Im Artikel SUMO und die deutschsprachige Firefox-Gemeinde habe ich schon vom Mozilla Community Theme (MCT) gesprochen, an dem Zbigniew Braniecki seit ein paar Monaten arbeitet. Am 1. Weihnachtstag hat er endlich die erste Beta-Version des MCT angekündigt, das wiederum ein Teil des größeren Projekts Mozilla Community Sites (MCS) darstellt.

Bilder und Live-HTML-Seiten gibt’s auch:
Mozilla Community Theme v1.0beta

Da es ein Open-Source-Projekt ist, wird um Mitarbeit bei der Verbesserung des Themes gebeten:

If you find the project interesting, and have some experience with web development, themes/extensions for WordPress/Drupal/phpBB/punBB/MediaWiki and want to help, email me (zbraniecki _a_t_ mozilla dot com) please. I could use some help.

Mozilla Community Theme v1.0beta

In den meisten Online-Technikmagazinen wird von der neuen Beta für den kommenden Firefox 3.1 berichtet. Was den allermeisten dieser Berichte fehlt, ist eine detailliertere Beschreibung oder zumindest Erwähnung der vielen Neuerungen und Verbesserungen. Meist wird nur vom neuen Privaten Modus (engl.: Private Browsing) die Rede und dass OGG- und WAV-Videos im Browser ohne zusätzliche Codecs abgespielt werden können.

Mozilla Links beschreibt im Artikel Privacy, tabs and web content overhaul in Firefox 3.1 Beta 2 (englisch) genauer und bebildert viele der Neuerungen von Firefox 3.1 und was er seinen Vorgängern voraus hat. Das macht die Vorfreude auf die Veröffentlichung noch größer. Hoffentlich wird der Browser schon mit Ubuntu 9.04 ausgeliefert.

Die letzten Wochen und Monate habe ich dieses Weblog aufgrund mangelnder Zeit sträflichst vernachlässigt. Dabei wollte ich schon mal über die wundervolle und rasante Entwicklung von Firefox 3.1 und Thunderbird 3 erzählen, die im ersten Quartal 2009 veröffentlicht werden sollen. Naja, das muss warten.

Diesen Beitrag tippe ich, weil ich Abdulkadir Topal am Samstag einen kurzfristigen Besuch in Duisburg abgestattet habe. Wir sprachen über viel, auch über SUMO. SUMO ist die relativ neue Hilfe-Website support.mozilla.com von Mozilla. In den letzten Wochen hat die deutschsprachige Firefox-Gemeinde dort in einem unvergleichlichen Kraftakt viele Artikel übersetzt, auch wenn es SUMO schon etwas länger gibt. Das hieß für mich als hauptverantwortlichen Übersetzer für das deutschsprachige SUMO natürlich viel Aufwand, Artikel selbst zu übersetzen, Anleitungen zu schreiben, Übersetzungen zu koordinieren, Artikel anderer gegenzulesen und schlussendlich freizuschalten. Aber viel Aufwand für mich bedeutet viel Mithilfe am Projekt – und das ist toll!

Richtig in Fahrt kam das ganze mit dem Mozilla-Treffen in Köln Anfang September. Moment mal! Anfang September gab es ein Mozilla-Treffen einiger geladener, freiwilliger, deutschsprachiger Mithelfer und ich habe nicht davon berichtet? Schande über mich. Aber die Zeit … Andere haben darüber berichtet: Kadir, Henrik und William und andere.

William, Kadir und Henrik
Die Vortragenden: William, Kadir und Henrik

Bei diesem Treffen hatten wir erstmals die Hoffnung, unser etwas veraltetes, aber dennoch unverzichtbares Informationssystem namens Firefox-Wiki in SUMO überführen und aufgehen lassen zu können. Das hätte weniger technischen Verwaltungsaufwand für uns und mehr koordinierte Arbeit an Hilfe-Artikeln geboten. Da dieses Projekt aber einzigartig ist – welches Open-Source-Programm, das noch dazu so unvergleichlich erfolgreich wie Mozilla ist, bietet eine offizielle Hilfe (abgesehen von den üblichen Wikis) an, die in viele verschiedene Sprachen übersetzt ist/wird? Darum gibt es auch viele neue Herausforderungen und Probleme. (Ist SUMO erstmal „gereift“, wird es auch für andere Projekte wie Thunderbird und Seamonkey – womöglich sogar für ganz andere Open-Source-Projekte, die nicht von Mozilla stammen – eingesetzt werden können.)
Ein Problem ist, dass SUMO unser Firefox-Wiki nicht vollständig ablösen wird können. Nach dem Willen der zuständigen Mozilla-Verantwortlichen soll SUMO eine reine Hilfedatenbank bleiben und keine Anleitungen für erfahrene Benutzer bereitstellen, die ihrerseits Fragen und Probleme hervorrufen könnten. userCrome-Hacks und about:config-Verunstaltungen bleiben also dem deutschsprachigen Firefox-Wiki oder der MozillaZine Knowledgebase vorbehalten.

