Beiträge der Kategorie „Browser“

Multi-columns

Donnerstag, 25. Mai 2006 um 19:50 von Thomas S

Nach einem Tag bei der Familie musst ich noch etwas Sinnvolles machen. ;) Darum hab ich mich wenige Minuten hingesetzt und das Multi-Column-Design ausprobiert, das seit Firefox 1.5 mit CSS3 möglich ist.

Die Hexerei ist einfach und schnell geschrieben: .multicolumn { -moz-column-width: 21em; -moz-column-gap: 2em; -moz-column-rule: thin solid #CADEE9; }

Das Ergebnis sehen bereits alle mit diesem Artikel, die Firefox 1.5 und nachfolgende Entwicklerversionen benutzen. Mit Spalten sind nun die Beiträge auf der Startseite, die Archive sowie die Einzelansichten von Beiträgen ausgestattet. :) Für MSIE-Nutzer werde ich keinen Screenshot zur Verfügung stellen.

Der einzige Wermutstropfen bei der Geschichte ist, dass column-rule noch nicht implementiert ist. (Den Befehl dafür lasse ich trotzdem drin.) Vielleicht wird’s was mit Firefox 3.0 nächstes Jahr.

Einen Bug beim Darstellen von <blockquote> habe ich bereits gefunden. Außerdem habe ich das Problem mit den Bildern innerhalb der Beiträge nicht bedacht, die meist Breiten von 400 Pixeln haben und dementsprechend weit über die Spalten hinausragen, und dass man nun bei überlangen Beiträgen scrollen muss, um von einem Spaltenende zum nächsten Spaltenanfang zu gelangen. Aber ansonsten bin ich ganz zufrieden damit. Mal sehen, wie lange ich es so belasse.

PS: Ich hoffe auf baldiges Erscheinen von W3C-Empfehlungen zu CSS3 Advanced Layout Module und CSS3 module: Multi-column layout, damit Webentwickler endlich richtige CSS-Werkzeuge in die Hand bekommen, um Layouttabellen endgültig den Garaus zu machen.

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Testen und hören

Montag, 15. Mai 2006 um 23:10 von Thomas S

Fast einen Monat ist es nun her, dass ich im Blog etwas geschrieben habe. Da dies nicht so weitergehen kann und soll, hier nun ein paar Worte zu meiner beschränkten Onlinezeit:

Alphas testen

Mozilla hat vor kurzem die 2. Alpha-Version von Bon Echo veröffentlicht. Aus Bon Echo soll, nachdem alle Funktionen fertig eingebaut und Fehler behoben worden sind, Firefox 2.0 entstehen. (So wie die Entwickler auf die Tube drücken – und schwierig umzusetzende Funktionen wie Places oder die Zusammenlegung des Addon- und Suchmasken-Managers auf Firefox 3.0 verschieben –, scheint es, dass es doch noch was werden könnte mit dem Erscheinen Anfang Herbst.)

Da in Bon Echo a2 der Funktionsumfang nun abgesteckt ist und alles daran gesetzt wird, Bestehendes und Halbfertiges für den Otto Normalbenutzer bereit zu machen, habe ich mir ein „Build“ der aktuellen Entwicklerversion geholt und bin nun ein Drittel meiner Onlinezeit damit unterwegs. Es läuft bei mir stabil wie 1.5 und mit Ausnahme dieser automatischen Suchvorschläge in der Suchmaske bei Google und Yahoo! (MozillaZine-Thema und BugZilla-Eintrag dazu) und dass man in den Optionen nicht mehr auswählen kann, dass sich Tabs, die ein neues Fenster/Tab öffnen wollen, im aktuellen Tab/Fenster geöffnet werden (MozillaZine-Thema dazu), bin ich mit den Neuerungen bisher sehr zufrieden. Alles in allem wird die Benutzerfreundlichkeit verbessert und es Neulingen einfacher gemacht, mit den Funktionen umzugehen. Ich hab dazu eine tolle, bebilderte, englischsprachige Seite gefunden: Bon Echo Alpha 2 Review. (Eine offzielle Mozilla-List der Neuerungen in den Alpha-Versionen gibt es hier und hier.)

Ein weiteres Drittel meiner Onlinezeit surfe ich mit Minefield; und zwar schon etwas länger als mit Bon Echo. Minefield ist der Kotname für die „Trunk“-Version, aus der in etwa einem Jahr Firefox 3.0 entstehen soll. Diese Entwickler-Entwicklerversion ;) ist quasi der Spielplatz für die Entwickler von Gecko und neuen Funktionen, die noch nicht reif sind für die nächstgelegene Firefox-Version oder erst ausreichend getestet werden müssen.

Im Grunde sind alle Funktionen enthalten, die auch in Bon Echo sind (natürlich), und als wichtigste Neuerung zu bestehenden Versionen und zu Bon Echo sei Cairo genannt, die den Quelltext entschlacken und einige neue Möglichkeiten der Darstellung von Webseiten bieten soll. Seit gut einem dreiviertel Jahr wird an Cairo in Gecko gearbeitet, und es läuft stabil und vergleichbar schnell wie Firefox 1.5. Es ist zu hoffen, dass da noch ein bisschen Geschwindigkeit rauszuholen ist. Schneller darf’s immer gehen. ;)

Minefield habe ich installiert, weil ich möglichst aktuell die Neuerungen in Firefox sehen und ausprobieren möchte (manche möchte ich nun gar nicht mehr missen und arbeite deswegen mit Ausnahme meiner Leisezeichenverwaltung nur noch wenig mit Firefox 1.5). Bon Echo war sozusagen ein Bonus, der mir zwar nichts Neues bieten kann im Vergleich zu Minefield, aber zum Fehlerfinden ist es allemal gut.

