Ich schaue so weit es geht darauf, meine Privatsphäre und die anderer zu schützen oder zumindest zu schonen. Zum Beispiel habe ich die Kontakte in meinem Android-Handy nicht mit Google verknüpft, sondern nur lokal am Handy abgespeichert.
Als mir ein Bekannter, ebenfalls mit Android-Handy, aber sagte, er habe alle seine Kontakte über sein Google-Konto eingespeichert und ich sei da natürlich auch dabei, kam mir meine Vorsichtsmaßnahme völlig umsonst vor. Google weiß über diesen Bekannten (und über wen sonst noch) sowieso alles von mir: Postanschrift, Telefonnummer, diverse Mail-Adressen usw.
Natürlich können Google und Co. da sonst eh auch alles herausfinden. Aber es wird halt vorsätzlich gemacht und auch so schön präsentiert. Als hätte ich ein Facebook-Konto mit den sprichwörtlichen Klo-Statusmeldungen.
Gut. Zumindest ist mein Gewissen rein, dass ich nicht meine Telefonbuchkontakte preisgegeben habe, sondern jemand anderer es tut. ;-)
Prolog
Dieser Artikel baut auf meinen vorherigen zur Installation von Ubuntu x.10 auf:
- Acer Aspire 5520G und Ubuntu 7.10
- Acer Aspire 5520G und Ubuntu 8.10
- Acer Aspire 5520G und Ubuntu 9.10
Später als die letzten Male habe ich meinen Vorsatz umgesetzt, das Ubuntu auf meinem Laptop auf jede Herbstversion zu aktualisieren. Diese Vorgehensweise ist ein guter Kompromiss zwischen den halbjährlichen Ubuntu-Veröffentlichungen, die immer die neuesten Programmversionen und Verbesserungen bieten, und den LTS-Versionen, die alle 2 Jahre erscheinen, aber deren Programme bald veraltet sind. Inhaltlich baut dieser Artikel auf den drei vorhergehenden auf.
Eines späten Abends fasste ich letzte Woche kurzerhand den Entschluss, das Update endlich zu machen. Im Dezember hatte ich überhaupt keine Zeit dafür und eigentlich gibt es genügend andere Dinge, die ich abends tun könnte (Stichwort: Kitsune und Verbatim). Aber ich wollte unter all den ausstehenden Arbeiten etwas Größeres „abarbeiten“. Da es letztes Mal so flink ging, hielt mich auch die späte Stunde nicht davon ab.
Vorarbeit
Damit das Bootmenü von Grub nicht zu lang wird, habe ich in Ubuntu 9.10 die alten Kernel-Installationen deinstalliert. Die wichtigere Vorarbeit war aber das Sichern von einigen Einstellungsdateien und den Mozilla-Profilen. Mit einer einzigen falsch ausgewählten Einstellung kann im schlimmsten Fall die Home-Partition gelöscht werden – dann sind Backups „lebensrettend“.
Installation
Mit meiner Ubuntu 10.10-DVD habe ich diesmal die 2. eingerichtete Systempartition für Linux überschrieben und 9.10 auf der 1. belassen. Sicher ist schließlich sicher. Die Home-, Swap- und Datenpartitionen blieben die selben. So kann ich immer meine fertig konfigurierten Desktop-Einstellungen nutzen, egal welches Ubuntu ich gerade starte. Die Installation verlief erwartungsgemäß problemlos.
Übrigens: Normalerweise kann man den bequemen Weg über die Aktualisierungsverwaltung in Ubuntu nehmen, um von einer Version auf die nächste zu wechseln. Ich will die alten Sachen aber nicht mitschleppen und mag ein frisch aufgesetztes System. Außerdem stelle ich so jedes Mal aufs Neue meine selbst installierten Pakete auf den Prüfstand und werfe nicht genutzte Programme raus.
Soundkarte
Der Ton machte keine Probleme und erforderte während und nach der Installation keinen Eingriff meinerseits.
LAN und WLAN
Kabelgebundenes Internet war bei einem Routersystem naturgemäß gar kein Problem und sollte bei der Installation immer eingesteckt sein, um die neuesten Updates gleich einzuspielen.
Für WLAN habe ich einen proprietären Treiber installiert, den Ubuntu selbst vorgeschlagen hat: Ein Klick auf „Aktivieren“ im “ Zusätzliche Treiber“-Fenster in der Systemverwaltung genügte und nach einem Neustart stand die Treiberfunktion für WLAN zur Verfügung.
Desktop-Effekte
Für Desktop-Effekte habe ich wieder den proprietären NVIDIA-Treiber installiert, der von Ubuntu selbst vorgeschlagen wurde und nun ohne zu murren seine Arbeit verrichtet. Natürlich musste ich wieder über die Paketverwaltung das Paket compizconfig-settings-manager nachinstallieren, wobei ich das nur aus „historischen Gründen“ getan habe. Ich musste ja nichts mehr konfigurieren, da meine Einstellungen, die ich in vorherigen Ubuntu-Versionen gemacht hatte, tadellos übernommen wurden.
Einen Nachteil gibt es beim NVIDIA-Treiber: Das Bootsystem Plymouth verliert seine schöne Grafik und fällt in einen VGA-Modus zurück. Aber für die wenigen Sekunden ist das zu verschmerzen.
Webcam
Die eingebaute Webcam von Acer lief auch problemlos. Das Aufnahmeprogramm Cheese habe ich wieder über die Paketverwaltung installiert.
Hotkeys und Kartenleser
Die Acer-Hotkeys funktionieren noch immer nicht, auch der Kartenleser nicht mit einer xD-Karte.
Codecs und DVD-Filme
Nach der Installation des Pakets ubuntu-restricted-extras und der restlichen Codecs, die auf der Ubuntuusers-Wikiseite stehen (hauptsächlich libquicktime1, w32codecs, libdvdread4 + Datei /usr/share/doc/libdvdread4/install-css.sh mit Root-Rechten ausführen), funktionierte das DVD-Schauen und Abspielen aller Filme und Musikstücke.
