Im Artikel Das Babel der Webstandards-Kompatibilität sprach ich von dem Schaden, den das von Microsoft erdachte Meta-Tag des IE8 anrichten könnte. Nun hat Microsoft vorerst zurück gerudert und wird die Darstellung von Webseiten im IE8 nach den aktuellsten Webstandards gewährleisten. Wer den IE7 haben will, muss dies extra per Meta-Tag oder http-Header erzwingen.

Die Nachricht darüber im IE-Blog war die beste von Microsoft seit langem. Es ist eine gute Nachricht für das World Wide Web und für Webstandards und Interoperabilität.

Über die Gründe für diesen Sinneswandel kann man nur spekulieren: Waren es jene WaSP-Mitglieder und die anderen Webdesigner-Größen, die gegen den Meta-Tag waren, die das IE-Team umstimmen konnten? Waren es rechtliche Bedenken wegen der EU und Operas Klage wegen Marktmissbrauchs und Nichteinhaltung von Industrienormen? Will man damit seine letztens groß angekündigte Offenheit an einem Beispiel demonstrieren und die Normierung von Microsofts OOXML voranbringen?

Wie dem auch sei. Wichtig ist, dass es angekündigt wurde. Noch wichtiger wird sein, dass es auch wirklich umgesetzt wird, wenn der IE8 offiziell das Licht der Welt bei den Windows-Anwendern erblickt.

PS: Einige lesenswerte Blog-Beiträge darüber findet man bei Einfach für Alle – Alles wird Gut.

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