Webstandardslied hören

Daneben höre ich derzeit oft das schöne Liebeslied über Webstandards: A love song about web standards. Endlich gibt Liebeslieder auch für sinnvolle Dinge! :)

The supervisor rants. He says “This website’s pants! I want my clicks improved by Friday!”

I hit the URL. It’s like the bowels of hell. God give me strength. It’s just not my day.

So raise your hands to Boag and pray that we can fix this website today.

Tonight I need your CSS, coding in the darkness. From now on no more tables nest; you will meet web standards.

The source code makes me weep. There’s tables fifteen-deep. In Netscape 6 it looks like garbage.

The METAs say this turd was made with MS Word. With every click I find new carnage.

So raise your hands to Boag and pray that we can fix this website today.

Tonight I need your CSS, coding in the darkness. From now on no more tables nest; you will meet web standards.

I guess I’ll have to start from scratch - then I can kiss this piece of trash goodbye…

Quelle

Und wem der Text nicht zusagt, kann sich an der wunderschönen Musik erfreuen. (So schön melancholisch wie der ewige Kampf gegen die Windmühlen namens Tabellendesign und unfähige Webmaster und -designer) …

Zusatz am 27. Mai 2006:
Habe die bebilderte Alpha2-Seite wieder gefunden und an der passenden Stelle eingefügt. Weitere Beschreibungen von neuen Firefox 2-Funktionen gibt es in schriftlicher Form hier: Get Firefox 2 features now. Außerdem wurde heute Alpha 3 veröffentlicht, zu dem es ebenfalls einen bebilderten Beitrag gibt: Firefox 2 Alpha 3 Review.

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Firefox 3 wird Acid2-Test bestehen

Mittwoch, 19. April 2006 um 23:26 von Thomas S

Etwas mehr als ein Jahr nach Erscheinen des Acid2-Tests und kurz nachdem die Opera-Entwickler angekündigt hatten, das kommende Opera 9 wird diesen Test bestehen, haben die Entwickler von Gecko 1.9 bestätigt, dass diese „Hürde“ nun auch genommen worden sei. Damit ist der Weg frei für einen Firefox 3.0, der den Acid2-Test bestehen wird.

Gecko 1.9 befindet sich in Entwicklung und ist der Nachfolger von Gecko 1.8.x, auf dem Firefox 1.5 basiert und 2.0 basieren wird. Voraussichtlich wird Firefox 3.0 in etwa einem Jahr erscheinen. Es ist also (leider) noch genug Zeit für Vorfreude.

Eigentlich alle größeren und kleineren Browserhersteller streben das Bestehen des Acid2-Tests an. Auf Windows ist dann nur noch der Internet Explorer (wie immer bei Webstandards anders als in den späten 90ern) das Schlusslicht bei der CSS-Implementierung. Da der kommende IE7 diesen Test nicht bestehen wird (siehe Beitrag weiter unten), beginnt nun das lange Hoffen auf Version IE8 - die sicher nicht vor 2008 in Angriff genommen wird, außer Firefox gräbt dem IE weiter das Wasser ab…

Diskussion im Firefox-Supportforum gibt es hier: Gecko(Reflow Branch) besteht nun anscheinend den Acid 2 Test

Und noch was zum Lachen (oder Weinen)

Folgenden Beitrag habe ich im Golem-Forum gelesen, als bekanntgegeben wurde, dass Opera 9 den Acid2-Test bestehen wird. Da kam dann die Frage auf, wieso IE und Firefox diesen nicht bestehen. Einer dieser Kommentare war:

Re: Was ist mit Firefox und IE?
Datum: 11.03.06 - 17:18
Autor: rene2002
Buster schrieb:
-------------------------------------------------------

> Aber was ist mit den Schnarchnasen von Microsoft
> und Mozilla? Daß dem Marktführer der Acid2-Test
> nicht interessiert, ist ja bekannt, aber daß die
> Mozillas ihre überbewerteten Browser nicht
> hinbekommen und sich nicht an gängige Webstandards
> halten wollen, ist neu und ernüchternd. Die Frage
> ist, wollen oder können sie nicht?

Vermutung: Um den Acid2-Test zu bestehen, muss man HMTL und CSS wirklich gut unterstützen. Hacks und Workarounds reichen da nicht aus. Ich könnte mir vorstellen, dass Acid2 bei der MS-Engine einen kompletten Rewrite bedeuten könnte. Bei mozilla bin ich mir dessen nicht sicher, aber einige größere Änderungen sind dabei.

Wenn man sich Mozilla mal genau ansieht, ist es ohne Extensions ein ziemlich kleiner, nackter Browser. Es kann wirklich sein, dass Mozilla nicht die Power hat, solche Änderungen durchzuführen.

Das sind wie gesagt Vermutungen.

René

Quelle Golem-Forum

Ist doch echt interessant …

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Webstandards im IE7 nach Beta 2

Montag, 6. März 2006 um 00:47 von Thomas S

Ich weiß, ich bin circa einen Monat zu spät dran. Aber man kann sich nicht immer mit dem IE beschäftigen – auch nicht beim Lesen von Onlineartikel darüber. ;) Um was es geht? Um Webstandards im Internet Explorer 7.

Im IEBlog-Eintrag What’s New for CSS in Beta 2 Preview? gibts die neuesten CSS-Informationen von Anfang Februar. Darin wird der aktuelle Stand näher erläutert und was schon in Please test your sites with IE7 und Standards and CSS in IE (die erste freudige Nachricht für mich aus dem Hause MS) herauszulesen war.