Für Flash und mp3 habe ich während der Installation ein Häkchen bei einer Option gesetzt, durch die Ubuntu selbsttätig einige Programme installiert, um diese Inhalte wiedergeben zu können. Für Neueinsteiger finde ich das gut, da diese Nacharbeit dann weg fällt. Wer keine unfreien Programme haben will, lässt das Häkchen einfach weg.
PDF und Drucker
Unter Ubuntu ist das Drucken von PDF-Dateien wie immer ohne Installation irgendwelcher Zusatzpakete möglich. Mein Netzwerkdrucker von HP wurde auch gleich erkannt: Drucker einschalten, nach neuen Druckern suchen über System > Systemverwaltung > Drucken, richtigen Drucker in der Liste der Netzwerkdrucker auswählen und fertig. Der Testdruck danach verlief reibungslos. Mein Ratschlag: nur HP-Drucker kaufen, denn dessen Linux-Treiber namens hplib wird aktiv von HP gefördert und ist direkt in Ubuntu und anderen Distributionen enthalten.
Verschiedenes
Die zwei Problemchen in Ubuntu 9.10 mit dem Mülleimer und der Anzeige der Partitionen im „Orte“-Menü haben sich mit 10.10 in Luft aufgelöst (siehe dazu meinen 9.10-Artikel und den Abschnitt „2 kleine Schnitzer“).
Wenn man statt der Mimetyp-Symbole von ODF-Dokumenten lieber Thumbnail-Vorschaubildchen der ersten Seite des Dokuments erhalten möchte, wie es unter Windows mit OpenOffice.org Standard ist, muss man nun (statt der Pakete libgsf-bin und imagemagick sowie des neuen Initialisierens von Nautilus) nur noch das Paket ooo-thumbnailer installieren – siehe den Artikel OpenDocument-Thumbnails.
Seit Ubuntu 7.10 nutze ich auch schon die praktischen Möglichkeiten von Nautilus-Skripten, jhead und ImageMagick, indem ich JPEG-Fotos in Nautilus direkt drehen und umbenennen kann. So erspare ich mir Shotwell und all die anderen Fotoverwaltungswerkzeuge. Die Beschreibung dazu befindet sich im 9.10-Artikel im Abschnitt „Tipps: ODF-Vorschaubildchen und Fotos in Nautilus drehen“.
Fazit
- Installation allgemein: ok
- Sound nVidia MCP67: ok
- Grafik nVidia GeForce 8600M GS: ok (3D-Effekte nur mit proprietärem Treiber)
- LAN-Ethernet net.80203: ok
- WLAN 802.11b/g Broadcom BCM94311MCG: ok (mit proprietärem Treiber)
- Webcam Acer CrystalEye: ok
- Mikrofon: ok
- Hotkeys: funktionieren nicht
- Kartenleser Ricoh: funktioniert nicht mit xD-Karten
- Akku: Ladestandanzeige ok
- DVD-Brenner: ok inklusive DVD-RAM
- Ruhezustand: funktioniert, aber das „Einschlafen“ und „Aufwachen“ dauert in Summe auch nicht weniger lang als das Herunter- und Hochfahren von Ubuntu selbst
Alles in allem hat sich die Installation und das Aussehen des Systems wieder weiter verbessert und ich arbeite gern mit Ubuntu 10.10. Optisch wird 10.10 vor allem durch die neue Ubuntu-Schriftart aufgefrischt, die mir anfangs zwar ein wenig zu verspielt vorkam, jetzt aber eine vertraute Beziehung zu Ubuntu herstellt.
Die Sicherung, Installation und Einrichtung hat nicht einmal 4 Stunden Zeit gekostet und ging noch schneller als vor einem Jahr. Die meiste Zeit verging durch die Sicherung vor der Installation, durch das Wiederinstallieren von Programmen, die nicht über die Paketquellen verfügbar sind wie TrueCrypt, sowie durch das Ausmisten alter lokal entpackter Programme wie z.B. Testversionen von Firefox oder TV-Browser, was ja eigentlich nichts mit der eigentlichen Installation zu tun hat.
Wer also ein bisschen über den Windows-Tellerrand schauen möchte und für Neues offen ist, dem empfehle ich Ubuntu mehr denn je.
Vor fast einem Jahr habe ich im Artikel HTML5-Video, Google und Mozilla von WebM erzählt, wieso es für ein freies Web so wichtig scheint und wieso Google WebM unterstützen sollte und nicht auch noch H.264. Diese Woche kam nun der für mich überraschende Befreiungsschlag von Google: Google stellt H.264-Support in Chrome Browser ein.
Die wachsenden Marktanteile von Chrome auf Desktop-Rechnern lassen die Fraktion der WebM-Unterstützer (bisher: Mozilla und Opera) damit erstarken. Wenn dann auch noch Adobe WebM in Flash nativ unterstützt, gäbe es zumindest für Flashvideos gar keinen Grund mehr (außer ideologischen), auf H.264 zu setzen.
Es fehlt noch die lückenlose Unterstützung von WebM im Android-Betriebssystem, denn der Smartphone-Markt wird größer und gewinnt in Relation zum Markt der Desktop-Rechner von Jahr zu Jahr an Einfluss.
Hoffnung, dass WebM auch in Kameras und anderen Nicht-PCs unterstützt wird, habe ich eine kleine. Die Speicher-Branche setzt als Dateisystem ja auch freiwillig auf das lizenzpflichtige exFAT anstatt auf ein freies Format. Wieso sollten sie da ihre Strategie mit Videoformaten ändern?
Zu Weihnachten kam die Benachrichtigung über das Software-Update-System, dass eine Aktualisierung auf Android 2.2.1 für mein HTC Desire Z ansteht. Weitere Informationen dazu, was genau damit geändert/verbessert wird, gab es nicht. Auch im Internet fand ich nur nebulöse Infos. (Am Ende habe ich nur bemerkt, dass sich beim Textauswahlwerkzeug etwas geändert hat – sonst ist mir nichts beim Aussehen und der Zusammenstellung der Software aufgefallen.)
