The GIMP
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Diese Seite ist dem freien Foto- und Bildbearbeitungsprogramm GIMP und seinen Entwicklern gewidmet und soll zur Verbreitung beitragen und kurz und übersichtlich wichtige Informationen liefern.
Es gibt auch deutschsprachige Websites zum Thema GIMP für Windows: gimpusers.de, wingimp.de (nicht immer ganz aktuell) und gimpforum.de. Dort gibt es weitere Informationen und Anleitungen zu GIMP und in den Forum Hilfestellung bei Problemen und Fragen.
Letzte Änderung erfolgte am 11. November 2007.
Gleich zum Download-Link springen.
Inhaltsverzeichnis:
- Wo finde ich GIMP im Internet?
- Was bedeutet GIMP?
- Was kann GIMP?
- Welche Sprache spricht GIMP?
- Auf welchem Betriebssystem funktioniert GIMP?
- Wie sieht GIMP aus?
- Wofür ist GIMP nicht geeignet?
- Wo kann ich GIMP herunterladen?
- Was benötige ich eventuell zusätzlich zu GIMP?
- Wo bekomme ich Hilfe zu GIMP?
- Gibt es Folgeprojekte von GIMP?
- Gibt es Tipps für GIMP-Einsteiger?
- Wo kann man Fehler, Verbesserungsvorschläge und Wünsche äußern?
Wo finde ich GIMP im Internet?
- Offizielle Projektseite: www.gimp.org
- GIMP bei Wikipedia: deutsch und englisch
Was bedeutet GIMP?
Der Name GIMP ist aus den englischen Worten „GNU Image Manipulation Program“ zusammengesetzt, was auf deutsch soviel bedeutet wie „GNU Bildbearbeitungsprogramm“. Wie aus dem Kürzel GNU bereits zu entnehmen ist, ist GIMP eine freie Software unter der GPL-Lizenz, die man frei kopieren, verbreiten, modifizieren und sogar verkaufen darf.
Was kann GIMP?
GIMP ist ein leistungsstarkes Foto- und Bildbearbeitungsprogramm, das für eine Vielzahl von grafischen Arbeiten mit Raster-/Pixelgrafiken verwendet werden kann. Es eignet sich zum Beispiel zur Nachbearbeitung von Fotos und gescannten Dokumenten oder zur Bildkomposition und Bildmalerei.
GIMP bietet unter anderem Unterstützung für
- Transparenz,
- Ebenen,
- Kanäle,
- Hilfslinien,
- Pfade,
- Schnelle Maske (Quick Mask)
- Rückgängig machen (Undo)
- Farbverläufe
- Text und Schriftarten
- Austausch von Bildern per „Drag and Drop“ und „Cut, Copy, Paste“ mit anderen Programmen,
- Echtzeitvorschau in den Werkzeugen,
- Volle Unterstützung von Farbprofilen
- Objekte im Vordergrund freistellen, Rote-Augen-Effekt retuschieren
- einfaches Zeichnen von geometrischen Figuren wie Polygone und Sterne mit Hilfe des Filters Gfig (Menü Filter > Render > Gfig …).
Es stellt eine Menge an weiteren Werkzeugen zur Verfügung (inklusive Pinsel, Stifte, einer Sprühpistole (Airbrush), einem Klonwerkzeug, dem Zauberstab und vielem mehr) und kann mit allen gängigen Bildformaten umgehen (GIF, JPEG, PNG, XPM, TIFF, TGA, MPEG, PS, PDF, PCX, BMP und viele andere, weitgehend auch mit dem Photoshop-Format PSD).
Eine große Stärke von GIMP ist die Erweiterbarkeit mit der eigenen Programmiersprache „Skript-Fu“, mit deren Hilfe spezielle Filter integriert werden können (sieht auch weiter unten).
Für einen groben Überblick über die wichtigsten Funktionen von GIMP empfiehlt sich die englische GIMP-Seite Feature Overview.
Welche Sprache spricht GIMP?
GIMP ist vollständig in deutscher Sprache erhältlich (Programmoberfläche und Hilfe). Die Sprache wird in der Regel automatisch der Systemsprache angepasst. Man muss nichts einstellen.
Auf welchem Betriebssystem funktioniert GIMP?