Eine akzeptable Lösung für dieses Dilemma ist die Nutzung des MCT, des Mozilla Community Themes, das Communities ein quasi fertiges Paket für die Koordination der eigenen Arbeit und eine Webpräsenz bieten soll. Noch steckt es in der Konzeptphase, soll aber bald zu ersten Testzwecken einsatzbereit sein. Die deutschsprachige Gemeinde ist eine der ersten, die dieses MCT nutzen möchte. Damit ersparen wir uns Verwaltungsarbeit und können das eigene Wiki mit SUMO verknüpfen (z.B. bei der Suche oder beim Einbinden von SUMO-Übersetzungen in unser Wiki), ohne uns programmiertechnisch zu verrenken. Das MCT soll gleichzeitig eine Gelegenheit sein, das veraltete Firefox-Forum und die Website technisch auf den aktuellen Stand und vom Aussehen her zeitgemäßer zu gestalten.

Seien wir also gespannt auf die weiteren Neuerungen und Veränderungen, die auf Nutzer-Support-Ebene rund um Firefox auf uns zukommen werden. Denn bei Mozilla arbeitet man nicht nur an der Verbesserung von Programmen, sondern auch am (Fort-)Bilden von lokalen Communities (ich nenne sie gerne „Gemeinden“ – das klingt nicht so bündnisch-aussschließerisch wie „Gemeinschaft“) und dem freien Austausch von Wissen.

PS: Firefox feiert seinen 4. Geburtstag! Glückwunsch!

Jetzt ist es auch mir bekannt: das deutschsprachige, inoffizielle MozillaBlog.

Es wird vom verehrten Caschy betrieben, bekannt aus dem deutschsprachigen Firefox-Forum und von seinem persönlichen Blog stadt-bremerhaven.de, auf dem er zum Beispiel auch die Programme Firesave und Thundersave anbietet, mit denen das Sichern der Programm- und Profildaten halbautomatisiert werden kann.

Das offizielle, aber englischsprachige Blog von Mozilla ist The Mozilla Blog. Daneben existieren von Mozilla noch private Blogs von Programmierern und weitere öffentliche Unterbloggs, von denen mir aber nur das Firefox Support Blog, das Mozilla Web Development Blog, das Mozilla Security Blog, das Community Survey Blog, das Mozilla Store Blog, das Mozilla Labs Extend Firefox Blog und das Blog of Metrics bekannt sind.

Firefox 3.1 ist das erste „kleine Major-Release“, das in dieser Form bei Mozilla veröffentlicht wird. Firefox 1.0, 1.5, 2.0 und 3.0 waren große Veröffentlichungen mit langen Entwicklungszeiten und viele Änderungen der Gecko-Plattform (inklusive neuer Gecko-Nummer direkt hinter 1.). Firefox 3.1 wird auf Gecko 1.9.1 aufsetzen, einer kleinen, raschen Weiterentwicklung von Gecko 1.9, auf das das kürzlich erschienene Firefox 3.0 aufsetzt. Jedoch sind die Verbesserungen bei Gecko 1.9.1 alles andere als klein. Die Entwicklungszeit ist aber extram verkürzt worden, so dass Mitte August das Feature-Freeze ausgerufen wird, damit Firefox 3.1 um die Jahreswende 2008/2009 erscheinen kann.

Es gibt schon einige Meldungen z.B. beim Firefox Summit 2008, die durchklingen lassen, dass Gecko 1.9.2 bald folgen könnte. Ein Veröffentlichungszyklus von einem halben bis zu einem Jahr pro Release wäre dann möglich. Diese Versionen würde alle auf Gecko 1.9 aufbauen, während die nächste große, langfristige Arbeit in Gecko 2 gesteckt wird, das die Grundlage für Firefox 4.0 werden soll.