Vorab: kk-works und Jowra haben darüber (zeitlich besser gelegen) Blogartikel verfasst, die weiterführende Links sowie eine Beschreibung der Situation in Prosaform bieten. MS hat selbst einen Artikel über CSS in IE7 geschrieben.

Persönlich erfreulich finde ich neben der ganzen wichtigen Bug-Bereinigung, die das Bauen von barrierearmen CSS-dargestellten Seiten erleichtern wird,

  • das fixe Positionieren von Elementen (damit fällt der Vorteil der festgeklebten Seitenteile mittels altertümlicher Frames endlich weg!),
  • das endlich verarbeitete ABBR-Element,
  • das Funktionieren des Alpha Channels in PNG-Bildern (auch wenn es noch Probleme gibt),
  • dass bei einer XML-Deklaration plus einer Doctype-Deklaration Strict (nicht Transitional) der IE endlich nicht mehr in den Quirks-Modus fällt!,
  • :hover funktioniert endlich auch an anderen Elementen außer Hyperlinks,
  • das Box-Modell wird (angeblich) auf richtige Weise nach CSS 2.1 gerendert,
  • und natürlich, dass die neue angeblich sicherere Software nicht für Windows unter XP SP2 verfügbar sein wird, womit hoffentlich eine Menge Leute zu Firefox, Opera und Co. wechseln werden. :)

Natürlich gibt es auch ein paar besonders negative Punkte:

Außerdem ließ Markus Mielke von MSFT noch in Kommentaren verlauten, dass der !important-Bug gefixt sei und die CSS-Eigenschaft display:table nicht im IE7 verfügbar sein wird.

Hoffen wir das Beste. Möge der IE7 Webstandards so gut es geht unterstützen und dies (und dass Opera 9 den Acid2-Test bestehen wird) das Mozilla-Team weiter vorantreiben in der Arbeit an der Darstellungs-Engine von Firefox.

PS am 25.03.2006: Aktuell gehaltene Liste, was von CSS in IE7 funktioniert und was nicht: http://css-discuss.incutio.com/?page=IE7.

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Opera besser vertreten

Freitag, 3. März 2006 um 00:06 von Thomas S

Seit neuesten ist im Internet Explorer ist gefährlich-Artikel Opera mit mehr Details vertreten:

http://web.oesterchat.com/internet-explorer/#opera

Ähnlich wie beim Firefox, werden nun ein paar Vorzüge aufgezählt (E-Mail, Chat, Mausgestern, Sprachsteuerung, …) und beschrieben. Damit geht das Dokument einen Schritt weg von der Firefox-Zentriertheit und hin zu mehr Objektivität, was ich nur begrüße.

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T3N Magazin

Donnerstag, 23. Februar 2006 um 20:15 von Thomas S

Über eine Suchmaschine habe ich einen Artikel über das T3N-Magazin gefunden.

Ich hörte da zum ersten Mal von diesem Magazin, aber schon der erste Absatz auf der Seite des Magazins war erbaulich:

Die erste Ausgabe des T3N Magazin ist inzwischen vollständig vergriffen. Am 6. März 2006 erscheint die mittlerweile dritte Ausgabe. T3N 01/2006 liegt eine CD-ROM bei, die VMware Player, Ubuntu Linux als virtuelle Maschine, eine Asterisk-Distribution, OTRS 2.0 (Trouble-Ticket-System), Firefox 1.5, Thunderbird 1.5 sowie ein TYPO3-Poster in DIN A0 als PDF-Datei enthält.

Mit Typo3 habe ich zwar noch nichts am Hut (die Website des Magazins selber wurde auch mit Typo3 erstellt, der Quelltext sieht aber fast so scheußlich aus wie mit Frontpage erstellt), aber Themen wie Open-Source-Marketing, XHTML2, Barrierefreie Websites (mit Typo3) lassen einen guten Inhalt erahnen.

Ich werde es (noch) nicht kaufen. Falls es wer vorhat oder bereits gekauft hat, bitte melden, ob es wirklich lesenswert ist. :)

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Der Firefox-Effekt

Freitag, 17. Februar 2006 um 18:08 von Thomas S

Immer öfter erwische ich mich im Windows XP SP2 bei dem Versuch, die Taskleistenelemente per Hand umzusortieren, so wie man es mit Tabs gewohnt ist (in Firefox 1.5 oder Opera), oder im Explorer mit Mausgesten vor und zurück zu blättern. Oder wenn zu viele Programme gleichzeitig offen sind, soll sich eine zweite Taskleistenzeile öffnen, damit man noch lesen kann, was sich dahinter verbirgt (was übrigens in Firefox 2.0 mit Tabs verwirklicht werden soll).

Es ist ein Wahnsinn, wie unhandlich Windows wird, wenn man erst einmal benutzerfreundliche Programme gewöhnt ist.

Kann sowas irgend ein Betriebssystem? Oder wäre das nicht eine Idee für Linux? Benutzerfreundlichkeit sprach (zumindest für Nichtprofis) bisher immer für Microsofts Windows.

Der zweite Windows-Vorteil – ein einheitliches und wiedererkennbares Design – wird mit dem Tango-Projekt für Linux in Angriff genommen. Ich hoffe, dieses Projekt wird bald Früchte tragen.

Für Firefox 2.0 wird auch schon mit einem neuen Aussehen geliebäugelt. Tango soll da behilflich sein…

Aktualisiert am 19.02.2006: Durch einen Bearbeitungsfehler ging der halbe Beitrag verloren. Nun wieder vollständig.