Da ich unterwegs war, habe ich das Update erst Anfang 2011 durchgeführt. Man muss dazu von einer 3G-Verbindung auf WLAN umschalten und den Akku auf mindestens 30-40% aufladen, damit sich das Update überhaupt installieren lässt. Die Installation erfolgte relativ schnell und ohne Fehlermeldung. Danach stand in den Einstellungen, dass mein HTC nun mit Android 2.2.1 läuft. Was immer das für mich als Endanwender nun bedeuten mag.
Wie bereits angesprochen, ist mir keine sichtbare Änderung am System aufgefallen. Nur die Akkulaufzeit verhält sich seltsam, und ich weiß nicht, ob sie sich nun verbessert oder verschlechtert hat oder doch gleich geblieben ist wie bei Android 2.2.0.
Wenn ich nicht viel im Internet unterwegs bin, nicht viele telefoniere und nur ab und zu mal an den Einstellungen, den E-Mails oder dem Kalender rumfummle, komme ich locker auf Akkulaufzeiten von eineinhalb Tagen. Aber kaum tue ich etwas, sei es zu telefonieren oder mit dem Browser zu arbeiten, kann ich dem Schwund der Prozente beim Akkuladezustand direkt zusehen. Im Höchstfall rasseln da je ein Prozent alle 2 Minuten runter. Ob das vor dem Update auch so war, kann ich nicht beschwören – glaube es aber nicht.
Auch laden sich nun immer die Flickr- und Facebook-Programme von HTC automatisch und nach dem händischen Beenden starten sie sich irgendwann wieder von selbst (vor dem Update haben sie sich nicht selbständig aktiviert). Aber angeblich schadet das der Akkulaufzeit bei Android nicht, solange die Programme nicht selbständig einen Dienst verrichten wie z.B. sich zu synchronisieren. Da ich weder Flickr, noch Twitter oder Facebook nutze, können sie sich eh nicht synchronisieren.
Fazit
Vom Sicherheitsaspekt her ist die Aktualisierung sicher zu empfehlen, aber dass sie die Betriebslaufzeit verlängert und die Bedienung verbessert hätten, kann ich nicht bestätigen. Aber gut, zumindest GIBT es von HTC überhaupt irgendwelche Updates. Freunde mit Samsungs Galaxy S oder Motorolas Milestone 1 warten heute noch auf Android 2.2 – und das obwohl diese Mobiltelefone Verkaufsschlager sind.
Falls jemand andere oder ähnliche Erfahrungen zu diesem Update der HTC Desire-Familie gemacht hat oder Tipps kennt, um die Akkulaufzeit auch während der Nutzung von Programmen nicht davonschwimmen zu sehen, würde ich mich um Kommentare freuen.
Die Beta-Version von Firefox Mobile 4 für Android (sowie Maemo/MeeGo) kann man sich von der Mozilla-Seite bzw. deren Pendant für Mobilgeräte herunterladen. Welche Smartphones offiziell unterstützt werden, kann man sich in einer Liste anschauen. Wenn man zu den „Glücklichen“ gehört, steht einem Test nichts mehr im Wege. Bildschirmfotos habe ich leider noch keine zu bieten.
Starten
Mein erster Test von Firefox Mobile begann mit der Suche in den spärlichen Einstellungsdialogen nach einer deutschsprachigen Oberfläche. Leider steht diese anscheinend nicht zur Verfügung (jedoch eine Reihe anderer Sprachen) und darum muss man sich derweil mit Englisch begnügen.
Im Vergleich zum Standardbrowser bei Android benötigt das erstmalige Starten ein paar Sekunden („Firefox is loading“) und Firefox friert manchmal ein. Einmal ist er mir auch schon abgestürzt. Aber gut, es ist ja eine Beta-Version.
Bevor ich aus einer anderen Anwendung heraus einen Hyperlink in Firefox öffnen lassen kann, muss ich Firefox davor manuell starten, bevor ich dann auf den Hyperlink in der Mail-App klicken kann und sich die Seite dann in Firefox öffnet. Das ist ein Manko, das hoffentlich nicht strukturell bedingt ist und in einer Folgeversion behoben wird – ansonsten wäre das sehr umständlich.
Sync
Das wichtigste bei Firefox Mobile ist für mich Firefox-Sync, mit dessen Hilfe ich meine Tabs, Lesezeichen, die gesamte Chronik sowie alle Passwörter aus meinem Desktop-Firefox verwenden kann. So brauche ich mir viele URLs und die ganzen Passwörter nicht merken. Soweit ich gesehen habe, funktioniert das einwandfrei! Durch die lokal vorgenommene Ver- und Entschlüsselung habe ich keine Bedenken wegen der Mozilla-Server, auf denen die Daten abgelegt sind. Privatspähre ist ein zentraler Bestandteil von Firefox-Sync, wie die Entwickler selbst immer wieder in Workshops und Blogbeiträgen betonen.
Verwendung
Die Standard-Startseite ist übersichtlich und informativ. Sie zeigt die Tabs, die ich beim letzten Mal geöffnet hatte, sowie einen Link zu den Tabs, die ich auf meinem Desktop-Firefox offen habe. Damit wird ein Spagat zwischen dem langen Laden vieler (Desktop-)Tabs und der Erreichbarkeit dieser Tabs mobilgerätegerecht gelöst.
Mit einem leichten Fingerwisch nach oben kann man die Adressleiste ausblenden. Mit einem Wisch nach links werden rechts der Lesezeichen-Stern, die Vor- und Zurücktaste sowie das Symbol für die Einstellungen sichtbar. Mit einem Wisch nach rechts werden die offenen Tabs und dein Ordnersymbol sichtbar, über das man Zugang zu den Firefox-Sync-Daten erhält:
- All Pages: anscheinend eine Liste vorher aufgerufener Seiten
- Bookmarks: die Lesezeichen des Desktop-Firefox sowie die Lesezeichen, die man im mobilen Firefox hinzufügt
- History: die Chronik des Desktop-Firefox
- Desktop: die offenen Tabs des Desktop-Firefox
Wenn man diese Seite dann wieder verlassen will, weiß ich nicht genau, wie das geht. Ich tippe dann auf den Zurück-Knopf meines Smartphones. Leider lande ich dann auf einer leeren, weißen Seite, die ich mit einem Wisch nach rechts und einem Tippen auf das Schließen-Symbol dieses Tabs erst schließen muss.