Ich persönlich halte eine Fertigstellung von Firefox 4 mit Gecko 2 erst im Jahr 2010 für realistisch. Darum verwundert der neue Schwenk bei Mozilla nicht, die Veröffentlichungszyklen zu verkürzen und den Zeitraum, in dem neue Funktionen von Programmierern hinzugefügt werden dürfen, klein zu halten. So könnten neue Funktionen innerhalb eines Jahres in eine Firefox-Version einfließen. Besonders der Webstandards-Kompatibilität würde das gut tun.

Interessant an der ganzen Sache ist auch, dass diese neue Entwicklung genau zu einem Zeitpunkt geschieht, an dem viele GNOME-Entwickler einen Umstieg von Gecko auf Webkit von Apple befürworten. Entkoppelt sich GNOME vollständig von Gecko/Mozilla, wäre das ein schwerer Schlag und Gecko würde nur noch für Mozilla-eigene Produkte eine Rolle spielen (und einige Ausnahmeprogramme wie Songbird). Mit kürzeren Release-Zeiten würde Mozilla ihren Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen, dass sich Gecko zu langsam weiterentwickle und die Release-Zyklen zu lang seien. Mit Gecko 1.9 wurde bereits auf das alte Argument reagiert, Gecko sei zu träge und schwerfällig. Mit Gecko 2 wird die ganze Plattform nochmals weiter entschlackt und schneller gemacht.

OpenDocument (ODF) besser

Nachdem Microsoft offiziell die Unterstützung für ODF (OpenDocument) mit dem nächsten Update für Microsoft Office 2007 angekündigt hat, folgt die Aussage des Microsoft-Technikchefs der USA: „ODF has clearly won“ (heise, ubuntuusers). – Techniker denken eben logisch und nicht nur in blinder, propagandistischer Weise wie Verkäufer oder bloße Manager.
Achja, und die Normierung von OOXML ist erstmal auf Eis gelegt, bis Einwände von 4(!) P-Staaten ausgeräumt wurden (z.B. ubuntuusers, heise).

Firefox 3

Firefox 3 ist endlich erscheinen und für die Öffentlichkeit bereit! Laut Aussagen verschiedener Online-Medien ist die Akzeptanz der neuen Browser-Version enorm. Schon innerhalb weniger Tage haben viele Anwender auf die neue Version migriert. Der Browser-Kampf ist auf einer neuen Stufe angelangt. Außerdem hat Mozilla wohl einen neuen Rekord durch den Download-Day aufgestellt: die meisten Downloads eines Software-Programmes innerhalb von 24 Stunden.

Wine 1

Wine 1.0 ist erscheinen. Die runde Versionsnummer hat weniger mit speziellen neuen Funktionen als mit dem runden Datum zu tun: Wine ist nun 15 Jahre alt – und es gibt noch viel zu tun, um möglichst viele Windows-Programme auch unter Linux lauffähig zu machen.

Opera 9.5

Auch Opera hat einen neue Version: 9.50. Es gibt viel Neues und auch viele Verbesserungen hinsichtlich Webstandards. Ich habe es aber noch nicht ausprobiert und kann dazu nicht mehr sagen.

OpenSource-Animationskurzfilm „Big Buck Bunny“

Der Kurzfilm „Big Buck Bunny“ (zu Deutsch: „Großes Dickes Häschen“) ist Anfang Juni veröffentlicht worden. Das ist ein witziger Animationsfilm, der mit der OpenSource-3D-Software Blender erstellt worden ist (ubuntuusers). Sehr empfehlenswert und witzig! Um das Projekt zu unterstützen, kann man die DVD käuflich erwerben. Ansonsten steht der Download in verschiedenen Auflösungen jedem kostenlos zur Verfügung.