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Überarbeitung von: Internet Explorer ist gefährlich

Freitag, 17. Februar 2006 um 00:04 von Thomas S

Seit der Erstveröffentlichung hat sich nicht sehr viel getan. In regelmäßigen Abständen wurden nur die Tabellen über Sicherheitslücken aktualisiert, und hie und da wurden Satzteile dem veränderten Original angepasst.

Seit heute gibt es aber eine vollständig bereinigte Version des Artikels. Alle Texte wurden auf Aktualität überprüft und – wo nötig – neu übersetzt. Dies betrifft vor allem die Abschnitte „Nicht sicher“ und „Welche Ausweichmöglichkeiten gibt es?“ Außerdem wurden die Browser Netscape und SeaMonkey der Browserliste hinzugefügt.

Bisher hatte ich mich geweigert, Netscape aufzunehmen, da ich diesen Browser für nicht so sicher für Benutzer ohne gute Kentnisse über die Sicherheit in Browsern erachte (wegen dern MSIE-Rendering Engine und der laschen Update-Intervalle von AOL). Da Netscape aber manchmal in den Medien vorkommt (vor allem, seitdem er von manchen PC-Herstellern vorinstalliert ausgeliefert wird), sollte man ihn nicht kommentarlos außen vor lassen.

Über SeaMonkey 1.0 habe ich einen kurzen Beitrag geschrieben und war nicht sehr begeistert. Trotzdem sollte er in keiner Browserliste fehlen, da er als Alternative zu alten Mozilla Suite-Benutzern und Netscape-Benutzern dienen kann.

Die Lizenzbestimmungen wurden ebenfalls überarbeitet.

Und wie letztes Mal, mein Aufruf: Wer beitragen will, das Web voranzubringen und dass Microsoft den Internet Explorer wirklich weiterentwickelt und eines Tages an den Stand der Technik bringt, verbreite bitte das Dokument über den Internet Explorer. Im Original oder die Übersetzung. Danke!

Das Original ist hier zu finden: www.webdevout.net/ieisdangerous.php

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SeaMonkey 1.0

Mittwoch, 8. Februar 2006 um 19:00 von Thomas S

Ich habe mir mal SeaMonkey angeschaut. Vorweg: Die Mozilla Suite habe ich nie begutachtet und Netscape praktisch nicht genutzt (ich hass(t)e Netscape als Programm, weil es hässlich und schwerfällig war und ist).

Was mir bei SeaMonkey 1.0 sofort zugesagt hat, waren die vielen Zusatzeinstellungen, die man in SeaMonkey bei den Einstellungen machen kann und in Fx/Tb nicht zu finden sind (Jaja, ich weiß, Firefox/Thunderbird soll schlank sein und schlank bleiben.):

  • Eine Startseite kann man getrennt festlegen für einen Browserstart, ein neues Tab und ein neues Fenster.
  • Die erweiterten Einstellungen zum Autovervollständigen sind sehr hübsch. In Firefox vermisse ich die Funktion Während der Eingabe beste Übereinstimmungen automatisch vervollständigen. Damit sind sie einen Schritt weiter als bei Mozilla Corp.
  • Man kann eine Standardsuchmaschine festlegen. Es reicht zwar meist die Funktion im Firefox, dass die zuletzt benutzte Suchmaschine beim Neustart wieder aufgerufen wird, aber eine Standardsuchmaschine, die immer bei Neustart erscheint, wäre auch eine gute Option.
  • Man kann Roaming-Profile einrichten. (Bräuchte ich persönlich zwar nicht, aber nett, dass man sowas auch in Fx haben könnte.)
  • Mausrad-Einstellungen: Wie viele Zeilen gescrollt oder ob eine andere Aktion ausgeführt werden soll.
  • Die System-Einstellungen, eine Liste, welche Dateitypen automatisch vom Browser geöffnet werden sollen, sind nützlich.
  • Die Einstellung der Wiederholfrequenz von animierten Grafiken ist eine niedliche Funktion. ;)

Andere positive Unterschiede:

  • Das integrierte Online-/Offline-Bildchen in der Statusleiste unten gefällt mir. Damit man auf den ersten Blick sieht, ob man online oder offline ist und nicht erst ins Manü Datei schauen muss.
  • Wo finde ich im Firefox die Site-Navigationsleiste, die mit den LINK-Elementen umgehen kann?
  • Der Download-Manager scheint mehr Funktionen zu haben.
  • Die Meldungen der Fehlerseiten sind ausführlicher.
  • Die Symbolleiste (außer in der Browser-Komponente) im Modern-Theme ist recht hübsch gemacht mit dem Bildchen immer ganz links.

Ansonsten gefällt mir eine Suite nicht. Netscape habe ich verabscheut und mit Opera (OperaMail) keine guten Erfahrungen gemacht. Ich benutze lieber 2 eigenständige Programme. Außerdem ist die Aufmachung (das Design) von Fx/Tb ansprechender und die überarbeiteten Einstellungen-Menüs in den 1.5er-Versionen besser und übersichtlicher als in SeaMonkey.

Alles in allem ist SeaMonkey ein Projekt für Vergangenheitsvernarrte. Das sieht man schon am Classic-Design und an den uralten Icons in den Titelleisten. Ich weiß nicht, welche Vorteile dieses Projekt der Mozilla-Community bringen soll (außer ein Konkurrenzprodukt zu Opera zu haben und die Suite-Liebhaber zufriedenzustellen, die aber auch Netscape benutzen könnten).