Dieses Wischen nach links und rechts ist echt praktisch und bringt viele Funktionen platzsparend auf den Bildschirm. Aber es stört teilweise gewaltig, wenn man auf Webseiten zoomen und dort navigieren will: immer kommen der links und rechts Bereich von Firefox ins Bild und nehmen so Platz weg.
Die Aktionen des Zurück-Knopfs meines Smartphones sind auch inkonsistent. Einmal kommt man damit eine Seite zurück wie man es erwarten würde, ein andermal schließt sich Firefox damit komplett.
Surfen
Dank Firefox-Sync ist das Surfen recht angenehm ohne viel tippen zu müssen. Aber im Vergleich zum Standardbrowser bei Android ist das Surfen ansonsten für mein Gefühl weniger angenehm. Allein schon, dass sich in Firefox Mobile die Spaltenbreite des Textes nicht automatisch an die Breite des Bildschirms anpasst, macht das Zoomen und Lesen nicht so angenehm.
Beim WebStandard springt Firefox zudem gern zum Seitenende und ich muss dann immer mühsam nach oben scrollen. Leider fehlt die Möglichkeit, auf die Schnelle zum Seitenanfang zurückzukehren – oder ich kenne sie noch nicht. Es kann aber auch beim WebStandard liegen und nicht an Firefox selbst (der Android-Browser zeigt dieses Verhalten nicht).
Fazit
Die Geschwindigkeit von Firefox ist gut, abgesehen vom Browserstart. (Es mag auch an meinem Gerät liegen, das ja nicht das Langsamste am Markt ist.) Der Funktionsumfang ist für normale Nutzer ausreichend. Firefox-Sync ist genial. Aber der Akkuverbrauch ist noch enorm und das Nutzererlebnis muss meiner Meinung nach noch verbessert werden, um den anderen mobilen Browserkonkurrenten das Wasser zu reichen und um dem Nutzer das Gefühl zu geben: Ich wechsle gern zu Firefox. Wie in der Desktop-Version 2004.
So ein Smartphone ist schon eine feine Sache. Aber der Umstieg von einem Nokia 6230i auf ein HTC Desire Z ist nicht ganz ohne. Schon gar nicht, wenn der Handyhersteller seine alles verkomplizierenden Finger im Spiel hat und man seine Kontaktdaten der letzten 10 Jahre erst einmal sortieren und ausmisten muss. Kommen dann auch noch Aufräumarbeiten dazu wie E-Mail-Kontakte am Desktop ausmisten und ins Handy übertragen und POP3-Mailkonten auf IMAP umstellen, dann ist das Chaos perfekt.
Als jemand mit einer sanften 3 als erste Zahl im Alter fühlt man sich da gleich überfordert. Mein Umstieg von Windows auf Ubuntu Linux war dagegen ein Kinderspiel.
10 Jahre Gewohnheit ändern
Das hängt auch sicher damit zusammen, dass das Handy für mich seit 10 Jahren ein Dauerbegleiter ist. Es ist meine Uhr, mein Wecker, mein Kalender, mein Rufnummernspeicher und mein Erinnerungsnotizblock. Nach 10 Jahren Nokia hat es sich eingespielt und man hat sich an alles gewöhnt. Dagegen ist beim Smartphone alles anders. Das Betriebssystem ist wirklich ein Betriebssystem (mit allen Vor- und Nachteilen), es gibt zig Tausende Anwendungen/Apps zum Runterladen und Ausprobieren (die meisten davon sind eh schlecht programmiert oder sehen schirch aus), der Wecker ist anders, die Klingeltöne sind allgemein alle kurz, elektronisch und oft leise (nicht dass die Nokia-Töne schöner wären, aber sie waren halt mehr „steinzeitliche Wecktöne“, die funktionieren) und Tausend weitere Sachen, die man erforschen, ausprobieren oder darin stöbern kann. Als jemand, der alles sofort in seiner Gesamtheit begreifen will, stößt man da gleich an seine Grenzen.
HTC grrrr
Mein Glück war, dass ich mit dem Android-Telefon meiner Freundin schon mal die Fühler in diese schöne, neue Welt ausstrecken konnte. Damit habe ich auch ein „reines Android“ kennengelernt, das mir den Schritt zu HTC Sense ein wenig erleichterte. Damit habe ich auch gleich bemerkt, wie kompliziert HTC alles macht. Doppelte vorhandene Programme, die sich natürlich nicht deinstallieren lassen, komplizierte Menüstrukturen, mehrere Wege zu den selben Einstellungen usw. – man merkt, dass HTC aus der Windows-Welt kommt und alles Schlechte von dort mit ins Android-Linuxland hereingeschleppt hat.
HTC-Mail
Noch dazu rauben einem die Eigenheiten bestimmter Anwendungen den Nerv wie z.B. die HTC-Mail-Anwendung, die schön aussieht, aber seine eigenen Labels (Ordner) im IMAP-Konto erstellt und das Konto sowie auch Thunderbird damit verschmutzt. Bis man dahinter kommt, wieso das so ist und was man da tun könnte, dauert es seine Zeit – vor allem, wenn man von IMAP bisher noch gar keinen Schimmer hatte. (Zur Auflösung: Ich habe versucht, HTC-Mail gegen die originale Gmail-Anwendung zu ersetzen, aber das HTC-Ding lässt sich nicht vollständig deaktivieren und erstellt nach einer Weile von selbst wieder diese Labels. In Thunderbird blende ich diese HTC-Ordner einfach aus. Derweil scheint das die einfachste Lösung zu sein. Mögliche Änderungen wie Push-Mail verschiebe ich auf später.)
Zusatz vom 19.12.2010:
Das Gute an HTC-Mail im Vergleich zur Gmail-Anwendung ist, dass man auch Nicht-Gmail-Konten damit abrufen kann. Mit HTC-Mail habe ich nun alle meine IMAP-Konten in einem Programm vereint und bin immer am neuesten Stand.