Wien im festen Griff Microsofts

Die Stadtgemeinde Wien installiert auf einigen bisher alleinigen Linux-Rechnern ein Dual-Boot-System mit Microsoft Vista: Wien stellt Computer teilweise wieder von Linux auf Windows um, Linux in Wien kämpft mit Kompatibilitätsproblemen, SPÖ prüft Zukunft von Wienux, Kindergarten -Sprachsoftware kann nicht mit Wienux.
Diese Entscheidung basiert allein auf Zeitdruck und auf die verstaubten Wiener Behörden. Würde man die hunderttausenden Euro eher zur Weiterentwicklung von OpenSource-Software, von Wienux (das nur verstaubt und von 1-2(!) Mitarbeitern gepflegt wird – wieso setzt man stattdessen nicht auf Ubuntu mit eigenen Anpassungen?) und der (ClosedSource-)Sprachsoftware investieren, die angeblich nur unter Windows mit dem Internet Explorer läuft und bis Herbst zur Verfügung stehen muss, würde man nicht unsinnigerweise Betriebssysteme kaufen müssen in den Kindergärten, wo bereits erfolgreich Linux genutzt und alltäglich ist. Nächstes Jahr wird die Sprachsoftware auch unter Firefox laufen (d.h. auch unter Linux). Was für ein Pech/Zufall, dass das erst so spät passiert, wo die Sprachsoftware und die dazugehörige Verordnung schon lange auf dem Tisch lag. Bürokratie und Monopolismus. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Berlin und besonders München gehen den anderen Weg, der langfristig mehr Unabhängigkeit, mehr regionale Arbeitsplätze und weniger öffentliche Ausgaben bedeutet: Berlin steigt auf Linux um, München setzt auf Linux.

Die hervorragend verfasste Anleitung für Firefox namens Mit Firefox per Du ist für den in Kürze erscheinenden Firefox in Version 3.0 bereit und trägt passenderweise auch die Versionsnummer 3.0.

Da ich die Seite zuletzt bei der Aktualisierung auf Version 2 Anfang 2007 besucht habe, kann ich gar nicht sagen, wann der Sprung auf 3.0 erfolgt ist. Aber ich bin sehr froh, dass Ralph Segert immer noch an diesem Projekt arbeitet, das sicher vielen Neueinsteigern das Leben erleichtert. Sogar Video-Anleitungen werden zur Verfügung gestellt.

Die Inhalte dürfen frei kopiert und weitergegeben werden und stehen unter einer CreativeCommons-Lizenz (Namensnennung des Autors, keine kommerzielle Verwendung und keine Bearbeitung).

Viel Spaß beim Lesen und Lernen!

Mozilla hat sich eine neue Marketing-Kampagne einfallen lassen, um auf den in Kürze erscheinenden Firefox 3 aufmerksam zu machen. Am sogenannten Download Day 2008 soll ein neuer Weltrekord aufgestellt werden mit den meisten Downloads innerhalb der ersten 24 Stunden. Noch steht das Erscheinungsdatum von Firefox 3 nicht fest, er wird aber irgendwann im Juni kommen.

Die Website zum Download Day erklärt die Details zur Aktion, bei der man das Versprechen abgeben kann, Firefox 3 am Download Day herunterzuladen. Auch das Erscheinungsdatum von Firefox 3 wird dort rechtzeitig bekannt gegeben.

Download Day

Man kann über den Sinn und Unsinn solcher Guinness-Weltrekord-Versuche streiten, doch was kann man mit einem Versprechen schon verlieren, wenn man sowieso vorhat, sich Firefox 3 zu holen?

Zusatz am 13. Juni 2008:
Firefox 3 erscheint offiziell am Dienstag, den 17. Juni 2008 ab 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit!

Seit wenigen Tagen ist der Release Candiate 1 von Firefox 3 der Öffentlichkeit zugänglich. Möglichst viele Nutzer sind dazu aufgerufen, diese Version zu testen und Fehler zu melden. Vor der Installation sollte man sich noch die Release Notes zu Fx3 mit den bekannten Problemen (Known Issues) zu Gemüte führen.

Wer Näheres über die Neuerungen von Firefox 3 erfahren will, dem sei die englischsprachige Website MozillaLinks mit dem Artikel Firefox 3 RC 1 full review empfohlen. Dort wird knapp und übersichtlich über die Verbesserungen bei der Performance, der neuen Lesezeichen-Bibliothek, der neuen Adressleiste, dem neuen Download-Fenster, dem neuen Plugin-Manager bei den Add-ons, den neuen Sicherheitsfunktionen sowie über das neue Aussehen unter Windows, Linux und Mac berichtet.

