enthält sehr viele nützliche Links zu allen Themen des Webdesigns.

Zur Bookmarksammlung

Für die exorbitante Länge entschuldige ich mich. :) Gutes kann man eben nicht - oder nur schweren Herzens - kürzen. Wegen der Länge und um das Suchen zu erleichtern, habe ich ein paar besonders URLs und Texte hervorgehoben.

Viel Spaß beim Stöbern und Dazulernen - und viel Erfolg beim Suchen. :)

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Webkrauts

Donnerstag, 25. August 2005 um 20:02 von Thomas S

Am 18. August 2005 wurde im Blog von Jens Grochtdreis und durch Jens Grochtdreis selbst die Idee einer Vereinigung von Leuten ins Leben gerufen, die im deutschsprachigen Raum Webstandards und Zugänglichkeit mit gemeinsamer Kraft verbreiten wollen.

Webstandards (Validität, Semantik, Zugänglichkeit, …) sind zwar auch in Europa auf dem Vormarsch, aber sehr, sehr langsam. Und jeder Webstandard-Evangelist hat schwer zu kämpfen gegen die angestammten (Un-)Praktikten von sogenanngen “Webdesignern” und Werbeagenturen. (Das W3C ist selbst auch nicht gerade hilfreich und erfolgreich im Verbreiten bestehender Standards und Ausarbeiten neuer.) Noch ist nicht zu allen durchgedrungen, dass das World Wide Web für ALLE gedacht ist - nicht nur für die Internet Explorer-Nutzer auf 1024×768 Pixel-Bildschirmen, die man rasch mit verschachtelten Tabellenlayouts und allerlei Schnickschnack versorgen kann. Die Webkrauts sollen den Webstandards eine positive Lobby verschaffen.

Das haben sie auch nötig. Wo die USA mit webstandards.org, A List Apart und anderen Websites und Vereinigungen gegen schlechte Webseiten und bornierte Softwarehersteller angehen, sieht es im deutschsprachigen Raum düster aus. Vor allem in Österreich, das noch nie wirklich Vorkämpfer für moderne Internetpraktiken und -technologien war, ist sowas dringend nötig. Österreichische Seiten wie web-barrierefrei.at sehen alles andere als einladend aus und animieren sicher nicht, für ein modernes, offenens, professionelleres und zugängliches Web zu kämpfen.

Die Webkrauts sind zwar allein schon vom Namen her, aber auch vom Personal her Deutschland-zentriert, aber ich hoffe auf rege Teilnahme aus Österreich und der Schweiz. Vielleicht - wenn die Webkrauts erfolgreich sind - wird es mal einen Ableger für Österreich geben. Mal sehn. Noch ist alles offen. Zwar gibt es viel Zuspruch für die Webkrauts, aber man ist sich immer noch nicht im Klaren über die Ziele und die Wege zu diesen möglichen Zielen.

Ich werde auf alle Fälle helfen, wo es mir möglich ist. Im Kleinen bin ich ja seit einer Weile bereits ein aktiv tätiger Webstandards-Evangelist. Mit den Webkrauts im Rücken und besserem Vorzeigematerial wird es sicher leichter, für diese Sache einzutreten und Entscheider wie Webdesigner davon zu überzeugen.

Zu den Webkrauts: webkrauts.de

Toi toi toi!

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