GIMP ist für folgende Betriebssysteme geeignet: Microsoft Windows 95, 98, Me, NT4, 2000, XP™ und Vista™, GNU/Linux™, Apple Mac OS X™, OpenBSD™, NetBSD™, FreeBSD™, Solaris™, SunOS™, AIX™, HP-UX™, Tru64™, Digital UNIX™, OSF/1™, IRIX™, OS/2™ und BeOS™.
Wie sieht GIMP aus?

- Screenshot der GIMP-Benutzeroberfläche
- Links das Werkzeugfenster (das Herzstück von GIMP),
- in der Mitte das Bildfenster
- und rechts das Dialogfenster für Ebenen, Kanäle, Farbverläufe, Pinsel usw.
Wofür ist GIMP nicht geeignet?
- Zum Zeichnen von Vektorgrafiken – mit Ausnahme einfacher Polygone mit Hilfe des oben genannten Filters Gfig – ist GIMP nicht gedacht. (Dafür empfiehlt sich der freie Vektorgrafikeditor Inkscape oder das freie Office-Paket OpenOffice.org mit dem Vektorgrafik-Zeichenprogramm Draw.)
- Bisher fehlt die Unterstützung für das CMYK-Farbmodell, das für professionelle Druckvorstufen notwendig ist. Im Alltagsgebrauch kommt man aber mit dem unterstützten RGB-Farbmodell, den Graustufen und den indizierten Farben vollkommen aus. Mit einem Plugin ist eine rudimentäre CMYK-Unterstützung möglich. In mittelferner Zukunft soll die Bibliothek GEGL CMYK, Farbmanagement und 16 Bit-Farbunterstützung möglich machen.
- GIMP besitzt noch keine Recorder-Funktion, mit der man Bearbeitungsschritte aufzeichnen und mit einem Klick wiederholen lassen kann. Jedoch wird daran gearbeitet (Feature request).
Wo kann ich GIMP herunterladen?
- Alle aktuellen Versionen kann man von der Projektseite beziehen:
- www.gimp.org
- Die aktuelle Windows-Installationsversion hat eine eigene Website:
- gimp-win.sourceforge.net/stable.html
- Laden Sie dort einfach das Installationsprogramm GIMP for Windows (rund 15 MB).
- Zusätzlich empfehle ich die Hilfedateien GIMP Help (rund 58 MB in der Version mit allen Sprachen). Damit können Sie sich mit GIMP besser vertraut machen und bei Problemen oder Fragen auch ohne Internetzugriff nachschlagen.
Was benötige ich eventuell zusätzlich zu GIMP?
- Hilfe (Benutzerhandbuch)
- Die Hilfedateien werden extra angeboten, da sie erheblich größer sind als die eigentlichen Programmdateien und unabhängig davon ständig gewartet und verbessert werden.
- Online ist die aktuelle Version der Hilfe im HTML-Format auf docs.gimp.org zu finden. Die selbst installierenden Dateien zum Offline-Lesen werden auf der Windows-Installationsseite für GIMP angeboten.
- PostScript- und PDF-Dateien lesen
- Zum Importieren von PDF- und EPS-Dokumenten ist Ghostscript (rund 10 MB) erforderlich. Die Installationsanleitung hierfür gibt es auf der Seite Problems reading PostScript/PDF files (englisch).
- GIMP Animation Package (GAP)
Derzeit nur für GIMP bis einschließlich Version 2.2.x verfügbar! - Um vielfältige Grafikanimationen oder kleine Filme basteln zu können, steht die Plugin-Sammlung GAP zur Verfügung. Die selbst installierenden Dateien von GAP werden auf der Windows-Installationsseite für GIMP angeboten. Nach der Installation befindet sich im Menü des Bildfensters der neue Eintrag „Video“ mit Dutzenden neuen Funktionen.
- Anleitungen (Tutorials) für GAP gibt es zum Beispiel bei gimp-werkstatt.de (deutsch, mehr zu finden bei „Tutorien“) oder bei carol.gimp.org (englisch, hauptsächlich Arbeiten mit Video-Frames).
- CMYK-Unterstützung
Derzeit nur für GIMP bis einschließlich Version 2.2.x verfügbar! - Zum Konvertieren eines RGB-Bildes in CMYK-Ebenen ist die Installation eines Plugins notwendig. Dieses heißt „Separate“ und ist für Linux, Windows und MAC OS X in englischer Sprache verfügbar.
