Flugsimulator FlightgearAcer Aspire 5520G und Ubuntu 7.10

KDE 4 ein Sprung nach vorn

Sonntag, 10. Februar 2008 um 01:23 von Thomas S

(Und wieder eine späte Meldung. ;)

Vor einem Monat ist KDE 4.0 offiziell erschienen. Die Meldungen reichten von überwältigend positiv aus Entwicklersicht bis zu enttäuschend aus Anwendersicht. Beide haben recht. Für Entwickler hat sich vieles verbessert und die APIs sind mit KDE 4.0 bereit; Endanwender werden aber mit noch vielen Fehlern und unfertigen Programmen ihre Probleme haben. Im Vergleich zu KDE 3.x ist (oder wird) 4.x aber ein Quantensprung in die Zukunft und verspricht viele Verbesserungen bei der Zugänglichkeit und der Optik. Für mich galt KDE 3.x vor allem optisch als sehr veraltet. Die zweijährige Entwicklungszeit hat sich aber ausgezahlt und mit dem Desktop Plasma und dem Artwork Oxygen optisch zu GNOME aufgeschlossen und teilweise überholt (wie die praktischen Widgets oder simple Desktopeffekte ohne Compiz, die auch GNOME in Metacity bald einbauen will).

Persönlich benutze ich GNOME aus diversen Gründen, bin aber schon sehr gespannt auf KDE 4.1, das die erste Version werden soll, die auch für Endanwender “fertig” und benutzbar ist. Alle geplanten Programme und Funktionen sollen mit KDE 4.1 vollständig sein. Vielleicht wechsle ich dann von GNOME zu KDE 4 bzw. von Ubuntu zu Kubuntu? Man wird sehen. Was für mich für KDE 4.x sprechen würde, wäre zum Beispiel (das derzeit noch in Entwicklung befindliche) KOffice 2, das vollständig ODF 1.2 umsetzen und besser kompatibel mit OpenOffice 2/3 sein soll. Dabei soll in KDE außerdem eine frei verfügbare ODF-Unterstützung eingebaut werden, worauf Programme zugreifen können - Programme können so mit Hilfe von KDE Dokumente in ODF umwandeln oder speichern, ohne ODF selbst noch einmal implementieren zu müssen. (Ich hoffe, ich habe das damals nicht irgendwo falsch gelesen, denn das wäre wirklich eine feine Sache.)

Was gegen KDE 4.x für mich spricht, ist das hässliche Startmenü KickOff, mit dem ich überhaupt nicht zurecht kommt. Klar, man kann es ändern. Aber da liebe ich doch die einfachen althergebrachten Menüs in GNOME. Auch ist die KDE- bzw. Qt-Unterstützung meiner bevorzugten Programme Firefox, GIMP und OpenOffice.org nicht so ausgeprägt (vorsichtig ausgedrückt). Beim Lesen mancher Blogs über die sehr positive Entwicklung der Oberfläche und Zugänglichkeit vom kommenden Firefox 3 für GNOME stolpere ich immer über die Frage: Und was ist mit KDE? Dafür scheinen sich die Hauptentwickler gar nicht zu interessieren. Alle konzentrieren sich nur auf GNOME/GTK. Nunja, KDE ist die letzten Jahre (wohl auch wegen Ubuntu) ins Hintertreffen geraten. Mal sehen, ob sich das mit KDE 4.x ändern wird.

Apropos Ubuntu: Kubuntu 8.04 wird keine LTS-Version werden, dafür aber KDE 4 anstatt 3.5 enthalten. Das ist zwar eine schlechte und eine gute Nachricht für KDE, die schlechte (keine LTS-Version) ist aber verständlich, da es nicht genügend KDE-Entwickler gibt, die sich bis 2013 noch mit KDE 3.5 in Kubuntu 8.04 herumschlagen wollen.

Eine genauere Beschreibung von KDE 4, was alles neu ist und was sich zum Vorgänger 3.5.x geändert hat, kann man im Web vielerorts nachlesen wie zum Beispiel bei Golem: KDE 4.0 ist bereit, den Desktop zu revolutionieren.

Abgelegt unter Linux

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