Trotz der baldigen Veröffentlichung der fertigen Version von Firefox 3 gibt es natürlich schon längst Überlegungen für die danach kommende Version. Konkretes zu Firefox 3.1 hat erstmals Mike Schroepfer von Mozilla geäußert. Bei MozillaLinks gibt’s eine (ebenfalls englischsprachige) Zusammenfassung mit dem Titel Firefox 3.1 targeted for year’s end.

Ich würde die angekündigten technischen Verbesserungen, den Veröffentlichungszeitpunkt und die Versionsnummer von Firefox 3.1 aber derzeit noch als spekulativ bezeichnen. Nichtsdestotrotz sind das gute Nachrichten, denn ein Warten auf Geko 2/Firefox 4 ohne eine Version dazwischen hätte zu lange gedauert.

Aktualisierung am 22. Mai 2008:
Exaktere Angaben über technische Neuerungen/Verbesserungen, die in der kommenden Version von Firefox 3.x sowie auch in dem weit später geplanten Gecko 2 geplant sind, finden sich im MozillaWiki: Platform/Post1.9Planning. Dort ist unter anderem für Firefox 3.x die Rede von Acid3-Anpassungen, von SVG-Verbesserungen und von neuen CSS-Funktionen wie @font-face, font-stretch und text-shadow.

Firefox 3 erscheint erst in wenigen Monaten, eine neue Funktion will ich jedoch vorstellen. Sie hat das Zeug, unentbehrlich zu werden und wird über kurz oder lang sicher auch in alle anderen Browser eingebaut werden. Die Rede ist von der verbesserten Adressleiste des Firefox 3, die von den Entwicklern zuerst SmartBar und dann AwesomeBar genannt wurde.

Mit AwesomeBar kann man in der normalen Adresszeile alle Lesezeichen sowie die bisher besuchten Seiten (im Firefox 2 im Menü Chronik zu finden) auf einfache und effektive Weise durchsuchen. Zum Beispiel muss man nur noch oester eingeben und man bekommt forum.oesterchat.com, www.oesterchat.com und web.oesterchat.com vorgeschlagen (wenn man diese Seiten gelesezeichnet oder schon mal besucht hat) sowie alle Unterseiten davon, die man bisher besucht hat. Der ältere Artikel SmartBar to AwesomeBar (englisch) gibt einen Einblick dazu.

Anfang März gab es aber einen weiteren Artikel zum Thema: Beyond Awesome. Seit dem vorherigen Bericht hat sich viel getan. Die Suchergebnisse werden nun gereiht nach dem „Frecency“-Prinzip. Frecency ist eine Kombination von Häufigkeit (engl. frequency) und Neuheit (engl. recency). Je neuer eine Adresse ist und je häufiger sie bisher aufgerufen wurde, desto weiter oben wird sie bei den Ergebnissen angezeigt und kann per Tastatur oder Mausklick ausgewählt werden. Bilder dazu kann man bei Beyond Awesome bewundern.

Eine andere Neuerung ist die Möglichkeit, nach mehreren Begriffen gleichzeitig zu suchen. for oester wird zum Beispiel forum.oesterchat.com und dessen Unterseiten vorschlagen.

Eine weitere Neuerung ist das gezielte Suchen mit Sonderzeichen. Mit * oester durchsucht man seine gespeicherten Lesezeichen. Mit ^ oester durchsucht man gezielt seine Chronik, ohne die Lesezeichen miteinzubeziehen. Mehr dazu gibt’s bei Beyond Awesome.

Möge Firefox 3 bald kommen und das Wiederfinden von Webseiten gravierend vereinfachen.

Wer bei Mozilla Links den Artikel über die neuen und verbesserten Funktionen in Firefox 3 Beta 3 (englisch) noch nicht gelesen hat, sollte sich den aktualisierten Artikel über die Funktionen in Firefox 3 Beta 4 (englisch) durchlesen.

Auf 4 langen, bebilderten Seiten beschreibt der Autor die neuen Funktionen, Verbesserungen und was unter der Haube an der Gecko-Engine alles geschraubt wurde. Sehr empfehlenswert. Macht richtig Vorfreude auf Firefox 3, der im 2. Quartal 2008 veröffentlicht werden wird.