Trotz der Kritik: SeaMonkey besitzt die gleiche Gecko-Engine (1.8) wie die aktuellen Fx-/Tb-Versionen. Technisch spricht nichts gegen die Verwendung und Verbreitung von SeaMonkey. In Bezug auf die Updateinterveralle wird es hoffentlich besser sein als Netscape. Und noch ein Vorteil: Das Projekt wird von einem Österreicher mitgestaltet. Die hervorragende Übersetzung ist ebenfalls von ihm. :)

PS: Da stellt sich die Frage, wieso sich Firefox und SeaMonkey nicht besser absprechen mit den Bezeichnungen, speziell bei den Übersetzungen.

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Drucken bei Mozilla

Mittwoch, 25. Januar 2006 um 23:27 von Thomas S

Firefox und Thunderbird haben eine große Schwäche (nicht die einzige, aber eine herausragende in Bezug auf Benutzerfreundlicheit): das Drucken.

Für Firefox haben die Mozilla-Leute leider das schlechte Vorbild Internet Explorer 6 hergenommen. Von kleinen Bugs abgesehen - wie dass die Maus beim Scrollen des öfteren mal hängenbleibt und man sich mit den Scrollbalken behelfen muss - ist das Drucklayout nicht sehr flexibel.

  • Wo kann man einstellen, welchen Abstand die Kopf- und Fußzeilen zum Seitenrand haben sollen?
  • Wie kann man die Kopf- und Fußzeilen nach eigenen Wünschen zusammenstellen, zum Beispiel in der Mitte “Titel — URL”. Bisher kann man nur sagen: mittig “Titel”, rechts “URL”.
  • Dann werden lange URLs abgeschnitten. Dann verlieren sie aber ihren Zweck. Es kommt häufig vor, dass eine URL länger als 60 Zeichen ist. Da fehlt eine Einstellung, wo man einen Kopf-/Fußzeilen-Umbruch erzwingen kann bis maximal X Zeilen. Dann verringert sich zwar die Größe des darstellbaren Seiteninhalts, aber man hätte alle Informationen verfügbar.
  • Ich verabscheue zwar Frames, aber ich glaube mich zu erinnern, dass auch das Drucken von einzelnen Frames nicht ganz unproblematisch ist.

Bei Thunderbird wiegt die verstaubte Druckmöglichkeit schwerer als bei Firefox. Mails druckt man schließlich öfter aus als Webseiten. Wo man sonst viele Annehmlichkeiten von einem modernen Outlook hat - wie die 3-Spalten-ansicht -, so hinkt man beim Drucken noch hinterher. Allein was man grafisch alles machen könnte, wenn man nur die Möglichkeit hätte:

  • Kontoname anzeigen lassen,
  • Formatierung der Betreff-Zeile (Schriftart, Schriftgröße, fett, unterstrichen, …),
  • bessere Anpassungsmöglichkeiten der Kopf- und Fußzeilen (siehe Firefox),
  • optisch ansprechendere Einbindung von Anhängen beim Drucklayout (wen interessiert auf einem Ausdruck, welchen Content-Type und welche Content-Encoding eine angehängte Datei hat?)
  • sowie die Möglichkeit, Anhänge vor dem Text oder hinter dem Text anzeigen zu lassen.

Es mag für Firefox 2.0 und Thunderbird 2.0 wichtigere Pläne geben, als sich um den Druck zu kümmern. Aber die Nase vorn hat man in diesem Bereich der Anwendung nicht. Zugegeben, Opera ist auch nicht besser, aber das soll ja keine Ausrede sein.

PS: Ich bin mit Bugzilla nicht so vertraut. Sollte jemand einen Eintrag finden, wo Themen rund ums Drucken, wie oben beschrieben, angesprochen werden, bitte als Kommentar anheften. Ich werde dann für diesen stimmen und so meine Unterstützung für eine Verbesserung kundtun.

PPS am 27.01.2006: Firefox:Printing and Page Setup, Thoughts About a Print UI for Mozilla, Customizable print output

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Fx 2 und Tbd 2

Samstag, 10. Dezember 2005 um 00:19 von Thomas S

Nachdem Firefox 1.5 vor fast 2 Wochen erschienen ist, laufen schon die Vorbereitungen für Firefox 2.0 „Bon Echo“. Im Mozilla Wiki findet bereits eine Ideensammlung für Firefox 2.0 statt, welche Änderungen und Neuerungen möglich sind und welche in spätere Versionen eingebaut werden könnten. Im Draft Plan gibt es bereits eine Reihung der verschiedenen Vorschläge von P1 bis P3, wobei nur P1 unbedingt in Fx 2.0 fertig eingebaut sein muss. Der Rest ist kein Muss, aber ein Schön-Wärs. Unter Muss fällt ein neues Lesezeichen-System, Verbesserungen bei den Tabs/Karteireitern, und endlich Optionen für die Suchleiste zum Entfernen und Verändern von Suchmaschineneinträgen. Bei den Schön-Wärs ist vor allem der integrierte SessionSaver interessant. Ich hoffe inständig, dass diese Erweiterung Eingang in den Standard-Funktionsumfang von Firefox findet. Die Projekt-Zeitlinie zeigt grob den geplanten Arbeitsverlauf von Dezember 2005 bis Juni/Juli 2006, dem Erscheinungsdatum von Firefox 2.0. Da keine großen Änderungen an Gecko 1.8 vorgenommen werden, ist der Temin hoffentlich besser haltbar als der von Firefox 1.1 -welches als Firefox 1.5 ein halbes Jahr verspätet veröffentlicht wurde.