- GTK+ Runtime Environment
Nur bei GIMP bis einschließlich Version 2.2.x notwendig! - Für das Funktionieren von GIMP unter Windows bis Version 2.2.x ist die Installation der GTK+ Runtime Environment erforderlich. GTK+ ist ein Werkzeugsatz, eine Komponentenbibliothek zum Darstellen grafischer Benutzeroberflächen (GUI).
Die aktuelle Version wird auf der Seite GTK+ and The GIMP installers for Windows angeboten. - Objekte im Vordergrund freistellen
Nur bei GIMP bis einschließlich Version 2.2.x notwendig! - Die Version 2.4 von GIMP wird das Plugin Siox beinhalten. Versionen vor 2.4 müssen das Plugin händisch installieren. Das revolutionäre Siox ist zum einfachen Freistellen von Objekten gedacht und wurde von der Freien Universität Berlin entwickelt. Eine Beschreibung und Anleitung ist auf PC-Welt zu finden.
Wo bekomme ich Hilfe zu GIMP?
- Hilfe gibt es vor allem mit dem GIMP Online-Benutzerhandbuch (deutsch) und
- im GIMP-Forum (deutsch), wo man Fragen stellen, sich über Neuerungen in GIMP-Versionen informieren und viele Links zu Anleitungen (Tutorials) finden kann.
- Des weiteren gibt es noch Infos zu GIMP bei Wikibooks (deutsch),
- die Online-Variante des Buches Grokking the Gimp (deutsch, aus dem Jahr 2000 aber sehr zu empfehlen, mit vielen nützlichen Tipps und Anleitungen!),
- bei GIMP 2 Video Demos (englisch)
- und eine Reihe von GIMP-Tutorials (englisch).
- Auch beim Traum-Projekt (deutsch) gibt es einige nützliche GIMP-Tutorials.
Weitere Links sind auf folgenden Seiten zu finden:
- www.gimp.org/links
- wiki.gimp.org
- dmoz.org/World/Deutsch/Computer/Software/Grafik/Bildbearbeitung/Gimp
Gibt es Folgeprojekte von GIMP?
Folgeprojekte, sogenannte Forks, stammen direkt von GIMP ab, haben aber nichts mehr mit GIMP zu tun (weder bei der Entwicklung noch beim Support). Forks spezialisieren sich oder ihre Aufgaben liegen in einer anderen Richtung als bei GIMP selbst.
- GIMPshop
- 2005 stellte Scott Moshella eine modifizierte Version von GIMP, GIMPshop, vor. Die Menüs und Tastenkombinationen wurden an Photoshop angepasst, damit Photoshop-Umsteiger sich schneller und besser zurecht finden können.
- GIMPshop ist derzeit für Mac OS X, Windows 98 und später, Linux, and Solaris erhältlich. Auf der Seite des Entwicklers gibt es mehr Informationen und die Downloads: gimpshop.com (englisch) und mit Screenshots und mehr Informationen auf plasticbugs.com (englisch).
- Der Nachteil dieser GIMP-Variante ist, dass es immer ein paar Versionen dem offiziellen GIMP hinterher hinkt und nicht von einer großen Community getestet wird. Anwendung also auf eigene Gefahr!
- CinePaint
- CinePaint (ehemals Film Gimp) entstand 1998 aus The GIMP heraus und ist freie Software unter der GPL-Lizenz. Es ist eine professionelle Grafikbearbeitungs-Software für Filme und natürlich auch für Fotografien und erlaubt die Bearbeitung ganzer Bilderserien in einem Vorgang, unterstützt Farbtiefen von 8/16 und 32 Bit pro Farbkanal und besitzt ein Farbmanagement für CMYK- und CIE*Lab-Bilder. Eine Reihe von bekannten Hollywood-Filmen wurde mit CinePaint bearbeitet. (Quelle)
- Mehr Infos gibt es bei cinepaint.org (englisch). Geladen werden kann die aktuelle Version von CinePaint von sourceforge.net/projects/cinepaint.
- Eine kurze deutschsprachige Beschreibung gibt es bei foto-freeware.de/cinepaint.php, dort findet sich auch der Download-Link zur letzten ausführbaren Windows-Version von CinePaint, 0.18-1.
- Portable GIMP
- Mit Portable GIMP kann man das Bildbearbeitungsprogramm auf seinem USB-Stick lagern und von dort direkt starten und damit arbeiten.