Ich habe keinen speziellen oder persönlichen Grund, die Erweiterung Glubble in diesem Blog zu erwähnen. Aber ich tue es trotzdem. Denn es zeigt, dass auch unabhängige Organisationen sowie Firmen die Attraktivität von Firefox erkannt haben und zusätzliche Funktionen für den Open Source-Browser anbieten.

Glubble ist als Kindersicherung gedacht, mit der Webseiten gesperrt und Suchergebnisse in Suchmaschinen präpariert werden können, damit von Eltern als gefährlich eingestufte Webseiten nicht angezeigt werden. Bei Golem findet man eine kurze Erläuterung.

Eine andere Erweiterung, mit der sogar Geld verdient wird, ist Pearl Crescent Page Saver, die das Abspeichern von (ganzen oder Teilen von) Webseiten als Bild mit einem Mausklick ermöglicht.

Seit Jahren habe ich darauf hingearbeitet. Zuerst kam die Umstellung auf Firefox 1.0. Dann folgte der Schwenk von MS Office XP auf OpenOffice.org 2.0. Dann wagte ich die Migration von MS Outlook XP auf Thunderbird 1.5 (später mit der Kalendererweiterung Lightning vervollständigt). Schließlich ersetzte ich all meine proprietäre Software unter Windows durch Gegenstücke aus der Welt der freien Software (FOSS).

Was habe ich daraus gelernt? Es gibt Gutes und Schlechtes über FOSS-Produkte zu sagen, aber sie funktionieren.

Der schwierigste Schritt ist, seinen inneren Schweinehund zu überwinden, etwas zu wagen und neue Software auszuprobieren. Darum habe ich relativ spät mein E-Mail-Programm gewechselt, in der Arbeit überhaupt erst seit kurzem.

Im nächsten Schritt muss man seine erlernten Arbeitsweisen – wie etwas zu funktionieren hat – und seine gewohnten Vorstellungen – was alles zu funktionieren hat – anpassen. Das mag schmerzhaft sein. Aber genau so wie man die vorherigen Programme mit der Zeit zu beherrschen gelernt hat, wird man auch die neuen nach einer Weile beherrschen.

Ich würde sowieso jedem einen Betriebssystem- und Office-Grundkurs empfehlen. Ich kenne praktisch niemanden, der mit beidem wirklich professionell umgehen kann. Jeder Chef und jeder Kollege setzt voraus, dass man ein Windows und ein MS Office bedienen kann. Dem ist aber nicht so. Ich brauche nur den Sekretärinnen über die Schulter zu schauen, und mir wird übel, wenn ich deren chaotisches Arbeiten beobachte. Dabei müssten die es am besten können! Von anderen Kollegen ganz zu schweigen, die schon fragen müssen, wie man die Ordneransicht umschaltet, oder die sofort nervös werden, wenn Symbole anders aussehen (ein typisches Ergebnis, wenn Leute nicht geschult werden und sich notdürftig selbst helfen). Alter spielt übrigens keine Rolle. Junge wie alte Leute können gleich schlecht mit Software umgehen. Mit dem Alter wird nur die Lernkurve etwas langsamer.

Darum, egal ob man bei Microsoft verharrt oder auf Linux und OpenOffice.org umsteigt, rate ich jedem zu einer Schulung. Mein Vater macht gerade eine, und das Arbeiten mit dem Rechner beginnt ihm nun erst richtig Spaß zu machen.

Aber ich bin abgeschweift.

Worauf habe ich Jahre hingearbeitet und nun endlich Zeit gefunden?

Auf meinen Umstieg auf die GNU/Linux-Distribution Ubuntu 7.10. Dazu komme ich im nächsten Artikel.

Eigentlich wollte Mozilla jedes Jahr eine neue Version ihres Steckenpferdes Firefox veröffentlichen. Daraus wird leider nichts mehr in diesem Jahr, denn frühestens im November wird die erste Beta-Version des neuesten Browsers erscheinen und Anfang Frühling 2008 die endgültige Version.

Abzusehen war dies natürlich schon im Frühjahr. Die Entwicklung von Firefox 2 war im Februar, März 2006 schon in vollem Gang, die erste Beta kam im Sommer, veröffentlicht wurde im Herbst. Bei Firefox 3 alias Gran Paradiso hingegen wurden konkrete Entwicklungen erst ab April, Mai 2007 implementiert und diskutiert. Die Zeit davor wurde zum Brainstorming verwendet und Gecko 1.9 bedurfte noch vieler Korrekturen, bevor man effektiv an der Oberfläche – sprich: Firefox – arbeiten konnte.