Die nächste Version von Thunderbird befindet sich noch in hektischer Arbeit: 1.5 soll im Jänner erscheinen. Ich werde diese Version dann nutzen und mein Outlook verbannen, auch wenn ich die integrierte Kalenderfunktion vermissen werde. (Und ja, ich kenne Sunbird und die Kalender-Erweiterung, aber das sind Zusatzprogramme zu Tbd, die man eigenständig starten muss und in der Taskleiste als eigene Programme aufscheinen sieht. Sowas will ich nicht.) Für Thunderbird 2.0 gibt es natürlich auch schon einen Fahrplan! Dabei scheint es einige Verbesserungen für die Benutzerhandhabung zu geben (Tabs, bessere Benachrichtigung bei neuen Mails usw.). Die Ideensammlung ist bereits eröffnet.

PS: Scott Kveton stellt in seinem Blog die Behauptung auf, dass OpenOffice von Firefox lernen könnte. Und er stellt die Frage zurecht. In meinem Artikel über OpenOffice 2.0 habe ich auch schon die berechtigte Frage gestellt, was OOo denn Besseres zu bieten hätte, um einen Umstieg zu rechtfertigen?

PPS: Aktuelle Acid2-Browser-Ergebnisse gibt es bei Tiemen Schut. Bei Gecko 1.9 schaut es schon sehr gut aus, aber Konqueror, iCab und Opera sind schneller.

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Meine Firefox 1.5-Erweiterungen

Sonntag, 4. Dezember 2005 um 22:30 von Thomas S

Im alten Beitrag Meine Firefox-Erweiterungen habe ich meine ersten Erfahrungen mit Erweiterungen aufgeschrieben und eine Liste beigegeben, welche Erweiterungen ich bei Firefox 1.0.x installiert hatte.

Letzte Woche habe ich endgültig auf Firefox 1.5 gewechselt (die RCs waren nebenher schon in Verwendung). Die folgende Liste zeigt eine Momentaufnahme der installierten Erweiterungen. Die Versionsnummern bitte nicht so genau nehmen, da ich regelmäßig aktualisiere.

Meine derzeitigen Firefox-Erweiterungen:

  1. Talkback 1.5 ;)
  2. Auto Copy 0.6.0
  3. IDN Info [de] 0.6.5
  4. ColorZilla [de] 0.8.2
  5. IE View [de] 1.2.6.1
  6. OperaView [de] 0.4
  7. Session Saver .2
  8. Sage RSS [de] 1.3.6
  9. ReminderFox 0.5.8.3
  10. Web Developer 0.9.4
  11. Mouse Gestures 1.0.4
  12. BugMeNot [de] 0.8
  13. ConQuery 1.6.2
  14. Nightly Tester Tools [de] 0.7.9.10
  15. PageZoom [de] 0.2.0

Mit Ausnahme von SessionSaver und PageZoom gibt es eigentlich nichts Neues zum vorigen Artikel. Bei SessionSaver habe ich die Original-Version genommen und die alte deutschsprachige Version von erweiterungen.de damit ersetzt. Manche Erweiterungs-Übersetzungen werden leider viel zu schlecht gewartet. Es wäre gut, wenn die meisten Erweiterungen inkludierte Übersetzungen hätten, damit von den Entwicklern selbst darauf geachtet wird, dass alles vollständig ist (wie bei Web Developer oder Auto Copy 0.6.0, wo auf erweiterungen.de noch eine alte Version zu finden ist).

Mit PageZoom habe ich nun endlich meine von Anfang an gewünschten Funktionen im Firefox vollständig: Tabs verschieben (mit 1.5 verwirklicht), SessionSaver (mit der Erweiterung) und Webseiten inklusive der Bilder vergrößern und nicht nur die Texte allein ohne Bilder (mit derErweiterung nun ermöglicht).

Damit und dass Fx 1.5 schneller beim Surfen ist, bin ich mit Fx 1.5 mehr als zufrieden und könnte mir gar nichts anderes mehr vorstellen. Wenn Fx 2.0 nun noch einen RSS-Reader bekäme (nicht dieses fade Sage-Ding), wäre ich glücklich. ;)

Zusatz 18.01.2006: Neue Erweiterung

      16. Pearl Crescent Page Saver [de] 0.9.2

gefunden und installiert. Damit bleibt einem endlich das umständliche Herumgetue erspart, wenn man eine Webseite oder einen Ausschnitt davon als Bilddatei abspeichern und versenden will. Die Bilder werden im PNG-Format abgespeichert.

Zusatz 12.03.2006: Neue Erweiterungen

      17. Feedview 0.9.8
      18. Tab Preview [de] 0.3
      19. Yelloewpipe Lynx Viewer Tool 1.2
      20. Extended Statusbar 1.2.4

gefunden und installiert. Sage habe ich gegen Feedview ausgetauscht. Es ist vom Funktionsumfang zwar kleiner, aber ich benötige nur eine Funktion zur Anzeige von Feeds, nicht zum verwalten derselben. Feedview ist dafür perfekt (wird voraussichtlich auch in Firefox 2.0 integriert werden).
Von den vielen Tabvorschau-Erweiterungen habe ich Tab Preview ausgewählt, da es sehr unkompliziert funktionert, kein extra Tab öffnet und man einfach per Maus die Vorschau eines Tabs sehen kann.
Der Lynx Viewer ist zwar eher unnötig, aber ab und zu ist es ganz interessant zu sehen, wie eine Seite in einem Textbrowser aussieht.
Extended Statusbar ist eine Erweiterung, die ich vor wenigen Minuten im MozillaZine-Forum gefunden und installiert habe. Es erweitert die Anzeige in der Statusbar um die Anzahl der zu ladenden Bilder, der Lademenge in Kilobyte, der durchschnittlichen Ladegeschwindigkeit und um den prozentualen Ladefortschritt. Die Statusleiste wird dadurch zwar kleiner, aber besonders das mit der Anzahl der Bilder hat mir aus Opera schon immer gefallen.