HTC Sense
Abgesehen von diesen zeitraubenden Entdeckerproblemen (die ich vom guten, alten Nokia nicht gewohnt bin – neuere Nokia-Geräte kenne ich nicht) ist das Desire Z selbstverständlich eine Augenweide und ein Spielzeug, das Männerherzen höher schlagen lässt. Auch die Optik der Oberfläche ist wegen des tolles Bildschirms und auch wegen der designtechnischen Perfektion von HTC fantastisch.
Die 7 Startbildschirme lassen sich nach Belieben gestalten und vor allem die HTC-eigenen Widgets fügen sich perfekt in die Oberfläche ein und sind nützliche Zugangspunkte zu diversen Funktionen (Kalender, Kontakte, Lesezeichen, Mails usw.). Und wenn man noch mehr braucht, findet man unter dem Titel „Szene“ noch mehr Startbildschirme, die z.B. auf die Arbeit oder den Urlaub abgestimmt werden können.
HTCsense.com
Nach dem ganzen Lob gleich wieder einen Dämpfer: HTCsense.com funktioniert überhaupt (noch) nicht. Auch viele andere berichten in diversen Foren von Problemen mit dieser neuen HTC-Seite, die vieles Gute verspricht. Man kann damit theoretisch seine Konten am Desktop bearbeiten und synchronisieren, sein Smartphone orten, ausschalten oder gar löschen und mehr. Leider sehe ich nach dem Anmelden das Menü nicht und kann das Gerät nur orten lassen. Von Kontakten und anderem sehe ich nix. Ich werde mal abwarten und vielleicht in ein paar Wochen mich dort nochmals registrieren. Mal sehen, ob sich dann was gebessert hat.
Apps, Apps, Apps
Das erste, was ich im Bereich „Apps“ (man gewöhnt sich an dieses Wort neben all den anderen Perversitäten im Deutschen wie Newsflash, Info-Point oder Kids) getan habe, ist die Standardanwendungen zu aktualisieren. Auch wenn das Desire Z ein Android 2.2 (Froyo) mitbringt, sind Programme wie Google-Maps oder der von HTC vorinstallierte Adobe Reader schon am Tag des Verkaufsstarts veraltet. Zum Glück funktioniert dieser Android-Market vom Prinzip her wie Debians Synaptic – einfach, unkompliziert und zuverlässig.
Und dann beginnt erst das Prozerdere: Programmlisten durchforsten bis zum Exodus, Kommentare ansehen, Empfehlungen ausprobieren usw. Man bekommt ja von jedem Android-Nutzer seine eigene Liste an empfohlenen Superprogrammen, die man natürlich gleich in Erwägung zieht. Aber allein aus Gründen der Akkuleistung, des Datenschutzes und der Stabilität bin ich vorsichtig mit neuen Apps. Manche – wie z.B. Leo-Übersetzungen – sind ja nützlich, aber beim Arbeiten kommt man drauf, dass man ja auch einfach über den Internet-Browser die Seite als Lesezeichen aufruft anstatt sich durch die Liste der Apps zu wühlen und eine eigene Anwendung zu starten.
Na gut, damit genug des Schwatzens. Die Entdeckungsreise (und das Einrichtungsmarathon) geht weiter.

Beim Treffen in Köln vor einigen Wochen haben die Teilnehmer darüber diskutiert, welche Vorhaben wir in den nächsten Monaten umsetzen wollen. Eines dieser Vorhaben ist die Kreierung der Website Mozilla.de.
Sie soll Ausgangspunkt für alle sein, die an ins Deutsche übersetzten Mozilla-Produkten interessiert sind – sei es, um Hilfe zu suchen oder um zu schauen, welche Programme es überhaupt gibt, oder um zu schauen, wo und wie man mitarbeiten kann.
Während unserer leider zu kurzen Diskussion haben wir ein Paar Eckpunkte herausgearbeitet, die uns als erste Bausteine dienen können, um diese Website aufzubauen.
Nur: Wo fangen wir an? Als Vorschlag habe ich vor einer Woche die Seite wiki.mozilla.org/De:mozilla.de erstellt, auf der jeder zum Aussehen und Inhalt äußern kann. Je mehr Leute sich daran beteiligen, desto einfacher wird es für die „Macher“ der Seite!
Mitarbeiten und Vorschläge abgeben können und sollen alle – Übersetzer, Programmierer, Wiki- und Forumsleute oder einfach nur Mozilla-Interessierte – von allen Projekten, für die Mozilla.de als „Dachseite“ dienen soll: Firefox, Thunderbird, SeaMonkey, Kalender …
Es gibt viel zu klären, für das wir Antworten finden müssen. Angefangen von welche Farbpalette wir verwenden sollen über welche Beschreibungstexte zu jedem Mozilla-Projekt erstellt werden sollen bis hin zur Frage, welche Unterseiten Mozilla.de haben soll. Kein Vorschlag ist zu abwegig und auch konkrete Design-Vorschläge (oder ein Mockup) sind willkommen!
Wikiseite: wiki.mozilla.org/De:mozilla.de
Newsgroup: mozilla.dev.l10n.de
Neben meiner eigenen Suche nach einem geeigneten Smartphone (diese eierlegenden Wollmilchsaumobiltelefone) suchte auch meine Freundin eines. Ihr Vertrag mit Ihrem österreichischen Mobilfunkanbieter ist gerade abgelaufen und ihr zwei Jahre altes „normale“ Samsung-Handy spinnt schon seit Monaten. Darum ist für uns eines gewiss: Samsung kommt als Telefon nicht mehr in Frage.
Ganz kurzfristig sind wir über einen Freund auf das ZTE Blade aufmerksam gemacht worden, das bei Orange UK als „San Francisco“ vertrieben wird. Die Testberichte (z.B. 1, 2) deuten auf ein ganz außergewöhnliches Preis-Leistungs-Verhältnis hin. Das ZTE Blade bietet viel Hardware für relativ wenig Geld im Vergleich zu den anderen Android-Handys mit dieser Hardware-Ausstattung – oder vergleichen mit anderen Handys in der selben Preisklasse.