- Mehr Infos und Downloads gibt es bei PortableApps.com.
Gibt es Tipps für GIMP-Einsteiger?
Im Folgenden gebe ich ein paar kleine Tipps für GIMP-Einsteiger (der dritte Punkt speziell für Betriebssystem Windows), die ich mit der Zeit herausgefunden habe. Die Benutzeroberfläche ist für Windows-Benutzer auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig. Aber wenn man sich durch das Benutzerhandbuch und/oder Grokking for Gimp gelesen hat, findet man sich problemlos zurecht.
- Bildgröße mit dem Bildfenster mitverändern
- Im Bildfenster gibt es rechts oben ein kleines Lupensymbol. Wenn man es aktiviert, wird das gerade offene Bild vergrößert oder verkleinert, wenn man die Größe des Bildfensters selbst verändert. Das kann ganz nützlich sein, wenn man ein Bild schnell kleiner oder größer machen will.
- Schnelles Scrollen in großen Bildern
- Wenn man im Bildfenster ein Bild so weit gezoomt hat, dass man nur einen Ausschnitt davon betrachten kann, kann man mit dem Pfeilkreuz rechts unten ein kleines Vorschaufenster öffnen, mit dessen Hilfe man schnell im ganzen Bild navigieren kann.
- Mehrere Bilder öffnen und trotzdem nur einmal das Programm GIMP starten
- Wenn man Bilder mit gimp-win-remote.exe öffnet anstatt mit gimp-X.X.exe, wird kein neues Werkzeugfenster (also das Programm GIMP kein weiteres Mal) gestartet, sondern nur ein weiteres Bildfenster geöffnet.
- Wenn Befehle zur Bildbearbeitung ausgegraut sind …
- … ist es eine gute Idee, sich erst einmal zu vergewissern, ob das Bild im RGB-Modus vorliegt (Bild > Modus > RGB). Beispielsweise haben GIF-Bilder indizierte Farben. Beim Speichern im GIF-Format wird die RGB-Farbpalette wieder in indizierte Farben umgewandelt. Alle Befehle in GIMP funktionieren im RGB-Modus, einige jedoch nicht mit Graustufen oder indizierten Farben.
- Transparenz erstellen
- Wenn ein Bild transparente Bereiche erhalten soll, muss man in der Regel erst einmal einen Alpha-Kanal erzeugen (Ebene > Transparenz > Alphakanal hinzufügen). Nach dem Bearbeiten kann man dieses Bild im PNG-Format abspeichern, das Transparenz darstellen kann.
- Reiter selbst hinzufügen
- Das Werkzeugfenster und das rechte Dialogfenster sind mit Reitern erweiter- und für den eigenen Geschmack konfigurierbar. Mit den kleinen grauen Pfeilen kann man Reiter hinzufügen oder bearbeiten. Mein Lieblingsreiter im Werkzeugfenster ist der Dokumentenindex. Damit hat man schnellen Zugriff auf bereits einmal mit GIMP geöffnete Bilder. Einfach auf den Pfeil klicken, dann springt ein Kontextmenü auf, Reiter hinzufügen > Dokumentenindex wählen.
Wo kann man Fehler, Verbesserungsvorschläge und Wünsche äußern?
Fehler im Programm (sogenannte Bugs), Verbesserungsvorschläge für bestehende Funktionen und Wünsche für neue Funktionen kann man in Gnome Bugzilla melden. Welche Bugs es bereits gibt, wie und wo man suchen muss und wie man einen Bug meldet, steht auf gimp.org/bugs.
Bugs sind menschlich, und Fehler in Programmen kommen immer wieder vor. Wenn du einen solchen Bug findest oder glaubst gefunden zu haben, gehe auf die Suche (mit ausreichend Englischkenntnissen), ob dieser Bug schon von jemand anderem gemeldet wurde, und wenn nicht, trage ihn ein. Damit verbessert man das Programm für sich und andere und erhält beim nächsten Update hoffentlich eine Version, die diesen Fehler nicht mehr beinhaltet. Mache dir die kleine Mühe. Es lohnt sich!
Viel Spaß und Erfolg mit The GIMP!
Zum Blog-Beitrag zum Anlass der Veröffentlichung dieser Seite über GIMP.



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