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Firefox-Browser.de und Firefox 1.5

Mittwoch, 30. November 2005 um 01:16 von Thomas S

Gute Mitternacht!

Es ist spät und ich bin müde und bin gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe, aber ich habe 2 freudige Bekanntmachungen:

  1. Mozilla Firefox 1.5 ist heute Abend erschienen! Noch ist es nur in den FTP-Verzeichnisse von Mozilla.org zu finden, bald wird aber sicher die Website aktualisiert, damit man es dort runterladen kann. Die Update-Meldungen im Firefox 1.0.x werden sicher noch einige Tage auf sich warten lassen.

  2. Die Arbeiten am Redesign von Firefox-Browser.de gehen voran, langsam, aber doch! Die bisherige Website ist schon etwas in die Jahre gekommen. Nicht nur inhaltlich. Darum habe ich mich bereit erklärt, ein neues Layout zu erstellen und an der Überarbeitung mitzuwirken. (Soweit mit Abdulkadir lässt. ;) Die Seite mit dem Testlayout kann sich schon sehen lassen. Heute wurde der Seitenkopf perfektioniert und an einer Suchmaschine für die Website gewerkelt.

Vorlage für das Layout war das derzeit für Mozilla-Projekte übliche Layout, das auch von Thunderbird-Mail.de und Sunbird-Kalender.de verwendet wird. Damit bekommt der Benutzer das heimlige „Mozilla-Gefühl“ und kann sich leichter zurechtfinden. Eine Anpassung des Wikis und des Forums ist auch geplant, wird aber mitsamt der PHP-Programmierarbeit noch auf sich warten lassen müssen.

Damit genug fürs Erste. Ich freue mich jedenfalls, etwas für Firefox-Browser.de beitragen zu können (auch im Hinblick auf eine gut geschriebene Website im Sinne der Webstandards-Verfechter)!

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Firefox: 1 Jahr und was nun?

Donnerstag, 10. November 2005 um 21:11 von Thomas S

Ein Jahr nach dem Erscheinen der ersten Vollversion von Mozilla Firefox hat XiTi Monitor eine weitere Studie über die Verbreitung dieses Browsers herausgegeben. Den französischen Artikel gibt es auch übersetzt ins Englische. Zusammen mit Firefox Statistics ergibt sich ein recht schönes Bild über den Verbreitungsgrad und die Entwicklung in den letzten 12 Monaten. Nachdem es in den USA eher düster ausgesehen hat, hat Mozilla Firefox auch dort nachgezogen und ist über die 10%-Marke gestiegen (andere Studien sehen das noch nicht so, aber sehen wir es diesmal vom positiven Standpunkt). Negativ fällt nur auf, dass außerhalb der Industrieländer MSIE unangefochten auf festem Thron sitzt. Ist ein Open Source-Browser nichts für Arme? Auch Groß Britannien, die Niederlande und die südwestlichen Länder Portugal, Spanien und Italien hinken dem europäischen Durchschnitt von rund 16% hinterher. Als Österreicher ist es mir eine Freude zu sehen, dass wir uns den 20% nähern. Vor einigen Monaten lag Mozilla Firefox noch bei bis zu 15%.

Wird der positive Trend weitergehn? Wird der MSIE7 alles zunichte machen? Oder wird ein Kampf mit anderen MSIE-Alternativen Mozilla Firefox aufreiben?

Ist es aus Webentwickler- und objektiv gesehener Sicht aufs Internet überhaupt positiv, wenn es für Mozilla Firefox weiter so gut läuft?

Wird man dem „Browser-Erfolgsfluch“ verfallen, bei großer Verbreitung beim Status Quo zu verharren oder zumindest langsamer zu werden? Schließlich muss man nicht mehr mit großartigen Neuheiten aufwarten, um unterstützende Leute um sich zu scharen.

Die neu veröffentlichte Mozilla-Strategie gibt mir einige Bedenken. Eine neue Gecko-Engine wird es erst in über einem Jahr mit Mozilla Firefox 3 geben; das heißt, dass der Acid2-Test, bessere Geschwindigkeit und mehr wesentliche, neue Funktionen noch länger auf sich warten lassen. Dafür wird es mit der Version 2 nicht mehr Änderungen geben, als es von 1 auf 1.5 schon gegeben hat. Davon abgesehn, dass die Versionsnummernvergabe falsch erscheint (wobei sich das relativ rasch ändern kann; der Sprung von 1.1 auf 1.5 hat es im Sommer in umgekehrter Weise gezeigt), scheinen die Mozilla-Entwickler sich mit sogenannten Killer-Applikationen zurückzuhalten.

Wenn MSIE7 benutzertechnisch nicht mehr viel weniger zu bieten hat als Mozilla Firefox (aus der Sicht eines durchschnittlichen Benutzers), und wenn die Einbindung einer größeren bekannten Web-Technologie auf sich warten lässt - wie die relativ gute CSS-Unterstützung von Mozilla Firefox 1.0 und die Unterstützung von großen Teilen von SVG bei 1.5 -, die Web- und Webstandards-Entwickler mit Hoffnung nährt und das WWW voranbringt, ja was hat dann Firefox für einen Vorteil??

Ich hoffe sehr auf einen großen Wurf bei der nächsten Vollversion. Die Update-Funktion, bessere Tab-Verwaltung und SVG sind mehr, als man sich für einen kleinen Versionssprung sonst bekommt. Aber wenn Mozilla sich öffentlich nicht zugänglicher zeigt bei z.B. Acid2 und anderem (Microsoft bessert sich da ja anscheinend oder angeblich - aber von ganz hinten aufzuholen ist nicht sonderlich schwer - und Webstandards.org ließ ein paar negative Worte über Mozillas Verhalten fallen), wofür soll die „Community“ dann kämpfen? Nur gegen Microsoft an sich anzugehn bringt doch nichts.