Der Nachteil ist, dass es am heimischen Markt gar nicht verfügbar ist! Das ist natürlich kein Hindernis, sich so ein Handy zu besorgen. Aber es macht stutzig, wieso die heimischen Mobilfunkanbieter so eine beschränkte Palette an Handymodellen bieten und Handys dieser Art gar nicht anbieten. Das HTC Desire und das Samsung Galaxy S sind oft sogar die einzig vernünftigen Android-Handys, die Mobilfunkanbieter anbieten (neben nicht erwähnenswerten „Billig“-Handys wie dem HTC Wildfire oder SonyEricssons). Neben schlechter Auswahl bieten österreichische Mobilfunkanbieter obendrein noch eine absurde Preisgestaltung: Man solle sich doch bitteschön aus ganz wenigen Modellen ein Smartphone aussuchen, dieses teuer kaufen (aber eben ein bisschen günstiger als es sich selbst zu besorgen) und sich dann bittenderweise noch ganze 2 Jahre an teilweise überteuerte Tarife binden.
Mir ist schon klar, dass wir mit unseren Wünschen (Android, akzeptable Hardwareausstattung und möglichst neueste Software-Version) ein ganz schwer zu bedienender Kundenstamm sind und dass viel Auswahl schlecht fürs Geschäft ist, da es die Kunden verwirrt und die eigenen Brandings erst teuer hineinprogramiert werden müssen; außerdem ist der Smartphonemarkt ja erst noch im Wachsen. Trotzdem frage ich mich, wieso das in den USA und anderen Ländern funktioniert, wo der Smartphonemarkt nur so blüht vor Auswahl und Leben. Fragt man z.B. nach, wieso kein Motorola Milestone angeboten wird, heißt es, das sei für den europäischen Markt nicht so geeignet. Und sie „seien froh gewesen, dass sie das HTC Desire zweitweise anbieten konnten“. Wie bitte?
Es liegt natürlich nicht nur an den Mobilfunkanbietern. Auch die Handyhersteller selbst stellen sich ungeschickt an. Da werden neue Modelle mit toller Ausstattung präsentiert und dann nur für den US-amerikanischen Markt vertrieben. Oder in den USA gut verkaufte Handys werden mit vielen Monaten Verspätung neu konfiguriert und mit neuem Namen versehen dann endlich auch für die europäischen Kunden angeboten. Ohne die Möglichkeit des eigenhändigen Online-Einkaufs würden viele Europäer in die Röhre schauen.
Möglicherweise fehlt es auch am nötigen „Druck“ oder Kleingeld von Seiten des Betriebssystem-Herstellers. Zum Start des neuen Microsoft-Handysystems kommen bis Ende des Jahres eine Vielzahl hochwertiger Modelle auf den Markt, die allein von der Ausstattung und dem Aussehen attraktiv für Kunden sein werden. Android-Handys werden nicht direkt mit dem Gewicht eines Großkonzerns an die Mobilfunkanbieter verkauft, weshalb vielleicht auch die Motivation fehlt.
Android- und möglicherweise auch webOS 2.0-Interessierte müssen wohl (weiterhin) andere Beschaffungswege einschlagen, wenn sie die nötige Auswahl vorfinden wollen. Aus diesem Grund werden die Mobilfunkanbieter aber (weiterhin) denken, dass es für dieses Segment keinen Absatzmarkt gäbe und sie beim Status quo bleiben.
Der letzte Fall von wirtschaftlichen Interessen getriebenen Kommentaren im Internet zeigt wieder einmal auf, wie leicht sich Meinungen in eine bestimmte Richtung steuern lassen. Aber es gibt nicht nur diese argen Versuche der Meinungsbildung für (oder gegen) ein Produkt oder eine Strömung. Was ist mit den Angestellten einer Firma? Betreiben die auch eine Art Werbung für ihren Geldgeber und dessen Produkte?
Ich bin immer skeptisch bei solchen Leuten. Leider fällt das zu selten auf. Im Fall von Gerhard G. war es offensichtlich, aber bei Christian D. fällt das nicht so auf und ich erkannte es nur zufällig. Beide sind Angestellte eines großen, bekannten Konzerns. (Bei Nutzer poem drängt sich der selbe Gedanke förmlich auf, auch wenn es nicht bewiesen ist.)
Ich könnte mir vorstellen, wenn sich viele solcher Angestellten in Foren, Kommentaren und Rezensionen tummeln, dass dadurch allein schon Meinungsmache in eine der Firma genehme Richtung betrieben wird – ob vorsätzlich oder nicht.
Vor fast genau 9 Monaten habe ich aufgrund des damals neuen Nexus One das erste Mal über Smartphones und Android geschrieben. Die angesprochenen monatlichen Preise der Mobilfunkanbieter für Telefonie und Datentransfer sind wirklich gefallen und langsam wird ein Smartphone bezahlbar für die Normalsterblichen und Nicht-Mobilesinternetverrückten.
Auswahl
Die Frage ist nur, für welches der unzähligen Smartphones am Markt entscheide man sich? Schon seit dem Nexus One und Android 2.1 steht für mich fest, dass es ein Android-Betriebssystem haben muss, das mir die gewünschte Flexibilität, Offenheit und Zukunftsfähigkeit bietet. Da ich außerdem mit dem Smartphone Texte tippen möchte, sollte es eines mit hardwaremäßiger Tastatur sein. (Wozu soll ich mir ein teures Smartphone kaufen, wenn ich es eh nur zum Telefonieren und Lesen im Internet verwenden kann, ohne damit wirklich „arbeiten“ zu können? Aus meinem Bekanntenkreis habe ich auch einige Erfahrungswerte bekommen, die für mich eindeutig für eine richtige Tastatur sprechen.)
Meine Auswahl fiel auf das Motorola Milestone 2 und das HTC Desire Z, die beide im Laufe des vierten Quartals 2010 erscheinen werden.
- Artikel zum Milestone 2 bei androidhandys.com
- Artikel zum Desire Z bei androidhandys.com
- Vergleich von Milestone 2 mit dem Desire Z bei sefanboy.com
- Vergleich von Milestone 2 mit dem Desire Z bei pocket-lint.com
Die endgültige Enscheidung steht noch aus (und wer weiß, vielleicht kommen in den nächsten Wochen noch andere interessante Smartphones mit vergleichbarer Ausstattung auf den Markt, die eine Entscheidung für eines der beiden oben genannten Geräte über den Haufen werden würden). Aber es gibt ein paar Kriterien, für oder gegen die es sich zu entscheiden gilt. Denn nicht jedes Gerät ist gleich.