Zudem hat Gecko noch nie so viele Veränderungen unter der Haube erfahren wie mit dem Sprung von Firefox 2 auf Firefox 3. Ich weiß, Otto Normalverbraucher (außer ein Mac OS X-Anwender) wird oberflächlich keine großen Unterschiede feststellen, aber sie sind da. Zusammen mit dem Haufen neuer Funktionen und Funktionsverbesserungen sind sie für die Verzögerung verantwortlich. Da helfen auch die vielen von Mozilla bezahlten Programmierer und die unzähligen Freiwilligen nichts.

1. Beta

Die erste Beta von Firefox 3 wird mit der nächsten (9.) Meilenstein-Version frühestens Mitte November 2007 erscheinen. Danach geht es hoffentlich schneller voran mit dem Abarbeiten der verbliebenen Fehler und den noch fehlenden Funktionen. Die Web 2.0-interaktive Seite Gran Paradiso Firefox PRD Tracking zeigt den aktuellen Stand der Entwicklung.

Als nächstes

Das nächste große Projekt von Mozilla, „Gecko 2”, wird noch mindestens 2 Jahre Arbeit beanspruchen, weswegen eine Zwischenversion namens Firefox 3.5 (oder wie die Nummer immer heißen mag) im Jahr 2008/2009 sicherlich nicht unwahrscheinlich ist – analog zu Firefox 2 (Gecko 1.8.1), das aus Sicht der Gecko-Entwickler eine Zwischenversion zwischen Firefox 1.5 (Gecko 1.8) und Firefox 3 (Gecko 1.9) darstellte. In dieser Zwischenversion mit Gecko 1.9.1 könnte man dann die Webstandards-Fähigkeit verbessern und jene Funktionen erweitern, wie man sie ursprünglich für Firefox 3 geplant hatte, wegen Zeitmangels aber entfallen mussten, und darüber hinaus. Verbesserungs- und Vereinfachungspotential gibt es immer. Es müssen nicht immer ganz neue Funktionen sein.

Viele Leute laden sich Firefox aus dem Web herunter.

Viele Leute? Ja, aber ein kleines Dorf leistet wider… ich meine, eine beachtliche Anzahl dieser Leute wechselt kurz danach wieder zum alten Browser.

Seit Sommer 2007 gibt es die „Retention”-Seite im Mozilla-Wiki, die dieses Problem angehen soll. Diese Aktion hat schon Früchte getragen wie die im Entstehen begriffene Support-Website oder verbesserte Installationseinstellungen wie in Bug #392137 beschrieben.

Daneben gibt es noch andere Aktivitäten, zum Beispiel die Arbeiten auf Giant Spatula und Intro the Fuzz, die sich mit neuen Werbeformen und besseren Webseiten für die Installation und nach der Installation beschäftigen.

Im Prinzip kann ich alles davon nur herzlichst unterstützen. Nichts ist wichtiger als ein gelungener Webauftritt und weiterführende Hilfen nach der Installation des Browsers, wie es auch der Internet Explorer 7 jetzt bietet, um neue Benutzer an der Hand zu führen und Vorzüge des Produktes zu zeigen.

Bildschirmfoto der IE7-Einstiegs-Website
IE7-Startseite (Oktober 2007)

Womit ich mich aber nicht anfreunden kann sind Flash-Seiten, wie sie teilweise vorgestellt werden. Ich hoffe, die damit beauftragten Agenturen können etwas anfangen mit Validität, Zugänglichkeit und Webstandards allgemein (verlinkte Beispiele auf Into the Fuzz zeigen Negatives). Da Mozilla aber von vielen Webstandards-Evangelisten beobachtet wird, nehme ich den schlimmsten Fall (Flash-Werbeseiten/-Startseiten/-Installationsseiten) erstmal nicht an.

Bildschirmfoto eines Vorschlags für eine neue Firefox-Download-Seite
Vorschlag von Giant Spatula/Into the Fuzz für eine neue Download-Seite

Jedenfalls hoffe ich auf neue Webseiten zum Start von Firefox 3 im Frühjahr 2008. Denn auch Open Source-Produkte können optisch ansprechen und ausreichend Hilfe bieten für unerfahrene Benutzer.

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