Eigentlich hat mir Gandalf ja den Mund wässrig gemacht mit vielen tollen Implementierungen nach Version 1.5 - aber kritisch bleiben sollte man immer, besonders wenn eine neue Roadmap erschienen ist, an der man einiges auszusetzen hat.

Darum: Mit Schwung nach der Veröffentlichung von 1.5 auf auf ins neue Jahr - mit neuen Marketing-Aktionen, besserere Öffentlichkeitsarbeit der Mozilla-Leute und mehr Diskussion über den weiteren Weg des Browsers…

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Alternativen zum IE verbreiten

Donnerstag, 3. November 2005 um 22:06 von Thomas S

Wieso ist es so verdammt schwer, Alternativen zum Internet Explorer unter die Leute zu bringen?

Sicher, man kann jedem, dem man bei Rechnerproblemen behilflich ist - privat oder innerbetrieblich -, einen neuen Browser installieren (ich bevorzuge für IE-Umsteiger die aktuelle Version von Firefox). Aber das hilft oft wenig. Meiner Erfahrung nach gibt es ein paar Gruppen, die sich im Schweregrad für das Ersetzen des IE unterscheiden.

  1. Unerfahrene Benutzer, die sich mit Argumenten wie „sicherer“ und „moderner“ leicht beeindrucken lassen: Diese Benutzergruppe ist am schnellsten davon zu überzeugen, dass sie den IE nicht mehr verwenden soll. Die Sicherheit ist dabei das Totschlagargument gegen den IE. Mit Modernität, mehr Fähigkeiten des Browsers und bessere Webstandards-Unterstützung kann man sie leider weniger beeindrucken. Leider sind sie meist verloren, wenn sie einen neuen Rechner bekommen oder das Betriebssystem neu aufsetzen - und landen möglicherweise wieder beim IE.
  2. Unerfahrene Benutzer, die konservativer/sturer sind und nur ungern gewohnte Software tauschen: Diese Menschen kann man fast gar nicht von den Vorteilen anderer Browser überzeugen. Sie behalten das Gewohnte. Es gibt in ihren Augen ja auch keinen Grund, etwas daran zu ändern. Sicherheit ist kein Thema (sofern ihnen bisher nichts Kritisches passiert ist). Man kann denen zwar Alternativen installieren (oder den Firefox wie einen IE aussehend machen), aber sie steigen schnell wieder um oder holen sich Hilfe für die Rückkehr zum blauen IE-Symbol.
  3. Aufgeschlossene Benutzer, die nicht viel Ahnung von der Materie haben, sich aber ein wenig mit Rechnern und Software beschäftigen: Diese Gruppe ist eine wahre Freude! Sie probieren gern Neues und sind offen für alle Argumente, die man hat. Ungeachtet dessen, ob sie sie völlig verstehen oder nicht (wie z.B. das Webstandards-Argument). Sicherheit ist ein großes Thema. Haben sie einen neuen Browser installiert, kann man nur abwarten, ob sie damit zufrieden sind und zurechtkommen oder wieder zum IE zurückkehren (bekanntlich ist die Vergesslichkeitshalbwertszeit für Gefahren sehr kurz). Ein Problem könnte eine Erweiterungs-Flut sein, die den Fx zerstört. Darum rate ich allen, vorsichtig mit Erweiterungen zu sein. (Nebenbei denke ich, dass einige dieser Erweiterungen besser im Fx eingebettet werden sollten; zB SessionSaver, das es in Opera schon länger gibt.)
  4. Erfahrene Benutzer, die sich viel mit dem Internet beschäftigen: Das sind die Amateure und Profis, die sich bereits selbst informiert haben über alle möglichen Aspekte der Vor- und Nachteile von Browsern. Sie haben bereits gewählt und sind meist auch nicht für einen Umstieg zu begeistern. Außer es sprechen handfeste Argumente dafür. Zum Beispiel habe ich einen Informatiker/Freund und seine Frau von Netscape abgebracht, der seine Sicherheitslöcher nur schleissig schließt und noch dazu Unmengen an Resourcen frisst. Da als Mailprogramm der OE dient, reicht Mozilla Firefox völlig aus. Opera in der neuesten Version steht ihnen auch zur Verfügung. Aber Opera ist bekanntlich etwas schwerer zu handhaben.
  5. Erfahrene Benutzer, die sich mehr mit Offline-Systemen beschäftigen als mit dem Internet: Menschen dieser Gattung sind meiner Erfahrung nach noch unzugänglicher als die von Gruppe 2. Sie wissen gut über Technik Bescheid - oder glauben es zu wissen - und lassen sich nur schwer auf neue Software ein, die „nicht viel tut/nutzt“. Firefox ist schließlich „nur“ ein Programm zum Anzeigen von Webseiten. Von anderem (RSS, SVG usw. bis hin zum Suchmaschinenfenster oben rechts zur schnellen Suche) wissen sie noch nichts.

Tja, das ist mal eine grobe Zusammenfassung derjenigen, mit denen ich mich rumschlagen muss. ;)

Ein Problem ist auch das fehlende Wörtchen Internet beim Firefox-Symbol am Desktop. Darum nenne ich am Desktop „Mozilla Firefox“ oft in „Internet Browser Mozilla Firefox“ um, damit Internet nicht nur beim Internet Explorer in der Beschreibung vorhanden ist.

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