Vor- und Nachteile
Der Vorteil des Milestone 2 liegt eindeutig bei der Hardware: Mit 1 GHz und mehr internem Speicher ist es gerüstet für Android 2.3, das gegen Ende des Jahres veröffentlicht werden wird. Das Desire Z hat dagegen „nur“ 800 MHz und weniger internen Speicher, weshalb es mit Android 2.3 wohl nicht betrieben werden kann – man ist in der 2er-Serie von Android „gefangen“. Außerdem ist das Milestone 2 äußlich hübscher und die Schiebefunktion für die Tastatur gefällt mir mehr als beim Desire Z. Das Desire Z ist außerdem minimal größer und um 11g schwerer als der Konkurrent.
Der Vorteil des Desire Z liegt dagegen eindeutig bei der Software: Der Android-Aufsatz HTC Sense ist besser und ausgereifter als Motorolas Motoblur. Mit „Fast Boot“ (Gerät ist nach dem Einschalten in wenigen Sekunden betriebsbereit), „Locations“ (Karten können am Gerät zwischengespeichert werden, damit man sich z.B. im Ausland teure Roaming-Gebühren erspart) und der Möglichkeit, Daten mit einem Server zu synchronisieren und per Desktop-Browser sogar Einstellungen und Änderungen an den Kontakten vorzunehmen, hat HTC ebenfalls die Nase weit vorn.
Die 2 offensichtlichsten Nachteile des Milestone 2 sind für mich die Sperrung des Bootloaders, wodurch man keine eigenen Android-Versionen aufspielen kann (um z.B. Aktualisierungen früher zu erhalten), sowie die Unfähigkeit, bei ausgeschaltetem Gerät die Weckfunktion nutzen zu können. Beim Desire Z funktioniert die Weckfunktion angeblich auch im ausgeschaltetem Zustand. (Bitte korrigiert mich, wenn ich mich irre!)
Entscheidung
Entweder Hardware, die man nicht wechseln kann, oder Software, die man nicht wechseln kann. In welchen sauren Apfel werde ich beißen? Ich weiß es noch nicht. Die Software-Funktionen deuten eindeutig in Richtung Desire Z. Aber was will ich mit einem Gerät, dessen System in wenigen Monaten bereits „veraltet“ sein wird? (Eigentlich ist das ja keine Tragödie, aber Smartphone-Betriebssysteme entwickeln sich derzeit sehr schnell, weshalb ich die eine oder andere Neuerung Ende des Jahres oder in einem halben Jahr scherzlich vermissen könnte, wenn ich mit dem Desire Z bei Android 2.2 bleiben muss.)
Da man ein Smartphone für diesen Preis nicht jährlich wechseln will, muss das eingehend überlegt werden. Da die beiden Geräte sowieso noch nicht erhätlich sind, habe ich noch eine Schonfrist.
Österreich hat im Vergleich zu anderen deutschsprachigen Ländern einige Vorteile: Es wird nicht rigide zensiert bei Computer-Spielen und Filmen (Deutsche kaufen bei uns Spiele und Filme, die in Deutschland entweder am Index stehen und gar nicht zu haben sind oder die stark verharmlost/geschnitten wurden – und trotzdem haben wir nicht mehr Amokläufter und Morde als in Deutschland, was für ein Schock!). Außerdem ist das Telefonieren relativ günstig. Und in Österreich kannst du nicht sofort für alles verklagt und abgemahnt werden.
Aber wir haben seit 1. Oktober diese hübsche neue Festplattenabgabe. Je nach Art und Speicherkapazität der Festplatte fallen zwischen 12 und 36 Euro an plus Umsatzsteuer. Das ist viel Geld für Platten, die in der Regel normalerweise unter 100 Euro kosten. Auf CDs, DVDs und USB-Sticks gibt es die Abgabe schon längst.
Die österreichische Internetwirtschaft, die Arbeiterkammer und Festplattenhersteller beschweren sich und klagen dagegen. Vom ISPA-Generalsekretär wird das „wirtschaftliche Löcher veralteter Geschäftsmodelle mittels Raubrittermethoden zu stopfen“ genannt. Und meine persönliche Meinung ist, dass er recht hat.
Was man dagegen tun kann? Entweder klagen oder in Österreich keine Festeplatten mehr kaufen. Und wer die Möglichkeit hat, Festplatten über eine Firma zu kaufen, kann sich die Abgabe rückerstatten lassen. Auf aume.at kann man sich das „Rückzahlungsformular URA“ herunterladen. Jetzt fehlt so eine Abgabe nur noch für Smartphones. Oder gibt es die eh schon längst?
Dass im Browsermarkt Bewegung herrscht, ist spätestens seit dem Erscheinen von Firefox 1.0 bekannt. Und dass man keiner Statistik trauen darf, die man nicht selbst gefälscht hat, ist auch allen klar. Trotzdem ist ein Trend unverkennbar: Der Internet Explorer verliert weiterhin Marktanteile und ist auf einem historischen Tiefstand von unter 50% bei StatCounter oder unter 60% bei Netmarketshare weltweit.
Für alle, die das Monopol eines einzigen Herstellers und den Stillstand im Web vor wenigen Jahren noch höchstselbst erleben mussten, ist das jetzt eine gute Zeit und es ist unwahrscheinlich, dass die dunklen Jahre wiederkehren.
Der Internet Explorer wird voraussichtlich weiterhin Marktanteile verlieren. Mozilla Firefox stagniert seit einem Jahr. Mal sehen, ob die Version 4.0, die in wenigen Monaten veröffentlicht wird, wieder Bewegung in die verfahrene Sache bringt. Der Gewinner der letzten Zeit ist auf alle Fälle Google Chrome/Chromium. Da sich aber alle großen Browser in Richtung Minimalusmus an der Oberfläche und verbesserte Geschwindigkeit bei Webseiten entwickeln, dürften die Unterschiede zu Chrome so oder so immer kleiner werden.
Anmerkung 07.20.2010:
Die Prozentzahlen beziehen sich auf weltweite Daten. In Europa hat der Internet Explorer noch weniger Verbreitung als im weltweiten Vergleich und liegt teilweise hinter Mozilla Firefox zurück. In Deutschland ist Mozilla Firefox beispielsweise mit über 60% Marktführer.

Der Schwung nach dem Treffen im September hat durch Arbeit, Urlaub oder Krankheit etwas nachgelassen. Aber keine Bange, für unsere Ziele sammeln wir unsere Kräfte. Um sich die Wartezeit bis dahin zu verkürzen, kann man sich diverse Blog-Beiträge, Präsentationsfolien, Fotos zum Treffen und Infos zum Treffen-Logo ansehen.
Alle diese Infos sind auf unserer Wiki-Seite bei Mozilla zusammengefasst: wiki.mozilla.org/De:Meeting:2010.
Die Folien zum „Rahmenprogramm“ am Samstag sowie die von Coce zu den Webseiten sind bereits online, vielleicht finden Elchi3 und rb auch noch Zeit, ihre zur Verfügung zu stellen. Viel Vergnügen!
Ich bin heute aus allen Wolken gefallen, als die Nachricht plötzlich auf allen Online-Kanälen verkündet wurde: Entwickler, freiwillige Mitarbeiter und Firmen rund um Open-Source oder OpenOffice.org sowie Linux-Distributoren haben sich zusammengeschlossen und die Stiftung Document Foundation gegründet, um die Arbeit am freien Büropaket unabhängig von einer einzigen Firma zu koordinieren.
Gewünscht wurde dieser Schritt schon lange von vielen Mitarbeitern an OpenOffice.org sowie im Besonderen von Novell, das nebenher das Projekt Go-oo vorantrieb und Sun (und nun Oracle) diverse Hürden vorwarf, das Beitragen von neuen Programmteilen zu erschweren.
Ich bin gespannt, wie Oracle darauf reagiert. Wahrscheinlich auf altbekannte Weise entweder gar nicht oder abwertend. Man wird sehen. Ich wünsche der neuen Stiftung alles Gute und hoffe, dass unter deren Führung die Entwicklung des freien Büropakets weitergeht und im Gegensatz zu den letzten Monaten wieder mehr an Fahrt aufnimmt.
Noch ein Zitat aus Futurezone wegen des Namens:
Wichtig sei auch, dass LibreOffice kein „Fork“ von OpenOffice sei. Effenberger: „LibreOffice ist explizit ein vorübergehender Titel, den wir verwenden, bis hoffentlich die Markenrechte geklärt sein werden. Wir hoffen natürlich darauf, dass wir auch weiterhin den Namen OpenOffice verwenden dürfen.“
Ausgewählte Online-Artikel (von den unzähligen da draußen):
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Am 18./19. September hatten deutschsprachige Übersetzer von Firefox, Thunderbird, SeaMonkey, Sunbird und verschiedener Mozilla-Webseiten sowie Mitglieder von camp-firefox.de, thunderbird-mail.de und Babelzilla ein Treffen in Köln. Es war das erste Treffen deutschsprachiger Mozillianer seit fast genau 2 Jahren. Gesponsert wurde das Treffen von der gemeinnützigen Organisation Mozilla Europe.
Warum ein Treffen, wo wir doch sowieso jeden Mittwoch im IRC eine Besprechung abhalten, bei der alle deutschsprachigen Mozilla-Unterstützer zusammenkommen und sich austauschen können? (Übrigens darf jeder daran teilnehmen und ist für jeden offen.)
Bekanntermaßen diskutiert es sich leichter, wenn man sich an einem passenden Ort von Angesicht zu Angesicht sehen kann. Noch dazu vereinfacht das Präsentationen und persönliche Gespräche. Außerdem, wer will schon 6 Stunden am Stück und mehr im IRC oder Skype hängen und sein Wochenende vor dem Rechner verbringen?
Wir hatten natürlich handfeste Ziele für das Treffen in Köln. Dazu gehörten (1) das bessere, gegenseitige Kennenlernen unserer Tätigkeiten für Mozilla, (2) das Besprechen von Problemen und (3) das Finden von Zielen, die wir die nächsten Monate umsetzen können und die uns allen weiterhelfen sollen. Zugegeben, Punkt 2 kam etwas zu kurz, erstens wegen Zeitmangel und zweitens, da zu wenige Verantwortliche der großen Foren von camp-firefox.de und thunderbird-mail.de dabei waren. Das könnte ein zentrales Thema für das nächste Treffen werden.
Was haben wir uns nun bei Punkt 3 zusammengedacht? Die Mozilla-Wiki-Seite zeigt die Zusammenfassung. Wir haben uns am Sonntag willkürlich in 3 Gruppen aufgeteilt und jede hat seine 5 wichtigsten Themen aufgeschrieben, die wir die nächsten 6 Monate angehen sollten. Am Ende haben wir aus den 15 Vorschlägen die 5 wichtigsten herausgearbeitet. In weiteren Blog-Beiträgen möchte ich näher darauf eingehen.
Und die Moral von der Geschicht? Das Treffen in Köln hat sich wirklich gelohnt! Wir haben gesehen, dass viele unserer Probleme und Ideen ähnlich sind und das Wort Ressourcenmangel auf jeden von uns zutrifft, aber wir lassen uns davon nicht unterkriegen. Genau darum hoffen wir, dass beim nächsten Köln-Treffen auch andere/noch mehr Leute Zeit und Lust haben, sich auszutauschen und uns voran zu bringen. Und: Natürlich verpflichtet sich niemand für etwas, wenn er beim Treffen dabei ist. Wir sind doch alle nur Freiwillige in der größeren, weltweiten Mozilla-Gemeinschaft.
* Mozilla-Köln-Logo: Created by Thomas „Lendo“ with GIMP. The Mozilla logo™ is a trademark of the Mozilla Foundation. For more information see http://www.mozilla.org/foundation/trademarks/policy.html.

